Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden, dass künftig auch andere Hersteller Kaffeekapseln für die Nespresso-Maschinen anbieten dürfen – auch, wenn sie von der Nestlé-Tochter nicht offiziell abgesegnet worden sind. Die Kaffeekapsel sei nicht das funktionale „Herzstück“ der Maschine, so die Begründung der Richter. Wie beim Dauerzwist zwischen Apple und seinen Rivalen geht es im Streit um die Nespresso-Kapsel um Patente – und um einen lukrativen Markt, der durch äußerst geschicktes Marketing aufgebaut wurde.
Ganz wie bei dem Unternehmen aus Cupertino basiert die Marketingstrategie für Nespresso auf dem Prinzip der Zugehörigkeit zu einer auserwählten Gruppe: Bei Nespresso kauft man nicht nur schnöde Kaffeekapseln. Man wählt aus dem Sortiment der „Grands Crus“ - übrigens in bester Gesellschaft mit Markenbotschafter George Clooney. Der trinkt immerhin schon seit 2006 Nespresso-Kaffee, zu sehen in etlichen mit weiteren Prominenten bestückten Werbekampagnen.
Wer sich in eine „Nespresso-Boutique“ verirrt – in Deutschland nur in zehn Städten jeweils in bester Lage zu finden – tut gut daran, sich auf längeres Schlangestehen einzustellen. Derweil kann der Erstkunde schon mal versuchen, sich in dem bunten Gewirr der Kaffeekapseln zurechtzufinden. Oder die anderen Coffeeteers bei ihrer Fachsimpelei belauschen. Volluto, Arpeggio oder doch den Kaffee der Saison? Welchen Stärkegrad, welches Aroma, Ristretto, Lungo oder ... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de
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