06.02.2013 19:16
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Studie: Zahl der Erwerbstätigen im Rentenalter verdoppelt

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    BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der Erwerbstätigen im Rentenalter steigt rasant. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach gingen im Jahr 2011 rund 759.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren einer bezahlten Beschäftigung nach. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 386.000. Rund die Hälfte sei als Selbstständige oder mithelfende Familienangehörige tätig.

 

    Das Wachstum war so prozentual so groß wie in keiner anderen Altersgruppe, berichtete DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke am Mittwoch in Berlin. Die Erwerbsquote in dieser Gruppe ist noch immer niedrig. Sie stieg innerhalb der zehn Jahre von 2,8 auf 4,6 Prozent. Die Gruppe wird nach Ansicht Brenkes in den nächsten Jahren noch größer werden.

 

    Diese Entwicklung falle dennoch nicht aus dem gesamtwirtschaftlichen Rahmen. So verschiebe sich die Altersstruktur der Beschäftigten in Deutschland immer mehr hin zu den Älteren. Auch bei den 55- bis 64-Jährigen und den 45-bis 49-Jährigen gebe es einen deutlichen Zuwachs an Beschäftigten, heißt es in der Analyse. Außerdem sei in anderen europäischen Staaten ebenfalls ein kräftiger Anstieg bei der Zahl Beschäftigter im Rentenalter festzustellen.

 

    Zwei Drittel der Erwerbstätigen ab 65 Jahren in Deutschland arbeiteten laut DIW in einer Teilzeitbeschäftigung oder einem Minijob. Finanzielle Not sei für den Großteil der Älteren wohl nicht das Hauptmotiv, das sie zur Arbeit treibe, sagte Brenke. "Rund zwei Drittel der Alten kämen auch ohne die zusätzliche Erwerbstätigkeit zurecht."/brd/DP/he

 

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