FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 15.02.2012
AIR FRANCE-KLM
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Air France-KLM von "Hold" auf "Add" hochgestuft, das Kursziel aber auf 6,00 Euro belassen. Trotz der jüngsten Erholung der Aktienkurse befinde sich die Bewertung europäischer Fluggesellschaften immer noch am unteren Ende des historischen Spanne, schrieb Analyst Frank Skodzik in einer Studie vom Mittwoch. Die Entwicklung der Passagierzahlen habe sich indes aber als ziemlich widerstandsfähig erwiesen und zudem hätten sich die wirtschaftlichen Indikatoren mittlerweile auch wieder aufgehellt. Der wirtschaftliche Hintergrund dürfte folglich nicht so verheerend ausfallen wie zunächst befürchtet und der fundamentale Wert wieder in den Fokus zurückkehren.
BAYER AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Bayer nach Jahreszahlen von 60,00 auf 59,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Add" belassen. Nach den jüngsten Reduzierung seiner Schätzungen für den Konkurrenten BASF habe er auch seine Annahmen für Bayer etwas nach unten angepasst, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Mittwoch. Für 2013 fokussiere er sich dabei auf Überkapazitäten bei Toluylen-Diisocyanat, die größten Anpassungen seien jedoch auf längere Sicht erfolgt. Die Aktien könnten bei der baldigen Zahlenvorlage unter Druck geraten, was seiner Meinung nach aber eine gute Kaufgelegenheit ergeben würde.
DEUTSCHE BOERSE AG
DÜSSELDORF - Die WestLB hat Deutsche Börse (Deutsche Boerse) nach Zahlen zum Schlussquartal von "Add" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von vormals 49,00 Euro gestrichen. Angesichts des eher schwachen Jahresauftakts an der Eurex sowie teilweise im Xetra-Handel erscheine die Umsatzprognose des Börsenbetreibers für 2012 ambitioniert, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Mittwoch. Daher sehe er gegenwärtig keine kurzfristigen Kurstreiber. Seine bereinigten Gewinnschätzungen je Aktie habe er aber wegen der angekündigten Aktienrückkäufe von 2012 an etwas angehoben.
HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG
LONDON - Morgan Stanley hat Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 47,80 auf 45,30 Euro gesenkt. Zwar schätze er den innovativen Geschäftsansatz des Rückversicherers sowie die hohen Renditen, doch seien die Papiere nach dem jüngsten Kursanstieg im Vergleich zu den Wettbewerberaktien recht hoch bewertet, schrieb Analyst Maciej Wasilewicz in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Wegen der zunehmenden Risiken durch Naturkatastrophen habe er die Eigenkapitalkosten im Bewertungsmodell etwas angehoben, begründete der Experte die Zielkorrektur. Er ziehe die Aktien von Scor vor.
INFINEON TECHNOLOGIES AG
LONDON - Morgan Stanley hat Infineon Technologies nach der vom Qimonda-Insolvenzverwalter geforderten Schadensersatzzahlung von mindestens 1,7 Milliarden Euro plus Zinsen auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 6,50 Euro belassen. Im Vergleich zum Nettobarmittelbestand von 2,1 Milliarden Euro und bereits zurückgestellten 300 Millionen Euro sei das ein hoher Betrag, der die Bewertung belasten könnte, schrieb Analyst Francois Meunier in einer Studie vom Mittwoch. Der Markt dürfte bisher kaum mit mehr als 300 Millionen Euro gerechnet haben. Die Bandbreite möglicher Ergebnisse des Streits sei groß. Beide Parteien dürften bei den Verhandlungen eine harte Linie verfolgen.
LEONI AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Leoni (LEONI) nach vorläufigen Zahlen für 2011 von "Add" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 33,00 auf 38,00 Euro angehoben. Der über der Zielsetzung des Unternehmens ausgefallene Umsatz habe seine Erwartungen erfüllt, das operative Ergebnis auf den ersten Blick aber enttäuscht, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Mittwoch. Nach einer im bisherigen Jahresverlauf starken Kursentwicklung fehle es nun zunächst an positiven Kurstreibern, begründete er die Abstufung. Das angehobene Kursziel sei indes Folge einer angepassten Branchenbewertung.
LUFTHANSA AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Lufthansa (Deutsche Lufthansa) von "Add" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 11,50 auf 14,00 Euro angehoben. Trotz der jüngsten Erholung der Aktienkurse befinde sich die Bewertung europäischer Fluggesellschaften immer noch am unteren Ende des historischen Spanne, schrieb Analyst Frank Skodzik in einer Studie vom Mittwoch. Die Entwicklung der Passagierzahlen habe sich indes als ziemlich widerstandsfähig erwiesen und zudem hätten sich die wirtschaftlichen Indikatoren mittlerweile auch wieder aufgehellt. Der wirtschaftliche Hintergrund dürfte folglich nicht so verheerend ausfallen wie zunächst befürchtet und der fundamentale Wert wieder in den Fokus zurückkehren. Lufthansa und IAG seien seine bevorzugten Branchenwerte.
MAN SE
FRANKFURT - Die Commerzbank hat MAN von "Add" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber auf 85,00 Euro belassen. Nach den stark ausgefallenen Ergebnissen für das vierte Quartal und dem Erreichen seines Kursziels seien die positiven Kurstreiber inzwischen ausreichend im Kurs der Papiere berücksichtigt, begründete Analyst Sascha Gommel sein neues Votum in einer Studie vom Mittwoch. Etwas höhere Annahmen für die Nettoverschuldung sowie die Zinsaufwendungen führten in der Summe zu einer geringfügigen Kürzung seiner Gewinnschätzung je Aktie für 2012. Auf das Kursziel habe dies jedoch keine Auswirkungen.
SIEMENS AG
LONDON - JPMorgan hat Siemens nach einer Investorenveranstaltung zur Gesundheitssparte auf "Neutral" mit einem Kursziel von 86,00 Euro belassen. Das Diagnostik-Geschäft habe Potenzial, doch werde es Zeit brauchen, die aktuellen Probleme zu beheben, schrieb Analyst Andreas Willi in einer Studie vom Mittwoch. Der Finanzausblick sei durchwachsen gewesen: Seine Prognosen für das kommende Quartal könnten etwas zu hoch sein, sollten aber für das Gesamtjahr erreicht werden.
TUI AG
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung von TUI nach Zahlen und der Veräußerung weiterer Hapag-Lloyd-Anteile auf "Buy" mit einem Kursziel von 8,50 Euro belassen. Die Ergebnisse des Reise- und Schifffahrtkonzerns für das erste Geschäftsquartal hätten im Großen und Ganzen den Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Der Preis für die veräußerten Hapag-Lloyd-Anteile sei deutlich höher als erwartet ausgefallen. Beides unterstreiche seine positive Sicht auf die Aktie./stb
Bildquellen: Julian Mezger