
MADRID - Rückstellungen für Immobilienkredite ließen den Gewinn im vierten Quartal fast komplett wegschmelzen. Der Nettogewinn brach demnach um 98 Prozent auf 47 Millionen Euro ein. Im Vorjahr hatte die Bank noch 2,1 Milliarden verdient. Analysten hatten im Konsens zwar einen Rückgang erwartet, aber immer noch mit stolzen 1,7 Milliarden Euro gerechnet. Im Schlussquartal schrieben die Spanier 1,8 Milliarden Euro auf heimische Immobilienbeteiligungen ab. Gleichzeitig bildeten sie zusätzliche Rückstellungen für notleidende Immobilienkredite. "Großreinemachen" kommt gut an "Es macht Sinn, jetzt einen Großputz zu machen", sagte Juan Pablo Lopez, Analyst bei der Espirito Santo. "Der Markt schätzt Schritte zur Stärkung der Kapitalbasis derzeit mehr als hohe Gewinne." Mit den hohen Abschreibungen habe die Bank "klar Schiff" gemacht. Das Nettozinseinkommmen sei höher als erwartet ausgefallen. In der Tat: Das Zinsergebnis - Hauptertragsquelle der Bank - wuchs schneller als in den Vorquartalen und erreichte knapp 8 Milliarden Euro. Analysten hatten hier nur mit 7,72 Milliarden Euro gerechnet. Das Kreditportfolio stieg um 4 Prozent. Eine höhere Darlehensvergabe in Lateinamerika konnte die sinkende Nachfrage in Europa ausgleichen. Die Spareinlagen legten um 3 Prozent zu.
Santander verdient in Lateinamerika am meisten. Im Gesamtjahr fiel der Konzerngewinn ...
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