Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Wachstumswerte setzen am letzten Handelstag der Woche die Talfahrt vom Vortag fort, wenngleich auch in stark abgeschwächtem Tempo. So verliert der
TecDax aktuell 0,39 Prozent und notiert bei 845,93 Zählern. Am Nachmittag stehen in den USA neben Immobiliendaten auch der Erzeugerpreisindex sowie die Verbraucherstimmung der Universität Michigan auf dem Terminplan.
Papiere von GPC Biotech stehen im morgendlichen Handel mit knapp 4 Prozent im Plus und markieren damit die Indexspitze. Zuvor meldete der Biotechnologiekonzern, dass er einen Zulassungsantrag für Satraplatin bei der US-Zulassungsbehörde FDA abgeschlossen hat. Daneben greifen die Investoren erneut bei QIAGEN zu, der Wert gewinnt momentan 1,7 Prozent. Grüne Vorzeichen prägen das Bild zudem bei Drägerwerk und SINGULUS.
Solarwerte befinden sich indes weiter unter Druck. SOLON bröckeln um 2 Prozent, Q-Cells um 1 Prozent und Conergy um 0,6 Prozent ab. Ferner trennen sich die Anleger verstärkt von MorphoSys und Tele Atlas.
Der Biotechnologiekonzern GPC Biotech AG meldete heute, dass er die schrittweise Einreichung des Zulassungsantrags (Rolling NDA) für Satraplatin in Kombination mit Prednisone zur Zweitlinien-Chemotherapie von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs bei der US-Zulassungsbehörde FDA abgeschlossen hat. Das Unternehmen reichte mit der klinischen Dokumentation den dritten und damit letzten Teil des Zulassungsantrags ein. Diese Sektion setzt sich hauptsächlich aus den klinischen Daten der Phase-3-Zulassungsstudie SPARC zusammen. Die Studie rekrutierte 950 Patienten und zeigte eine statistisch hoch signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens. Die FDA wird innerhalb von 60 Tagen entscheiden, ob der Zulassungsantrag den regulatorischen Anforderungen genügt und zur Prüfung angenommen wird. Das Unternehmen wird innerhalb dieser Frist ebenfalls darüber informiert, ob dem Antrag ein beschleunigtes Prüfverfahren (Priority Review) zugesprochen wurde. Der Medikamentenkandidat Satraplatin gehört zur Medikamentenklasse der Platinderivate, die in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil moderner Chemotherapien bei der Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen wurden. Im Gegensatz zu den derzeit verfügbaren Vertretern dieser Wirkstoffklasse, die alle intravenös verabreicht werden müssen, können Patienten Satraplatin als Kapsel zu Hause einnehmen.
Das Biotechnologie-Unternehmen MediGene AG (ISIN DE0005020903/ WKN 502090) teilte heute mit, dass ihm vom Europäischen Patentamt ein Patent für den Medikamentenkandidaten EndoTAG-1 erteilt wurde. Der Schutz umfasst die Substanz EndoTAG-1, die MediGene als Medikament gegen unterschiedliche Krebserkrankungen entwickelt. MediGene hatte die exklusiven Rechte an dem Patent mit der Nummer EP 1 210 065 von der University of California San Francisco lizenziert. Weitere Patente zum Herstellungsprozess und zur Verabreichung des Medikaments wurden von der MediGene AG bereits angemeldet. Darüber hinaus verfügt MediGene über mehrere Patente zur EndoTAG-Technologie im Allgemeinen.
Die FORTEC Elektronik AG (ISIN DE0005774103/ WKN 577410) meldete heute, dass sie im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006/07 wieder ein neues Rekordergebnis erreicht hat. Demnach erhöhte sich der Umsatz auf 20,0 Mio. Euro, nach 16,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg von 1,18 Mio. Euro auf 1,23 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern nahm von 693.443 Euro auf 755.507 Euro zu. Das operative Ergebnis wurde von 154.525 Euro auf 689.746 Euro vervierfacht, während sich der operative Cash-Flow von 1,5 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro mehr als verdoppelt hat. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte sowohl der Auftragseingang nach 9,9 Mio. Euro im Vorquartal auf nun 10,2 Mio. Euro als auch der Umsatz nach 9,1 Mio. Euro im ersten Quartal auf 10,9 Mio. Euro gesteigert werden. (16.02.2007/ac/n/m)