Talfahrt der Ölpreise beschleunigt sich nach schwachem US-Arbeitsmarktbericht
Nach dem sehr schwachen US-Arbeitsmarkt für den Monat Juni seien die Ölpreise weiter unter Druck geraten, sagten Händler. So war die Beschäftigung im Juni überraschend stark um 467.000 Stellen gesunken. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 363.000 Stellen erwartet. Es ist der achtzehnte Beschäftigungsrückgang in Folge. Die Arbeitslosenquote war unterdessen auf den höchsten Stand seit Mitte 1983 gestiegen. Der Konjunkturoptimismus sei in jüngster Zeit offenbar zu ausgeprägt gewesen, sagten Händler.
Die USA sind der größte Ölverbraucher der Welt und bei einer schwächeren Konjunktur sinkt auch die Nachfrage nach Rohöl. In den vergangenen Woche hatte noch die Erwartung auf eine baldige Konjunkturerholung die Preise nach oben getrieben. Dies Euphorie habe jetzt noch einen Dämpfer erhalten. "Die Ölpreise sind in den vergangenen Wochen zu stark gestiegen", sagte Dora Borbély Rohstoffexpertin bei der DekaBank. Jetzt würden auch Gewinnmitnahmen die Ölpreise belasten. Die Expertin sieht weiteres Rückschlagspotenzial für den Ölpreis./js/he


