THYSSENKRUPP VS. SALZGITTER
Im Zentrum der Vorwürfe steht die GfT Bautechnik, an der
Salzgitter bis vor einem Jahr beteiligt war und die exklusiv die Spundwände der Niedersachsen vertrieben hatte. Bei einer Prüfung im Sommer 2011 sei Salzgitter aufgefallen, dass der Ruhrkonzern zu wenig Geld an die Niedersachsen für die Lieferung dieser Stahlprodukte überwiesen habe, erfuhr das "Handelsblatt" (Montagausgabe) aus Branchenkreisen.
Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann sei nach Informationen der Wirtschaftszeitung darüber sehr erzürnt gewesen, was er bei einem Spitzentreffen im August 2011 auch ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger gesagt habe. Die beiden einigten sich darauf, die Zusammenarbeit zu beenden. ThyssenKrupp übernahm die verbliebenen 30 Prozent der GfT Bautechnik und zahlte zudem einen Ausgleich für mögliche Falschabrechnungen, wie es in den Kreisen heißt. In Summe war dies dem Bericht zufolge ein zweistelliger Millionenbetrag.
ThyssenKrupp bestätigte laut dem Bericht, dass Salzgitter die Betrugsvorwürfe vorgebracht hatte. Die Angelegenheit sei aber einvernehmlich gelöst worden, wird ein Sprecher zitiert. Salzgitter lehnte einen Kommentar ab.
Die Bildquellen: Salzgitter AG