18.01.2013 10:39
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ThyssenKrupp-Aufsichtsrat verzichtet auf die Hälfte seiner fixen Vergütung

   Von Hendrik Varnholt

   BOCHUM--Die amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats von ThyssenKrupp machen angesichts des Debakels im amerikanischen Stahlgeschäft finanzielle Zugeständnisse. Sie verzichten auf die Hälfte ihrer festen Vergütungen für das vergangene Geschäftsjahr, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Gerhard Cromme, zu Beginn der Hauptversammlung. Die Fehlentwicklung in der Sparte Steel Americas mache den gesamten Aufsichtsrat betroffen, sagte er.

   Cromme bezeichnete den Verzicht auf die Hälfte der fixen Ausichtsratsvergütungen als "Geste unserer Betroffenheit und Solidarität" mit den Aktionären. Für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012 hatten die Aufsichtsratsmitglieder nach früheren Angaben eine feste Vergütung von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro erhalten sollen.

   ThyssenKrupp hatte für das vergangene Geschäftsjahr einen Verlust von 5 Milliarden Euro ausgewiesen. In dem Betrag ist eine Abschreibung von 3,6 Milliarden Euro auf die amerikanischen Stahlwerke enthalten. ThyssenKrupp stieß vor allem beim Bau der Anlagen in Brasilien auf technische Schwierigkeiten. Planabweichungen verursachte auch die Finanzkrise, die die Nachfrage im potenziellen Abnehmerland USA einbrechen und die Kosten in Brasilien steigen ließ. Aufgrund der hohen Abschreibungen will ThyssenKrupp zum ersten Mal in seiner Geschichte keine Dividende ausschütten.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/hev/mgo

   (END) Dow Jones Newswires

   January 18, 2013 04:08 ET (09:08 GMT)

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