DAX6.7650,0%  Dow12.845-0,1%  Euro1,3110-0,1% 
ESt502.508-0,3%  Nas2.902-0,1%  Öl115,8-0,6% 
TDax769,6-0,3%  Nikkei8.897-0,4%  Gold1.7230,2% 

Dow Jones 30 Industrial

29.07.2010 11:18

Senden

Studie: Rettung deutscher Banken kann bis zu 52 Mrd EUR kosten


   BERLIN (Dow Jones)--Die Rettung der deutschen Banken kann Bund und Länder voraussichtlich zwischen 34 und 52 Mrd EUR kosten. Das entspräche 1,4% bis 2,2% des Bruttoinlandsprodukt (BIP). Zu diesem Ergebnis kommt Finanzmarktexperte Christoph Kaserer in seiner im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellten Studie, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach würde jeder Einwohner Deutschlands durch die Bankenrettung mit 417 bis 632 EUR belastet.

   Am meisten Geld müssen Bund und Länder für die Rettung der von ihnen kontrollierten Finanzinstitute aufbringen. "Die direkten Kosten der Finanzkrise werden zu 80% bei den staatlichen Banken anfallen", sagte Kaserer, der über Finanzmanagement und Kapitalmärkte an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München lehrt. Das sei der Preis für eine schlechte Kontrolle und jahrelange Tolerierung untauglicher Geschäftsmodelle durch die Politik. Die Bankenrettungsmaßnahmen hätten zudem zu einer weiteren Erhöhung des staatlichen Anteils geführt.

   INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr forderte, dass sich die Politik als Eigentümer konsequent aus dem Bankensektor zurückziehen müsse, um das Haftungsrisiko der Steuerzahler zu minimieren. Die Finanzmarktkrise habe gezeigt, dass ein staatlich dominierter Bankensektor enorme finanzielle Risiken für die Steuerzahler in sich berge. Zudem beschränke er die Wachstums- und Innovationsdynamik des Finanzsektors. Eine so genannte Exitstrategie müsse sowohl für die Beteiligungen an ehemals privaten Instituten wie auch für die Landesbanken entwickelt werden.

 

   Als ersten Schritt schlägt der Finanzexperte Kaserer vor, die Landesbanken umzustrukturieren. Diese müssten sich auf Kernkompetenzen konzentrieren. Danach wäre der Weg für eine Privatisierung frei. Diese könne man "ergebnisoffen und diskriminierungsfrei" dem Markt überlassen. Für die ehemals privaten Banken wie die Hypo Real Estate (HRE) und Commerzbank empfiehlt der Finanzmarktexperte, die Beteiligungen über die Börse oder an einen Finanzinvestor zu veräußern.

Webseite: www.insm.de

Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122, beate.preuschoff@dowjones.com DJG/bep/apo (END) Dow Jones Newswires

   July 29, 2010 04:45 ET (08:45 GMT)

   Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 45 AM EDT 07-29-10

Kommentare zu diesem Artikel

BubbleBobble schrieb:
29.07.2010 17:03:09

Fazit:
Wieder mal eine Studie von sogenannten Finanzexperten für Finanzterroristen, um sich die eigenen Taschen füllen zu können

BubbleBobble schrieb:
29.07.2010 17:01:48

Diese Empfehlung im letzten Satz wurde bereits mit der IKB vollbracht. Das Resultat ist grottenschlecht. Weiterhin bezieht IKB Hilfen oder besser gesagt zahlt diese nicht zurück und macht weiter Verluste.

BubbleBobble schrieb:
29.07.2010 16:58:16

Desweiteren Abschaffung aller Landesbanken. Sind sowieso nur unütz und braucht kein Mensch. Sparkassen und Raiffeisenbanken reichen vollkommen aus.

BubbleBobble schrieb:
29.07.2010 16:55:42

Also wieder mal eine dumme manipulative Propagandastudie. In Wirklichkeit müssen die Reglementierungen straff angezogen werden. Z.B Verbot der Manipulation der Rohstoffmärkte...

BubbleBobble schrieb:
29.07.2010 16:53:57

man sollte aber nicht vergessen zu erwähnen, das gerade wegen der Finanzkrise der Staat gezwungen war, einige Buden unter staatlicher Kontrolle zu bringen. Stichwort HRE und Commerzbank! Beides sind Kosten, die der Privatwirtschaft zuzurechnen sind aber sich weiterhin weigern!

 Kommentar hinzufügen 
 

ANZEIGE

 

ANZEIGE

Wie investieren Sie Ihr Geld?
Ich kaufe überwiegend selbständig Aktien.
Ich investiere mein Geld hauptsächlich in Fonds.
Ich handle meistens mit Hilfe von Zertifikaten oder anderen komplexen Derivaten.
Ich interessiere mich zwar für die Börse, lasse mein Geld aber lieber auf einem Festgeld- oder Tagesgeldkonto.
Ich investiere mein Geld in Bausparverträge und Lebensversicherungen. Der Rest kommt auf ein Sparbuch.
 Abstimmen