Das Schlamassel um den Börsengang des sozialen Netzwerks Facebook dauert an. Am Dienstag holte die Schweizer Großbank
UBS zu einer neuen Attacke gegen den Betreiber der US-Börse Nasdaq aus. Nach Ansicht der Bank ist die Börse Schuld daran, dass UBS im zweiten Quartal dieses Jahres erheblich weniger Gewinn gemacht hat.
Nasdaq OMX Group habe den Börsenstart von Facebook am 18. Mai „grob falsch gehandhabt", empörte sich die Bank, die jetzt einen Rechtsprozess anstrebt, um für all ihre Verluste aus dem verpatzten Facebook-Debüt entschädigt zu werden. Diese belaufen sich nach Angaben der Bank auf 356 Millionen US-Dollar und liegen damit fast sechs Mal so hoch wie die 62 Millionen Dollar, mit denen die Nasdaq Händler und Anleger für die technische Panne beim Facebook-IPO entschädigen will.
Ein Börsensprecher wollte am Dienstag die Lage der UBS im Einzelnen nicht kommentieren. In der vergangenen Woche aber hatte Robert Greifeld, der Vorstandschef der Nasdaq, gesagt, der Entschädigungsplan stehe „endgültig" fest. Die Börse lege auch kein Extrageld für mögliche Gerichtsverfahren zurück. Eine Facebook-Sprecherin lehnte einen Kommentar ab.
Der eskalierende Streit zwischen der Großbank UBS und der Börse Nasdaq ist der vorläufige Höhepunkt des ... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de