30.05.2013 19:03
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Studie: Europäer werden trotz Schuldenkrise reicher

    NEW YORK (dpa-AFX) - Trotz der weiterhin brodelnden Schuldenkrise sind die Westeuropäer im vergangenen Jahr reicher geworden. Das zumindest hat die Beratungsgesellschaft Boston Consulting in ihrer jährlichen Studie "Global Wealth" errechnet. Demnach wuchs das Privatvermögen in der Region um 5,2 Prozent auf 35,8 Billionen Dollar oder nach heutigen Wechselkursen umgerechnet 27,7 Billionen Euro.

    "Das kommt vor allem durch die gut laufenden Aktienmärkte", sagte Daniel Kessler bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag in New York. Noch im Jahr 2011 hatten die Märkte und damit die Privatvermögen unter den Wirren der Schuldenkrise gelitten. Kessler prophezeite allerdings: "Das Wachstum wird sich in der Zukunft abschwächen." Der Europa-Experte rechnet mit einer jährlichen Zunahme der Privatvermögen von 2 bis 3 Prozent.

    Gegenüber anderen Weltregionen legt Westeuropa bereits merklich langsamer zu. So konnten die Asiaten mit dem Schwergewicht China ihr Vermögen im vergangenen Jahr um 13,8 Prozent auf 28,0 Billionen Dollar steigern. Japan ist dabei nicht eingerechnet. Die Nordamerikaner legten um 7,8 Prozent auf 43,3 Billionen Dollar zu. "Die neue Welt wächst schneller als die alte Welt", sagte Kessler.

    Weltweit gesehen stieg das Vermögen im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf 135,5 Billionen Dollar und damit deutlich stärker als im Jahr 2011. "Asien-Pazifik ist der Treiber", erklärte der zuständige Boston-Consulting-Experte Federico Burgoni. "Und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben."/das/DP/jkr

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