ESSEN/BERLIN (dpa-AFX) -
ThyssenKrupp sieht seinen im Zusammenhang mit den Kartellverstößen im Schienengeschäft unter Druck geratenen Stahlvorstand Edwin Eichler entlastet. Zwei interne Gutachten kämen zu dem Ergebnis, dass der Manager keine Pflichtverletzung begangen habe, teilte der Stahl- und Industriegüterkonzern am Mittwoch in Essen mit. Sowohl die Anwaltskanzlei Freshfields als auch der Münchener Strafrechtsexperte Klaus Volk sähen keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten Eichlers.
Der Aufsichtsrat des Dax(DAX)-Konzerns hatte die Gutachten in Auftrag gegeben, nachdem der Vorwurf aufgekommen war, Eichler sei Hinweisen auf das Schienenkartell in den Jahren 2004 bis 2006 nicht ausreichend nachgegangen. Die damals eingeleiteten Untersuchungen waren folgenlos geblieben, das Kartell flog erst im vergangenen Jahr auf. Das Bundeskartellamt hat ThyssenKrupp bereits zu einer Strafe von 103 Millionen Euro verdonnert. Zwölf Mitarbeitern hat der Konzern im Zusammenhang mit der Geschichte gekündigt./enl/kja