Philadelphia (aktiencheck.de AG) - Der US-Konzern Sunoco Inc. will sich von seiner Raffineriesparte trennen und prüft in diesem Zusammenhang weitere strategische Optionen für die verbleibenden Geschäftsaktivitäten des Konzerns.
Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, habe man bereits den Verkaufsprozess für die beiden Raffinerien in Philadelphia und Marcus Hook (beide im US-Bundesstaat Pennsylvania) eingeleitet. Begründet wurde die Entscheidung mit der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung der Raffineriesparte, die zuletzt trotz der in den vergangenen Jahren kontinuierlich umgesetzten Effizienzverbesserungen in den betroffenen Raffinerien hinter den Erwartungen des Konzernmanagements zurückgeblieben sei. In Zukunft werde man sich auf profitablere Geschäftsfelder, wie etwa den Vertrieb oder das Logistikgeschäft konzentrieren, erklärte CEO Lynn L. Elsenhans. Sollte sich kein Käufer für die Raffinerien finden, werde man den Großteil der Raffinerien ab Juli 2012 stilllegen, teilte der Konzern weiter mit. Durch den geplanten Ausstieg aus dem Raffineriegeschäft will Sunoco den Unternehmenswert für die Aktionäre weiter erhöhen. Als Berater für den Verkauf der Raffinerie-Sparte wurde die Credit Suisse Securities (USA) LLC. engagiert.
Erst kürzlich hatte Sunoco die Abspaltung der Koks-Sparte SunCoke Energy abgeschlossen.
Im Zuge der geplanten Veräußerung der Raffinerien erwartet Sunoco im dritten Quartal Einmalbelastungen in Höhe von 1,9 bis 2,2 Mrd. US-Dollar vor Steuern. Sollte sich kein Käufer finden und eine Stilllegung der beiden Raffinerien notwendig sein, könnten sich die Einmalbelastungen um weitere bis zu 500 Mio. US-Dollar vor Steuern erhöhen. Im Zuge des Verkaufs von Öl-Lagerbeständen und weiteren Produkt-Lagerbeständen werde man nach Abschluss der Transaktion, abhängig vom jeweiligen Marktpreisniveau, einen Vorsteuergewinn von rund 2 Mrd. US-Dollar verbuchen, so der Konzern weiter.
Die Aktie von Sunoco notierte zuletzt bei 36,11 US-Dollar. (06.09.2011/ac/n/a)