01.08.2013 14:16
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Südwest-Sparkassen warnen vor Ertragsschwund wegen niedriger Zinsen

    STUTTGART (dpa-AFX) - Die Sparkassen im Südwesten warnen vor einem Ertragsschwund durch die anhaltend niedrigen Zinsen. "Ertragsrückgänge werden unausweichlich sein, je länger die Phase geht", warnte Verbandspräsident Peter Schneider am Donnerstag in Stuttgart. Schon 2013 stellten sich die Sparkassen auf zurückgehende Erträge ein. Er sehe kein Ende dieser Phase, da es für die Staaten günstig sei, sich zu niedrigen Zinsen finanzieren zu können, sagte Schneider. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent belassen.

    Im ersten Halbjahr waren die Spareinlagen der Sparkassen zwar gestiegen. Die Dynamik gehe aber zurück, sagte Schneider. Menschen stellten Sparen wegen der niedriger Zinsen immer mehr infrage. "Konditionen für Sparprodukte deutlich über 1 Prozent Zinsen werden auf absehbare Zeit nicht machbar sein", sagte Schneider.

    Wertpapiere würden deshalb immer interessanter für die Kunden, glaubt der Sparkassenpräsident. Nach dem Einbruch des Wertpapiergeschäfts im Zuge der Finanzkrise hat sich der Wertpapierabsatz im ersten Halbjahr auf sehr niedrigem Niveau erholt.

    Auch das Kreditvolumen hatte - befeuert durch die Nachfrage nach Immobilienkrediten - auf einen neuen Rekordwert von 104,7 Milliarden Euro zugelegt. Die Zahl der Unternehmenskredite überstieg die der Darlehen an Privatpersonen leicht.

    Trotz sinkender Zinserträge, möglicher höherer Risikovorsorge für Kredite und höherer Lohnkosten rechnen die Sparkassen in diesem Jahr noch mit einem "guten Ergebnis". Schneider warnte jedoch: "Spitzenergebnisse sind nicht mehr drin." Die Bilanzsumme der Sparkassen war im ersten Halbjahr wegen eines Rückgangs im Interbankengeschäft leicht auf 172,3 Milliarden Euro gesunken./ang/DP/edh

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