Tiefer Glaube hier, Ungläubigkeit dort.
So in etwa könnte man die Gefühle von Apple-Fans beschreiben, wenn wieder einmal die Berichtssaison ansteht. Ihr Lieblingsunternehmen wird dann unter dem Mikroskop seziert, während Amazon – ein anderer Tech-Gigant – einen Persilschein für schwache Ergebnisse zu haben scheint.
Dass Anleger anscheinend mit zweierlei Maß messen, ist für Apple-Fans ärgerlich: Der iPhone-Hersteller hat seinen Betriebsgewinn im dritten Quartal um 35 Prozent gesteigert. Das ist wesentlich besser als die zwei Prozent von Amazon, die noch dazu als „Pro forma"- Ergebnis verkleidet daherkommen.
Noch viel ärgerlicher ist aber ein Blick auf die Bewertung der beiden Aktien. Hier zeigt sich nämlich, dass Apple – unter Abzug seines Kassenbestandes von 122 Milliarden Dollar – an der Börse aktuell etwa für das Zehnfache der erwarteten Gewinne gehandelt wird. Die Amazon-Aktie kommt gleichzeitig auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von weit über 100.
Dass die Gewinnchancen der beiden Unternehmen so unterschiedlich beurteilt werden ...Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de
Bildquellen: Amazon