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03.01.2012 21:34

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TIPPS DER ANALYSTEN

Neue Einschätzungen zu Aixtron, BMW und Daimler

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Analysten: Neue Einschätzungen zu Aixtron BMW und Daimler
Die europäischen Analysten haben ihre Einschätzungen und Kursziele für verschiedene Unternehmen überarbeitet. Ein aktueller Überblick auf finanzen.net.

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 03.01.2012

 

AIXTRON

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Aixtron nach Presseberichten über anhaltende Überkapazitäten bei der LED-Produktion auf "Reduce" mit einem Kursziel von 9,00 Euro belassen. Er gehe auch davon aus, dass es zumindest in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2012 zu keinem wesentlichen Umschwung auf dem LED-Markt kommen wird, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Dienstag. Nach dem starken Auftragseinbruch im dritten Quartal habe der Ausrüster für die Halbleiterindustrie bisher auch keine Andeutungen im Hinblick auf eine mögliche Verbesserung der Auftragslage gemacht.

 

BAYER

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Bayer auf "Buy" mit einem Kursziel von 59,00 Euro belassen. Die Forschungs- und Entwicklungsproduktivität der Pharmaunternehmen - die zuzunehmen scheine - bleibe ein wichtiger Kurstreiber, zumal das Potenzial der Medikamenten-Pipelines teilweise nicht eingepreist sei, schrieb Analyst Tim Race in einer Branchenstudie vom Dienstag. Mit Blick auf die Innovation zähle Bayer zu seinen Auswahltiteln unter den großen Pharmawerten. Angesichts einer Reihe marktreifer oder fast marktreifer Medikamente wie Xarelto und Alpharadin und vergleichsweise geringer Entwicklungsrisiken zähle Bayer zu den Werten im Sektor, die am stärksten vom Verkaufsstart von Produktneuheiten profitieren könnten.

 

BMW

 

    DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat BMW nach einem Presseinterview mit Finanzvorstand Friedrich Eichiner in der "Süddeutschen Zeitung" auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 70,00 Euro belassen. Die recht optimistischen Aussagen im Hinblick auf die Wachstumsdynamik im Automobilsektor überraschten angesichts der Erwartung eines deutlich schwierigeren Autojahres 2012 positiv, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer Studie vom Dienstag. Der Premiumhersteller sei auf Grund seiner finanziellen Reserven, dem innovativen Produktportfolio und der verbesserten Flexibilität bei den Produktionsabläufen sicherlich wesentlich besser positioniert als noch im Krisenjahr 2008. Trotzdem schätze er aber die Aussichten etwas weniger optimistisch ein als das Management des Automobilbauers.

 

BMW

 

    FRANKFURT - Independent Research hat BMW auf "Halten" mit einem Kursziel von 56,00 Euro belassen. Der Finanzchef Friedrich Eichiner habe sich in der "Süddeutschen Zeitung" mit Blick auf 2012 zuversichtlich geäußert, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Dienstag. Insbesondere die Erwartung eines unveränderten europäischen Marktvolumens sei aber als optimistisch einzuschätzen. Ungeachtet der jüngsten positiven Aussagen aus der Automobilbranche für 2012 bleibe er mit Blick auf den Sektor zurückhaltend. Die zu erwartende weltweite Konjunkturabschwächung, die in Europa deutlicher ausfallen dürfte, sei noch nicht in vollem Umfang eingepreist. Nach der zuletzt erfreulichen Aktienentwicklung sei das Kurspotenzial nahezu ausgeschöpft.

 

BRITISH SKY BROADCASTING

 

    LONDON - Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat das Kursziel für British Sky Broadcasting (BSKYB) (BOeWE SYSTEC)von 830,00 auf 870,00 Pence angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Kursziel gelte nun für Ende 2012, begründete Analyst Paul Gooden die Änderung in einer Branchenstudie vom Dienstag. Das Satellitengeschäft des Bezahlsenders dürfte zunehmend vom Breitband-Internetsegment unterstützt werden. Zwar gebe es Herausforderungen etwa durch die Wettbewerber, doch habe das Unternehmen die Mittel, um sich weiterhin positiv zu entwickeln. Die Papiere zählten im Mediensektor zu den "Bull Ideas" für 2012.

 

DAIMLER

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Daimler nach deutschen November-Frachtdaten auf "Hold" mit einem Kursziel von 36,00 Euro belassen. Die Auslastungsraten seien zwar in positives Territorium zurückgekehrt, doch dauere der Abwärtstrend an, schrieb Analyst Jochen Gehrke in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der gleitende Dreimonatsdurchschnitt sei weiter gesunken. Zudem signalisierten die Aussagen der Lkw-Produzenten, dass der negative Trend sich beschleunigt habe. Insgesamt sei das Bild noch nicht so trübe wie während der Krise 2008/09. Allerdings sehe er durchaus Risiken für seine Prognose eines zehnprozentigen Marktrückgangs in Europa im Jahr 2012, falls das Konjunkturumfeld sich nicht aufhelle.

 

DEUTSCHE BOERSE

 

    FRANKFURT - Equinet hat Deutsche Börse nach Dezember-Handelszahlen auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Das Transaktionsvolumen sei weitgehend im Rahmen seiner Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Dienstag. Positiv anzumerken sei der deutliche Anstieg beim margenstarken Handel an der Eurex mit derivativen Finanzinstrumenten auf Aktienindizes. Er erwarte daher für den Börsenbetreiber ein gutes viertes Geschäftsquartal.

 

DEUTSCHE LUFTHANSA

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Lufthansa (Deutsche Lufthansa) mit Blick auf die Weitergabe der Klimaschutz-Kosten an die Passagiere auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 12,00 Euro belassen. Die von dem Luftfahrtunternehmen kalkulierten Kosten für den Erwerb von CO2-Zertifikaten seien geringer als zunächst erwartet, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Dienstag. Die neue EU-Regelung für die Emissionsrechte sei nicht überraschend gekommen. Die Einrechnung der zusätzlichen Kosten in den Kerosinzuschlag bei den Ticketpreisen sei für ihn verständlich.

 

DEUTSCHE POST

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Deutsche Post von 14,00 auf 14,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Angesichts der jüngsten Geschäftsentwicklung erschienen die  Unternehmensprognosen wenig ambitioniert, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Dienstag. Er habe allerdings die Gewinnschätzungen für 2011 und 2012 erhöht. Das deutsche Online-Geschäft hat laut dem Einzelhandelsverband in der Weihnachtszeit vermutlich nicht geschwächelt und das Paketgeschäft der Post sei gemäß Unternehmensaussagen in dieser Periode gewachsen. Zudem entwickele sich die Expresstochter DHL nach wie vor robust.

 

FRESENIUS

 

    HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Fresenius (Fresenius SECo) nach der leicht gesenkter Umsatzprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 85,00 Euro belassen. Etwas weniger Umsatz bei ein wenig mehr Gewinn, so könne man die Meldung des Gesundheitskonzerns auf den Punkt bringen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Dienstag. Erfreulich bleibe die gute Gewinndynamik bestehen, die sich wohl auch in den nächsten Jahren fortsetzen werde. Er sehe daher keine Veranlassung, seine Kaufempfehlung zu ändern.

 

GESCO

 

    DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat Gesco (GESCO) nach der Übernahme von 85 Prozent am Autozulieferer WBL von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt, das Kursziel aber von 65,00 auf 69,00 Euro gehoben. Er nehme den Zukauf zum Anlass sein Modell anzupassen und die letzten positiven Meldungen für das laufende Geschäftsjahr mit einer Erhöhung der Zielsetzung einfließen zulassen, schrieb Analyst Gordon Schönell in einer Studie vom Dienstag. Die Aktie habe sich aber bereits überdurchschnittlich entwickelt und nun sei das Aufwärtspotenzial nur noch begrenzt. Der Hersteller von Spezialwerkzeugen aber für die Automobilindustrie sollte eine gute Ergänzung im Beteiligungsportfolio der Mittelstandsholding sein. Durch den Zukauf dürfte sich der Konzernumsatz der Gesco-Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2012/13 um etwa 4 Prozent erhöhen.

 

GESCO

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für das Beteiligungsunternehmen Gesco (GESCO) nach dem Zukauf des Autozulieferers WBL auf "Buy" mit einem Kursziel von 75,00 Euro belassen. Er betrachte die Übernahme von 85 Prozent der Anteile an dem Spezialwerkzeugmaschinenbauer als recht positiv, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Dienstag. Das Management der Mittelstandsholding habe damit erneut seine Fähigkeit bewiesen, eine attraktive Beteiligung zu einem angemessenen Preis zu erwerben.

 

GRENKELEASING

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Grenkeleasing (GRENKELEASING) nach vorläufigen Eckzahlen zum Schlussquartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Der Leasingspezialist habe wieder einmal gute Wachstumszahlen gemeldet, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Dienstag. Das Unternehmen sei gut mit Kapital ausgestattet und sollte von der abnehmenden Konkurrenz der Banken profitieren, die ihr Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital reduzieren müssen. Mit Bekanntgabe der endgültigen Zahlen am 8. Februar rechnet Häßler damit, dass Grenke auch seine Wachstumsziele für 2012 veröffentlichen wird.

 

GRENKELEASING

 

    DÜSSELDORF - Die WestLB hat Grenkeleasing (GRENKELEASING) nach vorläufigen Eckzahlen zum Schlussquartal auf "Add" mit einem Kursziel von 43,00 Euro belassen. Das Leasingunternehmen habe gute Wachstumsraten gemeldet, schrieb Analyst Thomas Noack in einer Studie vom Dienstag. Er habe auch den Eindruck gewonnen, dass das Neugeschäft nicht um jeden Preis vorangetrieben werde. Da das Wachstumstempo bei gleichbleibenden operativen Margen gesteigert werde, betrachte er die Entwicklung als erfreulich.

 

GRENKELEASING

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat Grenkeleasing (GRENKELEASING) nach Neugeschäftszahlen zum Schlussquartal 2011 auf "Add" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Angesichts des starken Neugeschäfts 2011 sei die Unternehmensprognose eines Nettogewinns von 36 bis 38 Millionen Euro in Reichweite, schrieb Analyst Daniel Gleim in einer Studie vom Dienstag. In den letzten drei Monaten 2011 habe das Neugeschäfts hauptsächlich aufgrund der internationalen Expansion der Leasingsparte um 21 Prozent auf 243 Millionen Euro zugelegt. Im Gesamtjahr sei es um 24 Prozent auf 858 Millionen Euro gewachsen.

 

HOLCIM

 

    LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für Holcim von 50,70 auf 52,60 Franken angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Sie habe die operativen Prognosen für den Baustoffproduzenten leicht geändert und gehe aufgrund des starken Schweizer Franken im Vergleich zu den Schwellenländer-Währungen zudem von niedrigeren Abschreibungen aus, schrieb Analystin Laurie Mathers in einer Studie vom Dienstag.

 

K+S

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für K+Svon 48,00 auf 42,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Add" belassen. Mit dem kanadischen Legacy-Projekt schlage der Dünger- und Salzproduzent drei Fliegen mit einer Klappe, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Dienstag. Die durchschnittliche Ressourcen-Reichweite nehme zu, die Stückkosten in Kanada lägen circa 20 Prozent unter der künftigen Kostenbasis von K+S und die Jahresproduktion könne um 30 Prozent gesteigert werden. Daher sollten die Margen bei K+S schneller wachsen als bei der Konkurrenz und der Bewertungsabschlag im Vergleich zu den Wettbewerber-Papieren sinken. Ein Grund für die Zielkorrektur wurde nicht genannt.

 

KPN

 

    LONDON - Bernstein Research hat KPN (Koninklijke KPN) nach dem Rücktritt des Finanzvorstandes Carla Smits-Nusteling auf "Underperform" mit einem Kursziel von 8,50 Euro belassen (aktueller Kurs: 9,05 Euro). Der Schritt von Smits-Nusteling unterstreiche die strukturellen Probleme des niederländischen Telekomkonzerns, die auch beim Amtsantritt eines neuen Finanzchefs nicht verschwinden würden, schrieb Analystin Robin Bienenstock in einer Studie vom Dienstag. Die Aktie sei nicht mehr der sichere Hafen, der sie mal gewesen sei.

 

SKY DEUTSCHLAND

 

    LONDON - Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat Sky Deutschland von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 2,45 auf 2,15 Euro gesenkt (Kurs: 1,525 Euro). "Für Sky Deutschland war 2011 ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten", resümierte Analyst Paul Gooden in einer Studie vom Dienstag das vergangene Jahr. In der ersten Jahreshälfte habe sich der Aktienkurs dank des guten Wachstums der Abonnentenzahlen verdoppelt. Von Juli bis Dezember aber habe sich der Kurs dann aber wegen der Risiken im Hinblick auf die bevorstehenden Auktion der Fußballbundesliga-Übertragungsrechte und der Kapitalerhöhung wieder mehr als halbiert.

 

/he

 

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