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05.01.2012 21:34

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TIPPS DER ANALYSTEN

Neue Einschätzungen zu Metro, Nokia, SAP und UniCredit

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Neue Einschätzungen zu Metro, Nokia, SAP und UniCredit
Die europäischen Analysten haben ihre Einschätzungen und Kursziele für verschiedene Unternehmen überarbeitet. Ein aktueller Überblick auf finanzen.net.

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 05.01.2012

 

BRENNTAG

 

    LONDON - JPMorgan hat Brenntag nach der angekündigten Platzierung von bis zu 4,5 Millionen Brenntag-Aktien durch den Anteilseigner Brachem auf "Overweight" belassen. Auf die beiden letzten Anteilsveräußerungen durch die Beteiligungsgesellschaft habe der Kurs positiv reagiert, schrieb Analyst Robert Plant in einer Studie vom Donnerstag. Das größte Negativum der Papiere sei der Aktienüberhang, da Brachem sich auch von den verbleibenden 27 Prozent trennen dürfte. Dennoch bleibe es beim "Overweight"-Votum, da die Titel attraktiv bewertet seien und der Kurs sich auch in einem Konjunkturabschwung robuster entwickeln dürfte als bei anderen Werten, die er beurteile. Diese Einschätzung basiere darauf, dass der Chemikalienhändler in den letzten beiden Abschwüngen das operative Ergebnis (EBITDA) gesteigert habe.

 

BRENNTAG

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Brenntag auf "Buy" mit einem Kursziel von 78,00 Euro belassen. Die erneute Platzierung dürfte kurzfristig den Aktienkurs des Chemikalienhändlers auch wegen des anhaltenden Aktienüberhangs bremsen, schrieb Analyst Georg Remshagen in einer Studie vom Donnerstag. Er verwies aber auch auf die zuletzt weiter gute Kursentwicklung trotz der bereits vollzogenen Platzierungen. Dennoch sei er etwas überrascht von den Verkäufen aus dem Bestand von Brachem. Er habe erwartet, dass der Großaktionär bei einem Preis um die 80 Euro oder darüber verkaufe. Zudem habe er mit einem größeren Platzierungspaket gerechnet.

 

COMDIRECT

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Comdirect (comdirect bank) auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 8,50 Euro belassen. Zwar dürften die Handelsumsätze des Onlinebrokers im Dezember etwas schwächer ausfallen, insgesamt sei aber mit einem guten vierten Quartal zu rechnen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Donnerstag. Häßler rechnet zwar nicht damit, dass die Commerzbank zur Aufstockung ihrer Kapitaldecke Anteile an der Comdirect verkauft, doch mittelfristig wäre eine Reduzierung der Beteiligung positiv, da dies den Streubesitz der Comdirect erhöhe und die Aktie ein möglicher MDax-Kandidat (MDAX) würde. Kurzfristig würde jedoch der Aktienüberhang erstmal belasten.

 

CRH

 

    LONDON - Die Credit Suisse hat die Titel des irischen Baustoffkonzerns CRH von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 13,00 auf 12,00 Euro gesenkt. Die gesamte Bauindustrie werde zum Start des Jahres kritischer gesehen, schrieben die Analysten in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das globale Wachstum ohne China werde 2012 voraussichtlich bei 3,5 Prozent liegen, gleichzeitig dürften die Kapazitäten um 3,7 Prozent zulegen, so dass keine Verbesserung der Auslastungsrate ersichtlich sei. Wachstum sei nur in den aufstrebenden Volkswirtschaften zu erwarten, während sich die US-Bauindustrie stabil entwickeln und West-Europa ein Wachstumsminus verzeichnen könnte. Die Bewertung von CRH sei nach der jüngst guten Performance der Aktie wegen der Aufnahmen in den FTSE 100 zudem überteuert.

 

DEUTSCHE WOHNEN

 

    LONDON - Morgan Stanley  hat das Kursziel für Deutsche Wohnen AG (Deutsche Bank) von 13,00 auf 13,10 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Aufgrund der zunehmenden Kreditklemme steige das Risiko einer Korrektur der durchschnittlichen Immobilienwerte, schrieb Analyst Bart Gysens in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Daher habe er die Substanzwerte für die Immobiliengesellschaften reduziert. Das Kursziel für Deutsche Wohnen hat der Experte dennoch nach oben geschraubt, dafür allerdings keinen Grund genannt. Er bleibe bei seiner insgesamt defensiven Haltung, schätze innerhalb des Sektors britische Werte aber positiver ein.

 

FEDEX

 

    LONDON - Die HSBC hat das Kursziel für FedEx von 82,00 auf 90,00 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er rechne mittlerweile mit niedrigeren Investitionen, zentralen Verwaltungskosten sowie Pensionsverpflichtungen, schrieb Analyst Robins Byde in einer am Donnerstag vorgelegten Branchenstudie. Daher habe er das Kursziel trotz reduzierter kurzfristiger Gewinnschätzungen nach oben geschraubt. Letztere habe er wegen der sich schwächenden globalen Wirtschaft und nachlassender chinesischer Exporte gesenkt. Allerdings seien die Logistikunternehmen insgesamt in einer guten finanziellen Verfassung, produktiver und bei den Kosten flexibler. Daher dürften die Margen zwar sinken, aber nicht einbrechen wie 2009.

 

FRAPORT

 

    ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Fraport von 47,00 auf 42,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Auch wenn er für 2012 ein Passagierwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwarte, habe er seine Gewinnprognosen reduziert, schrieb Analyst Jarrod Castle in einer Studie vom Donnerstag. Damit trage er dem etwas gedämpften Margenausblick sowie der voraussichtlich etwas höheren Zinsbelastung Rechnung. Die Kurszielsenkung spiegele die Ungewissheit in diesem Jahr wider.

 

FRESENIUS MEDICAL CARE

 

    LONDON - Die Citigroup hat FMC (Fresenius Medical Care) auf "Buy" mit einem Kursziel von 56,50 Euro belassen. In einer hoch verschuldeten Welt, die wenig Wachstum biete, präferiere sie Unternehmen, die zu den globalen Branchenführern zählten, schrieb Analystin Cora McCallum in einer Studie zum europäischen Medizintechniksektor vom Donnerstag. Diese Unternehmen, zu denen auch FMC zähle, überzeugten meist mit starken Bilanzkennziffern und einer ausgeprägten internationalen Diversifizierung. Der Dialysespezialist biete zudem defensives Wachstum. All die positiven Faktoren seien allerdings weitgehend eingepreist. Sie ziehe Fresenius (Fresenius SECo) und Sonova vor.

 

FRESENIUS MEDICAL CARE

 

    LONDON - JPMorgan hat FMC (Fresenius Medical Care) auf "Neutral" mit einem Kursziel von 59,00 Euro belassen. Isoliert betrachtet seien die Fundamentaldaten für den europäischen Medizintechniksektor aufgrund der hohen Bewertungen nicht sonderlich gut, doch dürfte die Branche wegen der Unsicherheiten für andere Wirtschaftszweige ihren Status eines "sicheren Hafens" zumindest kurzfristig behalten, schrieb Analyst David Adlington in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das Potenzial für die Kurse sei allerdings begrenzt: Mit einer relativ vernünftigen Entwicklung rechne er vor allem im ersten Quartal. Der Dialysespezialist überzeuge mit einem starken defensiven Wachstum, das allerdings eingepreist sei. Er ziehe die Aktie des Mutterunternehmens Fresenius (Fresenius SECo) vor.

 

FRESENIUS

 

    LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für Fresenius (Fresenius SECo) von 86,00 auf 90,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analystin Cora McCallum begründete die Zielkorrektur in einer Branchenstudie vom Donnerstag mit dem gestiegenen Aktienkurs der Konzerntochter FMC (Fresenius Medical Care). Der Gesundheitskonzern überzeuge mit einer soliden Bilanz, sei in einem wirtschaftlich starken Land angesiedelt und biete defensives Wachstum. Da Fresenius in einer Reihe defensiver Märkte aktiv sei, sollte das Unternehmen sich auch in konjunkturell schwierigen Zeiten gut entwickeln.

 

FRESENIUS

 

    LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Fresenius (Fresenius SECo) von 81,00 auf 83,10 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er habe die Bewertung auf 2012 nach vorn gerollt, schrieb Analyst David Adlington in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Isoliert betrachtet seien die Fundamentaldaten für den europäischen Medizintechniksektor aufgrund der hohen Bewertungen nicht sonderlich gut, doch dürfte die Branche wegen der Unsicherheiten für andere Wirtschaftszweige ihren Status eines "sicheren Hafens" behalten. Das Potenzial für die Kurse sei allerdings begrenzt: Mit einer vernünftigen Entwicklung rechne er vor allem im ersten Quartal. Ein Investment in Fresenius sei der günstigere Weg, um vom starken Wachstum der Tochter FMC (Fresenius Medical Care) zu profitieren. Zudem eröffne die Konzerntochter Kabi zusätzliches Potenzial.

 

HEIDELBERGCEMENT

 

    LONDON - Die Credit Suisse (CS) hat die Aktien von HeidelbergCement von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 40,00 auf 29,00 Euro gesenkt (Kurs: 33,505 Euro). Die gesamte Bauindustrie werde zum Start des Jahres kritischer gesehen, schrieben die Analysten in einer Studie vom Donnerstag.

 

HOCHTIEF

 

    PARIS - Die französische Großbank Societe Generale hat das Kursziel für Hochtief (HOCHTIEF) von 59,40 auf 56,90 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Alle Augen seien auf den Ausgang des Verkaufsprozesses von Unternehmensteilen gerichtet, schrieb Analystin Muriel Fellous in einer Studie vom Donnerstag. Gelinge endlich ein Abschluss für das Flughafen-Portfolio, könnte der Baukonzern mit Kurstreibern wie einer Sonderdividende oder einem Aktienrückkauf aufwarten. Die Gewinnschätzungen für 2012 bis 2013 wurden jedoch wegen einer konservativeren Einschätzung der Tochter Leighton um durchschnittlich 12 Prozent gesenkt.

 

IVG

 

    LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für IVG (IVG Immobilien) Immobilien von 2,60 auf 1,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Aufgrund der zunehmenden Kreditklemme steige das Risiko einer Korrektur der durchschnittlichen Immobilienwerte, schrieb Analyst Bart Gysens in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Daher habe er die Substanzwerte für die Immobiliengesellschaften reduziert. Er bleibe bei seiner insgesamt defensiven Haltung, schätze innerhalb des Sektors britische Werte aber positiver ein.

 

KONTRON

 

    DÜSSELDORF - Die WestLB hat die Einstufung für Kontron auf "Buy" mit einem Kursziel von 8,20 Euro belassen. Der Verkauf des Werkes in Malaysia dürfte sich kaum positiv auf den Aktienkurs auswirken, schrieb Analyst Thomas Langer in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings sei die Aktie unterbewertet, brauche aber Impulse von der Konjunkturseite, um aus ihrem gegenwärtigen Tief zu finden.

 

KONTRON

 

    HAMBURG - Warburg Research hat das Kursziel für Kontron von 7,70 auf 7,80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Verkauf der malayischen Produktionssparte KDMS sei positiv zu werten, schrieb Analyst Malte Schaumann in einer Studie vom Donnerstag. Durch die Reduzierung des eingesetzten Kapitals ohne Verschlechterung der Ergebnisqualität ergebe sich ein leicht wertsteigender Effekt, der sich in der Anhebung des Kursziels wiederspiegele.

 

KONTRON

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Kontron nach dem Verkauf einer malaiischen Tochtergesellschaft auf "Buy" mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen. Der Verkauf von Kontron Design Manufacturing Services signalisiere einen Strategiewechsel, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Donnerstag. Obwohl die Transaktion sehr überraschend erfolgt sei, dürften die Vorteile überwiegen. Zudem spreche die niedrige Bewertung für die Aktie.

 

KONTRON

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Kontron nach einer Gewinnwarnung auf "Hold" mit einem Kursziel von 6,00 Euro belassen. Weil der Minicomputerhersteller die Produktion in Malaysia an Plexus verkaufen wolle und deswegen im vierten Quartal Einmalbelastungen zu verbuchen habe, werde das Ziel einer operativen Gewinnmarge von acht Prozent nicht mehr erreicht, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Donnerstag. Anleger sollten erst einmal an der Seitenlinie bleiben, empfiehlt Moschitz.

 

METRO

 

    LONDON - Bernstein Research hat das Kursziel für Metro (METRO) von 40,00 auf 43,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe die Schätzungen leicht angepasst und den Prognosezeitrahmen weiter in die Zukunft verschoben, begründete Analyst Christopher Hogbin die Zielkorrektur in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Der europäische Lebensmittel-Einzelhandelssektor sei nach wie vor attraktiv bewertet. Seine defensiven Qualitäten dürften die Kursentwicklungen in den kommenden Monaten im Vergleich zum unsicheren Gesamtmarkt bestimmen. Im Sektor ziehe er Ahold, Metro und Tesco vor. Nach den deutlichen Kursverlusten 2011 reflektierten die Metro-Aktien ein sehr konservatives Geschäftsszenario.

 

NOKIA

 

    ZÜRICH - Die Credit Suisse hat die Aktie von Nokia von "Underperform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 4,00 auf 6,00 Euro angehoben (Kurs: 4,108 Euro). Mit dem Fokus auf Windows-basierte Smartphones dürften sich Umsatz und Gewinn in diesem Jahr erholen, schrieb Analyst Kulbinder Garcha in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte erhöhte seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 und 2013.

 

NOKIA

 

    ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Nokia von 5,00 auf 4,30 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Der finnische Handyproduzent stehe langfristig weiter vor erheblichen Herausforderungen, begründete Analyst Gareth Jenkins das neue Ziel in einer Studie vom Donnerstag.

 

PRAKTIKER

 

    HAMBURG - Die Berenberg Bank hat die Einstufung für Praktiker nach einem Zwischenbericht auf "Sell" mit einem Kursziel von 1,20 Euro belassen. Auch wenn der Umsatztrend im vierten Quartal eine Verbesserung zeige, dürften die Gewinne überproportional sinken, schrieb Analystin Anna Patrice in einer Studie vom Donnerstag. Sie sei keinesfalls davon überzeugt, dass sich die Baumarktkette neu positionieren könne. Hinter der Restrukturierung stünden weiterhin Fragezeichen. Alles hänge von der Erhöhung der erforderlichen finanziellen Mittel ab.

 

RHOEN-KLINIKUM

 

    LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Rhön-Klinikum von 17,50 auf 17,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe die Bewertung auf 2012 nach vorn gerollt, schrieb Analyst David Adlington in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Der Krankenhausbetreiber habe bisher vor allem mit Blick auf die Akquisitionen enttäuscht. Isoliert betrachtet seien die Fundamentaldaten für den europäischen Medizintechniksektor aufgrund der hohen Bewertungen nicht sonderlich gut, doch dürfte die Branche wegen der Unsicherheiten für andere Wirtschaftszweige ihren Status eines "sicheren Hafens" behalten. Das Potenzial für die Kurse sei allerdings begrenzt: Mit einer vernünftigen Entwicklung rechne er vor allem im ersten Quartal.

 

SAP

 

    PARIS - Die französische Großbank Societe Generale hat die Einstufung für SAP auf "Hold" mit einem Kursziel von 38,00 Euro belassen. Er bleibe bei seiner vorsichtigen Einschätzung der Softwaretitel, schrieb Analyst Richard Nguyen in einer Studie vom Donnerstag. SAP könnte am Beginn eines Zyklus sinkender Gewinnerwartungen stehen und die Bewertung lasse kaum Puffer.

 

SAP

 

    PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat SAP von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 40,00 auf 42,00 Euro angehoben. Das Management des Softwarekonzerns gehe nun etwas konstruktiver an das wichtige strategische Problem einer schwachen Cloud-Strategie heran, schrieb Analyst Josep Bori in einer Studie vom Donnerstag. SAP scheine endlich aufzuwachen, wirke dabei aber noch etwas durcheinander. Die Investmentstrategie wirke nun ausbalancierter.

 

SMA SOLAR

 

    LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für SMA Solar (SMA Solar Technology) von 41,00 auf 37,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Auch 2012 bleibe er bei seiner vorsichtigen Beurteilung des Herstellers von Wechselrichtern für Solaranlagen, schrieb Analyst Allen Wells in einer Studie vom Donnerstag. Die Marktteilnehmer überschätzten die Absatzentwicklung 2012 sowie 2013. Zudem dürften der vermutlich zunehmende Wettbewerb und strukturelle Veränderungen zu sinkenden Margen führen. Seine Prognosen für 2012 und 2013 lägen 25 bis 40 Prozent unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

 

SMA SOLAR

 

    DÜSSELDORF - Die HSBC hat SMA Solar (SMA Solar Technology) von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 43,00 Euro belassen. Die Aktien des Herstellers von Wechselrichtern für Solaranlagen seien wieder angemessen bewertet, schrieb Analyst Christian Rath in einer Studie vom Donnerstag. Für eine deutliche Kurserholung müsse sich die künftige Entwicklung aber besser vorhersagen lassen. Insgesamt stehe dem Unternehmen aufgrund der vermutlich stark rückläufigen europäischen Solarmärkte ein schwieriges Jahr 2012 bevor. Der Gewinn je Aktie dürfte 2012 um 23 Prozent sinken. Allerdings näherten die Marktschätzungen sich dem Tiefpunkt.

 

STADA

 

    LONDON - JPMorgan hat Stada (STADA Arzneimittel) auf "Overweight" mit einem Kursziel von 37,00 Euro belassen. Isoliert betrachtet seien die Fundamentaldaten für den europäischen Medizintechniksektor aufgrund der hohen Bewertungen nicht sonderlich gut, doch dürfte die Branche wegen der Unsicherheiten für andere Wirtschaftszweige ihren Status eines "sicheren Hafens" zumindest kurzfristig behalten, schrieb Analyst David Adlington in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das Potenzial für die Kurse sei allerdings begrenzt: Mit einer relativ vernünftigen Entwicklung rechne er vor allem im ersten Quartal. Ein Investment in die Aktien des Generikaherstellers sei risikoreich, habe aber hohes Renditepotenzial.

 

STADA

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktie von Stada (STADA Arzneimittel) von "Buy" auf "Add" abgestuft und das Kursziel von 23,00 auf 22,00 Euro gesenkt. Das Zurücktreten des Arzneimittelherstellers von dem geplanten Kauf des Grünenthal-Geschäfts für Mitteleuropa sende gemischte Signale aus, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Donnerstag. Nur weil die Kartellbehörden für den vertraglich vereinbarten Kaufzeitpunkt noch kein grünes Licht gegeben hätten, hätte Stada nicht gänzlich von dem Kauf zurücktreten müssen, so Wendorff. Die neue Anlageempfehlung begründete der Experte mit einem geringeren Aufwärtspotenzial.

 

UNICREDIT

 

    FRANKFURT - Independent Research hat die Aktie der italienischen Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) nach den bekanntgegebenen Konditionen zur Kapitalerhöhung von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel von 7,00 auf 5,00 Euro gesenkt. Die neuen Aktien würden im Rahmen eines Bezugsrechtsangebots zu 1,943 Euro je Stück platziert, welches einem für ihn überraschend hohen Abschlag von 43 Prozent zum TERP (theoretischer Aktienpreis nach der Ausgabe) entspreche, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Donnerstag. Er habe daher für 2012 seine Gewinnprognose von 0,42 auf 0,26 Euro je Aktie reduziert. Vorerst rechne er mit einem sich fortsetzenden Abwärtstrend bei der Unicredit-Aktie.

 

UNICREDIT

 

    LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) nach einer Kapitalerhöhung von 5,50 auf 2,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Sie habe das erst tags zuvor auf 5,50 Euro angehobene Ziel nach der Zustimmung der Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung um 7,5 Milliarden Euro nun angepasst, schrieb Analystin Francesca Tondi in einer Studie vom Donnerstag.

 

VERIZON

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Verizon von 37,00 auf 39,00 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Verizon habe starke Smartphone-Umsätze für das vierte Quartal bekanntgegeben, welche allerdings auf die Margen im Mobilfunkgeschäft drücken dürften, schrieb Analyst Brett Feldman in einer Studie vom Donnerstag. Daher habe er seine Gewinnschätzungen je Aktie reduziert. Mögliche Kurssteigerungen hingen fast ausschließlich mit der hohen Dividendenrendite zusammen.

 

/he

 

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