In Europas Schuldendickicht lauern noch reichlich Gefahren

Von STEPHEN FIDLER
Mario Draghis Fingerschnipsen für Europas Finanzmärkte hat sich als mehr als eine Eintagsfliege herausgestellt. Sein Versprechen, wonach die Europäische Zentralbank zum Kauf von Staatsanleihen stehe, hat die Bären einstweilen aus den europäischen Wäldern vertrieben.
Die Kosten für die Schuldenaufnahme Spaniens und insbesondere Italiens haben sich seither drastisch verbilligt. Sollten sich die jetzigen Renditen für diese beiden großen Volkswirtschaften als nachhaltig erweisen, würde die Eurokrise auf leichter zu handhabende Proportionen schrumpfen. Bären jedoch sind nicht dafür bekannt, sehr ängstlich zu sein. Ein paar mögliche Entwicklungen könnten sie schnell wieder auf den Plan rufen.
Eine Gefahr ist, dass die aktuelle Entspannung den Druck zu handeln entweichen lässt. Seit Ausbruch der Krise haben die europäischen Regierungen Atempausen wie die, als Draghi zur Jahreswende seine billigen Riesenkredite auf den Markt warf, dazu genutzt, nur noch äußerst wenig zu tun. Das ist der Kummer der von der Sparpolitik erschöpften Länder und ihrer reichen Brüder, die die Kredite schultern.
Die Führer der Eurozone haben im Juni zugesichert, sie würden künftig schwache Banken davon abhalten, ganze Staaten ins Straucheln zu bringen. Dies sollte erreicht werden, indem ... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de
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