Von Sam Schechner und Archibald Preuschat
BARCELONA--Der Börsengang des Mobilfunkanbieters O2 in Deutschland könnte Schule machen. Nun kündigte France Telecom an, den gemeinsam mit der Deutschen Telekom geführten britischen Mobilfunkanbieter EE möglicherweise an den Kapitalmarkt zu bringen. Ein solcher Schritt werde gerade geprüft und könne Ende kommenden Jahres erfolgen, sagte der Finanzvorstand des französischen Konzerns, Gervais Pellissier.
Dabei würde wie im Falle der Telefonica-Tochter O2 nur ein Teil des Mobilfunkanbieters an die Börse kommen. Die Kontrolle über das Joint Venture wollten France Telecom und ihr deutscher Partner behalten, sagte der Manager. "Es gibt den starken Willen der Anteilseigner, die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten. Wir wollen einen Kontrollanteil, was bedeutet, dass es Ende nächsten Jahres Raum für etwas gibt", sagte Pellissier kryptisch.
Bei der Telekom war kurzfristig keine Stellungnahme zu den Aussagen des französischen Partners zu bekommen. EE ist in Großbritannien der nach Umsatz größte Mobilfunkanbieter. Telekomkonzerne ächzen unter einer hohen Schuldenlast und müssen gleichzeitig große Investitionen in den Ausbau der Netze stecken. Deshalb war Telefonica vorgeprescht und hatte einen Minderheitsanteil ihrer Deutschland-Tochter für einen Milliardenbetrag in Frankfurt an die Börse gebracht.
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November 15, 2012 13:30 ET (18:30 GMT)
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