Von Kirsten Bienk
Dow Jones NEWSWIRES
STUTTGART (Dow Jones)--Anders als im Vorjahr erlebt der Reiseveranstalter TUI in seinem Heimatmarkt Deutschland gegenwärtig keinen Frühbucherboom. Sorgen bereitet dies dem Management aber nicht. Familien würden nach dem Frühbucherrekord 2011 im laufenden Jahr erwartungsgemäß wieder etwas später buchen, sagte TUI-Deutschland-Geschäftsführer Volker Böttcher während der Reisemesse CMT in Stuttgart.
An der Qualität des eigenen Angebots liegt die Normalisierung der Frühbuchungen nach Einschätzung des Reiseveranstalters nicht. Die aktuellen Frühbucherprogramme würden den Kunden die gleichen Vorteile bieten. Im Vorjahr hatten Reiselustige nach ihrer Zurückhaltung im Krisenjahr 2010 ihre Urlaube besonders früh festgelegt.
Die Normalisierung im laufenden Jahr wird dennoch nicht zu einem ausgesprochenes Last-Minute-Jahr führen, dem Europas größter Reisekonzern im Krisenjahr 2010 gegenüberstand, glaubt TUI.
Eine hohe Nachfrage verzeichnet TUI derzeit nach seinen exklusiven Hotelangeboten sowie Wellness- und Gesundheitsreisen zu den Balearen, den Kanaren und in die Türkei. Viele Buchungen werden für die Kapverden erwartet, die TUI als Alternativziel für Ägypten und die Kanaren entwickelt hat. Ganz allgemein profitieren die Kanaren 2012 noch von der nachlassenden Nachfrage nach Reisen in nordafrikanische Länder.
Der Fernreiseboom hält den weiteren Angaben zufolge an. Sehr beliebte Reiseziele seien die USA, die Dominikanische Republik, die Malediven, Mauritius und die Seychellen. TUI wachse auf der Fernstrecke derzeit schneller als der Markt und gewinne Marktanteile. Besonderen Anklang bei deutschen Urlaubern finden aber auch Kroatien, Bulgarien, Russland, Polen, Ungarn und Tschechien.
TUI-Kunden buchen traditionell die meisten Reisen in den ersten beiden Monaten des Jahres. Aus diesem Grund sind Januar und Februar wichtige Indikatoren für die weitere Nachfrageentwicklung und zeigen die ersten Sommertrends an, wie TUI-Deutschland-Geschäftsführer Böttcher sagte.
- Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires,
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January 13, 2012 06:04 ET (11:04 GMT)
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