von Jörg Bernhard
Am Mittwoch wird der Halbleiterhersteller Infineon über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2012 berichten. Aus charttechnischer Sicht verlief der Januar bislang ausgesprochen freundlich. Seit dem Jahreswechsel verteuerte sich der Technologiewert um über 22 Prozent und überwand mittlerweile sogar die 200-Tage-Linie. Deren Abwärtstrend verflacht zusehends – ein Drehen nach oben wäre für Charttechniker ein eindeutig positives Signal. Nun heißt es: Nachlegen. Am besten mit guten Quartalszahlen. Der Tenor der Analysten ist bezüglich der Aktie überwiegend bullish. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 7,25 Euro und übertrifft damit den aktuellen Aktienkurs um lediglich zwei Prozent. Mitte November prognostizierte das Management für das erste Quartal einen Umsatzrückgang von etwa 10 Prozent sowie eine Gesamtsegmentergebnis-Marge in Höhe von 13 bis 14 Prozent vom Umsatz. Ein Übertreffen dieser Kennziffern oder eine Anhebung des Ausblicks für die Zukunft könnte den Impuls für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends liefern.
Deutsche Bank: Wachsende Unsicherheit
Am Donnerstag wird zum letzten Mal Josef Ackermann die Unternehmenszahlen der Deutschen Bank präsentieren. Angesichts der Schuldenkrise dürfte die ursprüngliche Zielvorgabe in Höhe von 10 Milliarden Euro beim Vorsteuerergebnis deutlich unterschritten werden – die europäische Schuldenkrise lässt grüßen. Vor allem im Investmentbanking drohen erhebliche Gewinneinbußen, während sich das Privatkundengeschäft als starke und vor allem stabile Säule erweisen dürfte. Ein hohes Maß an Spannung verspricht auch die Charttechnik. Im Bereich von 33 Dollar verläuft nämlich ein Widerstand, an dem der DAX-Wert in den vergangenen vier Monaten bereits zweimal abgeprallte. Trotz anhaltender Unsicherheit halten die meisten Analysten den Finanzwert für kaufenswert. Die abgegebenen Kursprognosen reichen von 30 Euro (Citigroup) bis 52 Euro (RBS) und ergeben einen Mittelwert von 37,46 Euro (aktuell: 33,51 Euro).
Bildquellen: Deutsche Bank AG