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07.08.2012 21:09

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ThyssenKrupp will wegen Schienenkartells gegen Ex-Manager vorgehen

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    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Stahlkonzern ThyssenKrupp will wegen der Kartellvorwürfe beim Schienenverkauf Schadenersatz vom einst zuständigen Bereichsvorstand fordern. Inzwischen lägen "erweiterte interne Erkenntnisse sowie der Bußgeldbescheid des Bundeskartellamts" vor, so dass ThyssenKrupp bei dem früheren Manager Schadensersatz geltend mache, teilte Unternehmenssprecher Alexander Wilke am Dienstagabend auf dpa-Anfrage mit. "Dies schließt die gerichtliche Geltendmachung unserer Ansprüche ein."

 

    Wie das "Handelsblatt" (Mittwoch) berichtet, hatte der Bereichsvorstand im Juni 2011 bei Vertragsauflösung 3,3 Millionen Euro erhalten. Ohne die Zahl zu bestätigen, teilte Wilke dazu mit: "Die Trennung erfolgte aufgrund der damaligen Kenntnisse zum Schienenkartell im Wege einer Aufhebungsvereinbarung." Der betroffene Manager habe im Juni 2011 "die politische Verantwortung für das Schienenkartell übernommen und das Unternehmen verlassen".

 

    ThyssenKrupp handelt über die Tochter GFT Gleistechnik mit Schienen. Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass zahlreiche Unternehmen der Branche - darunter die GFT Gleistechnik - mindestens seit 1998 unter dem Namen "Schienenfreunde" Preise illegal abgesprochen haben sollen./kie/DP/he

 

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