Von TIERNAN RAY
Der Apple-Mitbegründer Steve Jobs war zu seinen Lebzeiten immer für ein griffiges Zitat gut. Einige seiner besten Sprüche sind aber immer noch viel zu unbekannt. "Aus der Wall Street bin ich noch nie schlau geworden", lautete einer seiner Kommentare im Juni 2008. Jobs fasste damit kopfschüttelnd das wilde Auf und Ab der Apple-Papiere zusammen. Die Aktien waren um 40 Prozent gegenüber ihren historischen Höchstständen abgestürzt, nur um danach wieder um sechzig Prozent nach oben zu schnellen.
Jobs hatte gerade die zweite Version des iPhone vorgestellt. Doch im Vorfeld des Ereignisses hatten Zweifler die Besorgnis gesät, das neue Modell würde der Firma niedrigere Gewinnmargen als der Vorgänger einbringen. Jobs Antwort an die Bedenkenträger: Wenn ein Unternehmen bei seinem Leisten bleibt und großartige Produkte schafft, "kommt die Wall Street letztendlich auch zum richtigen Ergebnis". Und das trifft wahrscheinlich auch in der Ära nach Jobs zu.
Laut Jim Cramer vom US-Sender CNBC handelte es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Verkäufer von Apple-Aktien um Investoren mit umfangreichen Kapitalerträgen. Sie versuchten, sozusagen in einem "umgekehrten Januar-Effekt", im neuen Jahr höhere Steuersätze zu vermeiden. Ob das stimmt oder nicht, sei dahingestellt - und Jack merkt an, dass es keine eindeutigen Beweise dafür gibt, dass die Beobachtung richtig ist. Auf jeden Fall sehen die Apple-Aktien nach Jacks Überzeugung bei 509,59 Dollar, und damit um 30 Prozent unter ihrem historischen Hoch, attraktiv aus. Recht hat er: Die Aktien des Unternehmens dürften sich erholen. Denn Apple konzentriert sich wieder auf das, was die Firma am besten kann: Die Herstellung großartiger Geräte, mit denen sich jede Menge Geld verdienen lässt.
Vor dem Verfall hatten viele zugekauft, die auf das schnelle Geld aus waren ... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de
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