FRANKFURT (dpa-AFX) - Die
Deutsche Telekom könnte mit dem Verkauf von Sendemasten in den USA laut einer Studie bis zu drei Milliarden US-Dollar einnehmen. Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstagabend veröffentlichte Analyse der australischen Investmentbank Macquarie. Mit Geld aus dem Verkauf von Sendemasten könnte T-Mobile USA einen möglichen Zukauf von Mobilfunk-Frequenzen bezahlen. Dieses Szenario wurde aktuell, nachdem AT&T die 39 Milliarden
Dollar schwere Übernahme der US-Sparte der Telekom unter dem Sperrfeuer dortiger Regulierer aufgegeben hatte. Die Telekom war am Morgen für einen Kommentar nicht erreichbar.
"Alle drei Mastenunternehmen haben starkes Interesse signalisiert", schreibt Macquarie-Analyst Kevin Smithen und meint damit die drei Sendemastenbetreiber American Tower, Crown Castle International und SBA Communications. Die Telekom könne mindestens 2,25 Milliarden Dollar für die Masten einstreichen, wahrscheinlich mehr, hieß es. Der Interessentenkreis könnte sich noch ausweiten. Auch die beiden Platzhirsche im amerikanischen Mobilfunkmarkt AT&T und Verizon (Verizon Communications) Wireless (Verizon Communications) könnten für das Mastennetz bieten.
Die Idee, sich von den Masten zu trennen, habe T-Mobile USA erst fallen gelassen, als AT&T im vergangenen Frühling die Gesamtübernahme auf den Tisch gelegt hat. Nun, da sie wieder vom Tisch ist, ist der Plan laut Smithen wieder aktuell./fn/jha/wiz