DÜSSELDORF (Dow Jones)--Im Streit um den vermeintlichen Provisionsbetrug mit der
Deutschen Telekom gießt jetzt der Mobilfunkvertreiber Drillisch
Öl ins Feuer. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittele gegen den Telekom-Vorstand Manfred Balz wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation, teilte das TecDAX-Unternehmen aus Maintal am Montag mit. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Hanau, die das Verfahren an die Frankfurter Kollegen aus Zuständigkeitsgründen abgegeben hat, hat
Drillisch selbst Anzeige erstattet, was den Ermittlungszwang zur Folge habe.
Vor drei Wochen hatte die Deutsche Telekom AG ihrem Vertriebspartner vorgeworfen, mit Scheinkunden bei "mehreren zehntausend Mobilfunkanschlüssen" betrogen und sich damit Provisionen in einstelliger Millionenhöhe erschlichen zu haben. Die Zusammenarbeit wurde fristlos beendet und Strafanzeige gestellt. Drillisch wies seinerzeit den Vorwurf "entschieden" zurück, doch der Aktienkurs brach zwischenzeitlich um 60% ein und liegt heute immer noch um über ein Viertel unter dem Niveau vor dem Bekanntwerden der Vorwürfe.
Ein Sprecher der Deutschen Telekom bekräftigte am Montag die Vorwürfe des Konzerns gegen Drillisch. "Wir halten am Betrugsvorwurf fest und weisen die Gegenvorwürfe entsprechend zurück", sagte er.
Die Drillisch AG wollte über die Mitteilung hinaus keine Angaben machen und bat mit der Bekanntmachung des Ermittlungsverfahrens darum, von Rückfragen abzusehen.
-Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires;
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November 28, 2011 08:28 ET (13:28 GMT)
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