Am späten Vormittag verliert der Index weitere 0,6 Prozent auf 785 Punkte. Der Technologiewerte-Index entfernte sich damit weiter von der 800-er Marke, die am Vortag im Sog neuer Sorgen um die Haushaltslage südeuropäischer Staaten gefallen war. Zwischenzeitlich hatte er aber noch deutlichere Verluste erlitten.
Nach den bereits bekannten Eckdaten konnten die Aktien von Drägerwerk (Draegerwerk vz) nicht von den endgültigen Zahlen profitieren. Der Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik hat im Auftaktquartal nach einem Verlust von 0,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum wieder kräftig verdient. Nach Ansicht der Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz resultierten daraus aber keine neuen Impulse, so dass sich die Aktien dem Markttrend nicht entziehen konnten und um deutliche 1,92 Prozent auf 50,15 Euro nachgaben.
Auf den Verkaufslisten tauchten insbesondere Unternehmen der alternativen Energien auf. Phoenix Solar brachen um 6,33 Prozent auf 25,30 Euro ein und Nordex gaben 3,74 Prozent auf 7,135 Euro ab. Auch Solarworld (SolarWorld), Q-Cells und die im Sektor tätigen Maschinenbauer Manz Automation und Centrotherm (centrotherm photovoltaics) gehörten zu den größeren Verlierern.
Am Ende des TecDax setzten Dialog Semiconductor den Ende April eingeschlagenen Abwärtstrend fort und erlitten mit 8,12 Prozent auf 9,85 Euro die deutlichsten Abgaben. Aktien von Pfeiffer Vacuum (Pfeiffer Vacuum Technology) konnten dagegen an die Gewinne des Vortags anknüpfen und waren mit plus 0,45 Prozent auf 58,26 Euro unter den wenigen Gewinnern zu finden. Der Spezialpumpen-Hersteller hatte am Dienstag zwar schwache Zahlen fürs erste Quartal vorgelegt, Unternehmenschef Manfred Bender hält die Krise aber wegen anziehender Auftragseingänge für überwunden. (dpa)
Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum