20.01.2013 15:00
Bewerten
(0)

Tausende demonstrieren in Berlin gegen Massentierhaltung

DRUCKEN
    BERLIN (dpa-AFX) - Tausende Menschen haben während der Grünen Woche in Berlin für eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren zogen rund 25.000 Menschen am Samstag vor das Bundeskanzleramt. Die Polizei nannte keine Teilnehmerzahl. Wie in den Vorjahren protestierten die Demonstranten unter anderem gegen Massentierhaltung, Pestizid-Einsätze auf Feldern und einen wachsenden Preisdruck auf Kleinbauern. Der BUND rief dazu auf, sich nicht von der Grünen Woche blenden zu lassen. "Hinter dem schönen Schein der Messestände verbirgt sich millionenfaches Tierleid."

 

    Auf der weltgrößten Agrarmesse begrüßten die Veranstalter am Sonntagmittag die 100.000. Besucherin. Damit zeichnete sich am ersten Messe-Wochenende ein ähnlich hoher Andrang wie im Vorjahr ab, wie Sprecher Wolfgang Rogall sagte. Bis zum nächsten Sonntag (27. Januar) werden insgesamt mehr als 400.000 Besucher erwartet. "Das ist der übliche starke Auftakt", sagte Rogall am dritten Messetag in den Hallen am Funkturm . "Die Besucher naschen sich hier durch die Länder."

 

    Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, forderte unterdessen vor dem Kanzleramt neue Weichenstellungen in der Agrarpolitik. Bauern- und kirchliche Hilfswerke kritisierten, die Liberalisierung der Agrarmärkte bedrohe bäuerliche Betriebe und die Existenz vieler Bauernfamilien in den armen Ländern. Neben Umwelt-, Tier- und Verbraucherschützern waren auch zahlreiche Landwirte zu der Demonstration gekommen. Rund 70 Traktoren fuhren durch die Hauptstadt.

 

    Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) wies die Kritik der Demonstranten als "abwegig" zurück. Wer eine Agrarwende fordert, muss sehen, was Deutschland hier schon geleistet hat: Wir sind bei der Ökologisierung der Landwirtschaft weiter als die meisten Staaten Europas." Bei einer Konferenz am Rande der Grünen Woche sprach sich Aigner mit Regierungsvertretern aus rund 80 Ländern dafür aus, mehr in die Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu investieren.

 

    In Deutschland kommen immer mehr Lebensmittel aus Polen auf den Markt, vor allem Geflügelfleisch, Obstsäfte, geräucherter Fisch, Kekse und Waffeln, wie das polnische Landwirtschaftsministerium am Samstag auf der Grünen Woche mitteilte. 2012 Jahr stiegen die polnischen Agrar-Ausfuhren nach Deutschland bis Ende Oktober um elf Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro./ax/DP/he

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

Rekordverlust und Allzeittief für GroKo-Parteien: DAX nach Bundestagswahl kaum bewegt -- Ifo-Geschäftsklima trübt sich ein -- Wem gehören eigentlich die meisten Bitcoins? -- E.ON, RWE im Fokus

Lufthansa steigen auf höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren. Voltabox will bei Börsengang 150 Millionen Euro erlösen. Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller. ABB kauft GE Industrial Solutions für 2,6 Milliarden US-Dollar. Irak fordert andere Länder auf - Kein Öl der Kurden kaufen.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Scout24 AGA12DM8
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Bitcoin Group SEA1TNV9
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
Nordex AGA0D655
Siemens AG723610