22.02.2013 09:22
Bewerten
 (0)

Air France-KLM schreibt tiefrot

Der harte Sparkurs hat die Fluggesellschaft Air France-KLM noch tiefer in die roten Zahlen gerissen.
Auch wegen hoher Abfindungen stand im abgelaufenen Jahr unter dem Strich ein Minus von knapp 1,2 Milliarden Euro. Im operativen Geschäft führte der Abbau von 3.300 Arbeitsplätzen hingegen zu einer leichten Verbesserung, wie der angeschlagene Lufthansa-Konkurrent am Freitag in Paris mitteilte. Der operative Verlust verringerte sich von 353 Millionen auf 300 Millionen Euro, obwohl das Unternehmen fast 900 Millionen Euro mehr für Treibstoff ausgeben musste.

Damit schnitt das französisch-niederländische Unternehmen immer noch besser ab als von Analysten erwartet. Anleger nahmen die Nachrichten positiv auf. Zum Handelsstart legte das Papier um 1,72 Prozent auf 8,47 Euro zu.

Insgesamt schlug der Konzernumbau mit 471 Millionen Euro zu Buche. Die Treibstoffrechnung wuchs um 14 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Zumindest diese Belastung konnte Air France-KLM mittels Personalkürzungen und höherer Ticketpreise auffangen. Zudem waren die Maschinen des Konzerns besser ausgelastet: Während das Flugangebot um 0,6 Prozent wuchs, legte die Zahl der Fluggäste um rund zwei Prozent auf 77,4 Millionen zu. Der Umsatz wuchs dabei um fünf Prozent auf 25,6 Milliarden Euro.

Finanzchef Philippe Calavia sieht die Geschäftspolitik des Managements im allgemeinen Konjunkturabschwung durch die Ergebnisse bestätigt. Auch 2013 will Air France-KLM daher nur vorsichtig wachsen. Für Unternehmenschef Jean-Cyril Spinetta ist das laufende Jahr entscheidend für die Rückkehr in die Gewinnzone. Die Kosten und die Schulden sollen weiter sinken. Eine Ergebnisprognose für 2013 wagte das Management nicht. Dafür sei das wirtschaftliche Umfeld schlicht zu unsicher, sagte Calavia. Zudem soll der Schuldenberg weiter schrumpfen. Im vergangenen Jahr sanken die Nettoschulden bereits um 500 Millionen auf 6 Milliarden Euro.

Wie viele Konkurrenten in Europa versucht Air France-KLM mit einem harten Sparkurs gegen die Verluste anzusteuern. Insgesamt sollen 5.000 Stellen bei Air France und 1.300 bei der niederländischen KLM wegfallen. Ob das bis zum Jahr 2015 angelegte Sparprogramm nur die Verluste verringert oder zu einem Gewinn führt, hänge von den Treibstoffkosten und der Entwicklung der Weltwirtschaft ab, sagte Finanzchef Calavia. Außerdem setzt der Konzern auf ein neues Billigkonzept: Unter der Billigmarke "Hop!" treten die Regionalfluglinien von Air France-KLM ab Ende März gegen Konkurrenten wie Ryanair und Easyjet an.

Mit dem radikalen Umbau steht Air France-KLM nicht alleine. Auch die Lufthansa, Air Berlin, die spanischen IAG-Tochter Iberia und die skandinavische SAS bauen ihr Geschäft um und streichen Arbeitsplätze. Insgesamt stehen bei den europäischen Fluglinien mehr als 10.000 Jobs auf der Kippe.

PARIS (dpa-AFX) - /stw/jha/fbr

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Air France-KLM

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Air France-KLM

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
10:41 UhrAir France-KLM buyGoldman Sachs Group Inc.
20.01.2015Air France-KLM UnderweightBarclays Capital
16.01.2015Air France-KLM UnderperformCredit Suisse Group
14.01.2015Air France-KLM UnderperformJefferies & Company Inc.
12.01.2015Air France-KLM NeutralUBS AG
10:41 UhrAir France-KLM buyGoldman Sachs Group Inc.
22.12.2014Air France-KLM buyGoldman Sachs Group Inc.
22.12.2014Air France-KLM overweightHSBC
28.10.2014Air France-KLM overweightJP Morgan Chase & Co.
28.10.2014Air France-KLM buyGoldman Sachs Group Inc.
12.01.2015Air France-KLM NeutralUBS AG
22.12.2014Air France-KLM HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
19.12.2014Air France-KLM neutralS&P Capital IQ
03.11.2014Air France-KLM HoldCommerzbank AG
28.10.2014Air France-KLM HoldDeutsche Bank AG
20.01.2015Air France-KLM UnderweightBarclays Capital
16.01.2015Air France-KLM UnderperformCredit Suisse Group
14.01.2015Air France-KLM UnderperformJefferies & Company Inc.
08.12.2014Air France-KLM ReduceNomura
27.10.2014Air France-KLM UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Air France-KLM nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Air France-KLM Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt nach Allzeithoch sehr stark -- Alexis Tsipras als griechischer Regierungschef vereidigt -- ifo-Index mit drittem Anstieg in Folge -- SAP, Fresenius im Fokus

Opel kündigt 39 Bochumer Beschäftigten. Mattel-Chef geht nach Gewinneinbruch. Euro reagiert nur kurz mit Verlusten auf Griechen-Wahl. Schwache Ölpreise helfen Lufthansa auf Sechsmonatshoch. Tsipras legt Amtseid als griechischer Regierungschef ab.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?