FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 10.01.2012
ALCOA
BERLIN - Die Landesbank Berlin (LBB) hat die Einstufung für Alcoa nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 11,50 US-Dollar belassen. Der Quartalsgewinn habe die Erwartungen zwar nicht erreicht, schrieb Analyst Axel Breil in einer Studie vom Dienstag. Doch habe die Umsatzentwicklung erneut positiv überrascht. Vor allem der gute Geschäftsausblick dürfte vom Aktienmarkt gut aufgenommen werden. Die Aktie sei zudem mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8 auf Basis des erwarteten Gewinns je Aktie (EPS) für 2013 nicht zu teuer bewertet.
ALCOA
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Alcoa nach Zahlen zum Schlussquartal 2011 auf "Hold" mit einem Kursziel von 10,00 US-Dollar belassen. Das von dem US-Aluminiumkonzern gemeldete operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe etwa 18 Prozent unter seiner Schätzung gelegen, schrieb Analyst Jorge Beristain in einer Studie vom Dienstag. Nach den schwachen Resultaten sei 2012 mit weiteren Kapazitätskürzungen zu rechnen. Positiv anzumerken sei aber der Rückgang der Nettoverschuldung und die gute Liquiditätslage.
ALLIANZ
LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Allianz von 110,00 auf 112,00 (Kurs: 76,47) Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Nach dem für die Kapitalmärkte guten Schlussquartal sei seine Zuversicht gestiegen, dass der Versicherer für 2011 eine Dividende von 4,50 Euro je Aktie ausschütten wird, schrieb Analyst Jon Hocking in einer Studie vom Dienstag. Das starke Vertriebsnetz sowie die soliden Bilanzkennziffern überwögen die Eurozone-Risiken. Zudem sei das Vermögensverwaltungsgeschäft nach wie vor unterbewertet.
ALLIANZ
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Allianz von 113,00 auf 123,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Er glaube, dass die Aktie sehr attraktiv bewertet sei, schrieb Analyst Michael Broom in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Das Engagement des Versicherers in Staatsanleihen der europäischen Peripherie und das niedrige Zinsniveau seien übermäßig in den Aktienkurs eingepreist. Die Versicherungsgeschäfte schienen derzeit mit rund einem Fünffachen des Gewinns von 2013 bewertet.
ASML
ZÜRICH - Die Credit Suisse hat das Kursziel für ASML von 30,00 auf 40,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Entsprechend seiner Erwartungen für die Halbleiterbranche habe er die Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2012 nach oben geschraubt, für 2013 aber etwas reduziert, schrieb Analyst Satya Kumar in einer Studie vom Dienstag. Der Halbleiterindustrie-Ausrüster dürfte zu den größten Profiteuren der wachsenden Kapitalintensität des Sektors zählen.
BARCLAYS
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Barclays von 215,00 auf 199,00 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Wegen der ungewissen Perspektiven für das Investmentbanking habe er die Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 und 2013 reduziert, schrieb Analyst John-Paul Crutchley in einer Studie vom Dienstag. Zudem rechne er auch mit einem herausfordernden Marktumfeld sowie etwas höheren Wertberichtigungen im Kern-Bankgeschäft.
BAYER
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Bayer nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 56,00 Euro belassen. Der Chemie- und Pharmakonzern habe in seiner Präsentation vor allem das Marktpotenzial für seine in der Pharmaforschung neu entwickelten und kurz vor der Markteinführung stehenden Blockbuster demonstriert, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Dienstag. Zudem seien Details zu den Fortschritten bei den Kosteneinsparungen vom Konzern bekannt gegeben worden. Wie von ihm erwartet, dürfte der größte Beitrag zu den Sparzielen bis 2013 von der Geschäftssparte Healthcare kommen.
BRENNTAG
DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für Brenntag nach dem Amco-Zukauf von 87,00 auf 88,30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Kauf eröffne Brenntag den Einstieg in das Aromen- und Duftstoffgeschäft, schrieb Analyst Hartmut Moers in einer Studie vom Dienstag. Die Bewertung erscheine angemessen und das Unternehmen habe eine gute Erfolgsbilanz bei der Integration kleinerer Zukäufe vorzuweisen. Seiner Ansicht nach sollten eine stetige Weiterentwicklung und weitere wertschaffende Akquisitionen auch in schwierigeren Zeiten den Aktienkurs antreiben, schrieb der Experte weiter.
CARREFOUR
LONDON - Die HSBC hat das Kursziel für Carrefour (Petro-Canada) von 19,00 auf 18,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Hauptsächlich aufgrund der vermutlich rückläufigen Profitabilität des Frankreich- und Europa-Geschäfts habe er die Gewinnschätzungen für den Handelskonzern reduziert, schrieb Analyst Jerome Ramel in einer am Dienstag vorgelegten Branchenstudie. Die Ergebnisentwicklung lasse sich so schwer vorhersagen wie nie zuvor und die Profitabilität des Frankreich-Geschäfts sei 2012 ungewiss. Trotz des 35-prozentigen Kursverlustes 2011 seien die Papiere auf Basis der Gewinnerwartungen im Vergleich zum Sektor nicht gerade günstig bewertet.
CENTROTHERM
LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Centrotherm (centrotherm photovoltaics) von 14,00 auf 10,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Er glaube, dass das Umsatzwachstum von Centrotherm in den kommenden Jahren durch den zurückgegangenen Auftragseingang und mögliche Stornierungen beeinflusst werde, schrieb Analyst Rupesh Madlani in einer Studie vom Dienstag. In der Branche gebe es erhebliche Überkapazitäten. Zwar sehe er Potenzial für weiteren Bedarf zur Aufrüstung vorhanderer Anlagen, allerdings werde dies wohl keine Nachfrage nach neuen Anlagen auslösen. Über die kommenden drei Jahre erwarte er einen Umsatzrückgang. Seine Erwartungen für die Marge des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen habe er zudem von 8 auf 7 Prozent gesenkt.
CONTINENTAL
LONDON - Barclays Capital hat Continental auf "Overweight" mit einem Kursziel von 71,00 Euro belassen. Das Wachstumspotenzial des Automobilzulieferers und Reifenherstellers überwiege die Risiken durch die Verschuldung, schrieb Analystin Kristina Church in einer Studie vom Dienstag. Die Anleger sorgten sich diesbezüglich sowie wegen der Beteiligung von Schaeffler zu sehr, zumal letztere sinke. Das Unternehmen sei mit der restrukturierten Autosparte in den wichtigen regulierten Märkten aktiv. Gleichzeitig entwickle sich das Reifengeschäft von Conti aufgrund einer überlegenen Kostenstruktur kontinuierlich besser als das der Wettbewerbern.
DEUTSCHE POST
LONDON - Nomura hat die Aktien der Deutschen Post (Deutsche Post) auf "Buy" mit einem Kursziel von 15,00 Euro belassen. Die Unternehmensprognose eines bereinigten operativen Gewinns (EBIT) von mehr als 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2011 sei konservativ, schrieb Analyst Mark McVicar in einer Studie vom Dienstag. Die Gründe seien die Fortschritte im Briefgeschäft sowie die fortgesetzte Erholung der Express-Sparte DHL. Daher sowie angesichts der für die kommenden Jahre erwarteten Ergebnisentwicklung seien die Aktien nicht angemessen bewertet.
DEUTSCHE TELEKOM
FRANKFURT - Equinet hat das Kursziel für Deutsche Telekom nach dem gescheiterten Verkauf der Tochter T-Mobile USA an AT&T von 11,00 auf 10,30 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Accumulate" belassen. Wegen der zwangsläufigen Fortführung des nicht besonders erfolgreichen US-Mobilfunkgeschäfts durch den Telekommunikationskonzern habe er eine Kurszielanpassung vorgenommen, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Dienstag. Dies sei eigentlich keine Überraschung, vielmehr dürfte aber die starke Währungsabwertung in Osteuropa zunehmend Ärger bereiten. Hier sei insbesondere die Entwicklung in Ungarn dramatisch. Insgesamt betrachtet sei die T-Aktie im Branchenvergleich aber immer noch attraktiv bewertet.
DIALOG SEMICONDUCTOR
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Dialog Semiconductor nach vorläufigen Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 14,00 Euro belassen. Der Umsatz sei trotz der anhaltenden Probleme beim Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) und des schwächelnden Absatzes des neuen iPads bemerkenswert, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Dienstag. Wie aber auch in den vergangenen Quartalen gehe der Aufschwung zu Lasten der Bruttomarge. Im schlechtesten Fall könne der Umsatzanstieg komplett durch neuen Druck auf die Marge aufgefressen werden. Da das Unternehmen diese Möglichkeit ausdrücklich genannt habe, glaube er, dass die Marge die 40-Prozent-Marke nach unten durchbrochen haben könnte. Insgesamt jedoch sei er beeindruckt vom derzeitigen Schwung des Unternehmens, schrieb der Branchenexperte weiter.
DIALOG SEMICONDUCTOR
LONDON - Barclays Capital hat das Kursziel für Dialog Semiconductor nach Eckzahlen zum Schlussquartal 2011 von 17,00 auf 18,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er habe die Gewinnerwartungen für das Schlussviertel 2011 sowie für 2012 leicht nach oben geschraubt, schrieb Analyst Andrew Gardiner in einer Studie vom Dienstag. Vermutlich aufgrund umfangreicher Bestellungen des wichtigen Kunden Apple gegen Ende Dezember habe der Umsatz die Unternehmensprognose und die Marktschätzung deutlich übertroffen. Zwar sei die Bruttomarge wegen des schnellen Produktionsausbaus etwas gesunken, doch habe der Überschuss je Aktie des Herstellers integrierter Mixed-Signal-Schaltungen dennoch zugelegt. Der Titel bleibe eine seiner "Top Ideas".
EDF ELECTRICITE DE FRANCE
ZÜRICH - Die UBS hat Electricite de France (EdF) ) von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 26,00 auf 18,50 Euro gesenkt. Für Laufzeitverlängerungen und Sicherheitsmaßnahmen für die Kernkraftwerke müsse der Energiekonzern 15 Milliarden Euro mehr investieren als zuvor angekündigt, schrieb Analyst Per Lekander in einer Studie vom Dienstag. Die Atommeiler von EdF dürften bis 2020 keinen freien Cashflow generieren. Vor diesem Hintergrund habe er die Dividendenprognosen reduziert. Zudem gebe es vor der französischen Präsidentschaftswahlen politische Risiken. Daher laute das Votum trotz der günstigen Bewertung nun "Neutral".
ENEL
ZÜRICH - Die UBS hat Enel von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 3,60 auf 3,25 Euro gesenkt. Die neue italienische Regierung könnte die Gasmarktreform beschleunigen und dadurch die im europäischen Vergleich hohen italienischen Energiepreise senken, schrieb Analyst Alberto Gandolfi in einer Studie Dienstag. Auch hätten sich die Strompreisperspektiven für Spanien verschlechtert. Aufgrund der entstehenden Gewinn- und Dividendenrisiken laute sein Votum trotz der relativ zum Sektor geringen Bewertung nun "Neutral".
EON
ZÜRICH - Die UBS hat Eon von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und taktisch zudem ein kurzfristiges "Sell"-Votum ausgesprochen. Das Kursziel senkte Analyst Patrick Hummel in einer Branchenstudie vom Dienstag von 20,00 auf 18,00 Euro. Zudem setzte er Eon auf die "Least Preferred"-Liste des Versorgersektors. Aufgrund im Jahr 2012 vermutlich steigender Verluste im Gasgroßhandel könnten die Mitte März erwarteten Unternehmensprognosen für das laufende Jahr enttäuschen. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen dürfte um circa zehn Prozent fallen. Mittelfristig bleibe der Anlagehintergrund wegen der erwarteten soliden Gewinnerholung intakt und die Bewertung sei moderat. Das kurzfristige Chance-/Risikoverhältnis sei aber unattraktiv. Auf Sicht von drei bis sechs Monaten ziehe er RWE vor.
FRAPORT
DÜSSELDORF - Die WestLB hat Fraport auf die "Mid & Small Cap Focus List" gesetzt. Die Einschätzung wurde auf "Buy" mit einem Kursziel von 63,00 Euro belassen. Nach der schwachen Entwicklung der Fraport-Aktie in den vergangenen sechs Monaten sei es nun Zeit für ein Investment in diesen vorzyklischen Wert, schrieb Analyst Raimon Kaufeld in einer Studie vom Dienstag. Die Aktie könne sich wegen zusätzlicher Verkaufsflächen und der starken Nachfrage nach Startzeiten auf der neuen Frankfurter Landebahn im laufenden Jahr stark entwickeln. Wegen des Knotencharakters des Frankfurter Flughafens und der Stärke der inländischen Fluggesellschaft Lufthansa schätze er das Risiko nicht genutzter zusätzlicher Kapazitäten als eher gering ein. Zudem schätze er Fraport wegen des starken Engagements in Wachstumsmärkten wie Antalya, schrieb der Experte weiter.
FREENET
LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Freenet von 12,00 auf 13,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er habe für den gesamten Telekomsektor seine Kursziele bis Ende Dezember 2012 prolongiert, schrieb Analyst Nick Delfas in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Mobilfunkanbieter habe Wachstumspotenzial und sei günstig bewertet. Kurstreiber für die Titel könnten die Dividendenzahlungen sein sowie ein neuer Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im März.
FREENET
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für Freenet von 11,00 auf 12,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Angesichts der guten Resultate im dritten Quartal habe er seine Gewinnschätzungen für den Mobilfunkanbieter nach oben geschraubt, schrieb Analyst Jörg-Andre Finke in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Titel zähle zu seinen sechs "Top Picks" kleiner und mittelgroßer deutscher Unternehmen. Im einem von makroökonomischen Faktoren bestimmten Aktienmarkt präferiere er Unternehmen wie Freenet, die strukturelle Wachstumsmöglichkeiten, starke Bilanzkennziffern sowie ein gewisses zyklisches Potenzial kombinierten. Die Geschäftsstabilisierung bei dem Mobilfunkdienstleister werde von den durchschnittlichen Analystenschätzungen nicht widergespiegelt und sei noch nicht eingepreist.
GEA
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für die Aktien der Gea (GEA Group) Group von 28,00 auf 29,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er habe das Bewertungsmodell auf 2012 nach vorne gerollt, schrieb Analyst Jörg-Andre Finke in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Titel zähle zu seinen sechs "Top Picks" deutscher kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Im einem von makroökonomischen Faktoren bestimmten Aktienmarkt präferiere er Unternehmen wie Gea, die strukturelle Wachstumsmöglichkeiten, starke Bilanzkennziffern sowie ein gewisses zyklisches Potenzial kombinierten. Die Gea Group profitiere vom umfangreichen Schwellenland-Geschäft und der starken Ausrichtung auf die Nahrungsmittelindustrie. Daneben dürfte auch die fortgesetzte Restrukturierung für weitere Gewinnzuwächse sorgen.
GERRESHEIMER
DÜSSELDORF - Die HSBC hat Gerresheimer auf "Overweight" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Der Titel zähle zu ihren sechs "Top Picks" kleiner und mittelgroßer deutscher Unternehmen, schrieben die Analysten in einer Strategiestudie vom Dienstag. In einem von makroökonomischen Faktoren bestimmten Aktienmarkt präferierten sie Unternehmen wie Gerresheimer, die strukturelle Wachstumsmöglichkeiten, starke Bilanzkennziffern sowie ein gewisses zyklisches Potenzial kombinierten, hieß es. Als Hersteller von pharmazeutischen Verpackungen sollte Gerresheimer von einer Reihe struktureller Wachstumstreiber profitieren. Dazu zählte etwa der schnell wachsende Diabetesmarkt, die zunehmende Verwendung von Generika sowie der steigende Geschäftsanteil der Schwellenländer.
GIVAUDAN
LONDON - Merrill Lynch hat Givaudan von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 875,00 Franken belassen. Der Kurs liege mittlerweile leicht über dem Ziel und die Bewertung der Papiere am oberen Ende der historischen Bandbreite, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie vom Dienstag. Der Überschuss des Herstellers von Duftstoffen und Aromen könnte sich 2012 erholen. Der Experte rechnet aufgrund vermutlich sinkender Rohstoffkosten und steigender Absatzpreise mit einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität.
HANNOVER RUECK
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung der Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) nach der Übernahme von Langlebigkeitsrisiken von einem britischen Pensionsversicherer auf "Hold" mit einem Kursziel von 36,00 Euro belassen. Auch wenn der finanzielle Effekt auf den operativen Gewinn des weltweit drittgrößten Rückversicherers verhältnismäßig gering sei, betrachte er das Geschäft mit den Risiken aus Pensionsverpflichtungen aus strategischer Sicht positiv, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Dienstag. Auf Grund der Diversifikation könnte sich mit dieser Transaktion das Risikoprofil im Lebensversicherungsgeschäft der Hannover Rück strukturell verbessern.
HEIDELBERGER DRUCK
ZÜRICH - Kepler hat Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 1,50 auf 3,00 (Kurs: 1,431) Euro verdoppelt. Nach dem 95-prozentigen Kursrückgang seit 2007 könnte sich eine deutliche Trendwende abzeichnen, schrieben die Analysten in einer Studie vom Dienstag. Die Chancen für eine umfassende Restrukturierung des Druckmaschinenbauers stünden gut. Hinzu komme eine mögliche Branchenkonsolidierung nach der Insolvenz von Manroland.
HHLA
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) von 27,00 auf 28,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Sie hätten das Bewertungsmodell auf 2012 nach vorne gerollt, schrieben die Analysten in einer Strategiestudie vom Dienstag. Zudem sei die Bewertung der Vergleichsgruppe gestiegen. Der Titel zähle zu ihren sechs "Top Picks" kleiner und mittelgroßer deutscher Unternehmen. Im einem von makroökonomischen Faktoren bestimmten Aktienmarkt präferierten sie Unternehmen wie HHLA, die strukturelle Wachstumsmöglichkeiten, starke Bilanzkennziffern sowie ein gewisses zyklisches Potenzial kombinierten. Die Fortschritte beim Genehmigungsprozess zur Vertiefung der Elbe-Fahrrinne seien noch nicht eingepreist.
JUNGHEINRICH
DÜSSELDORF - Die HSBC hat Jungheinrich (Jungheinrich vz) auf "Overweight" mit einem Kursziel von 29,00 Euro belassen. Der Titel zähle zu ihren sechs "Top Picks" kleiner und mittelgroßer deutscher Unternehmen, schrieben die Analysten in einer Strategiestudie vom Dienstag. Im einem von makroökonomischen Faktoren bestimmten Aktienmarkt präferierten sie Unternehmen wie Jungheinrich, die strukturelle Wachstumsmöglichkeiten, starke Bilanzkennziffern sowie ein gewisses zyklisches Potenzial kombinierten, hieß es. Zudem zählten die Aktien des Gabelstapler-Produzenten zu den 20 europäischen "Top Picks" mittelgroßer Unternehmen des HSBC Style & Systematic Alpha Teams. Das Unternehmen sollte vom weltweiten Wachstum der Logistikketten profitieren.
K+S
LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für K+Svon 62,00 auf 60,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Er habe die bereinigten Gewinnerwartungen je Aktie für 2011 und 2012 um circa zehn respektive rund fünf Prozent reduziert, schrieb Analyst Andrew Benson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dies reflektiere das wegen des milden Wetters überraschend schwache Salzgeschäft im Schlussquartal sowie geringere vorgezogene Kalidüngerkäufe durch die Kunden. Zudem habe er die gestiegene Kostenprognose für das Schlussviertel 2011 berücksichtigt.
LANXESS
LONDON - Merrill Lynch hat Lanxess (LANXESS) um zwei Stufen von "Underperform" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 38,00 auf 52,00 (Kurs: 45,290) Euro angehoben. Nach dem schlechten Abschneiden der Papiere im Jahr 2011 gebe es drei Gründe für eine nun überdurchschnittliche Kursentwicklung, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie vom Dienstag. Das Butylkautschukwerk von Lanxess in Singapur dürfte die Produktion drei Jahre früher aufnehmen als das des Wettbewerbers Kemya. Das sollte die Margen stützen und sei der Hauptgrund für die von ihm angehobenen Gewinnprognosen. Mit diesen liege er neun Prozent über dem Konsens.
LINDE
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Linde nach der geplanten Übernahme des europäischen Homecare-Geschäfts von Air Products auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 130,00 Euro belassen. Der Zukauf, der das bisher von Air Products in Kontinentaleuropa betriebene Geschäft mit Beatmungstherapien zur Behandlung von Atemwegserkrankungen umfasse, sei recht teuer, schrieb Analystin Nadeshda Demidova in einer Studie vom Dienstag. Allerdings trage die neue Geschäftssparte gleich vom ersten Jahr an zum Gewinnwachstum des Industriegase-Konzerns bei. Zudem sei die Sparte von strategisch wichtiger Bedeutung, da so die Expansion in eine rasch wachsende Marktnische mit attraktivem Gewinnniveau vorangetrieben werde.
METRO
LONDON - Die HSBC hat das Kursziel für Metro (METRO) von 36,00 auf 32,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Er habe die Erlösprognosen für 2011 bis 2013 für die Sparte Cash & Carry reduziert, schrieb Analyst Jerome Samuel in einer am Dienstag vorgelegten Branchenstudie. Aufgrund des vergleichsweise großen Geschäftsanteils von Unterhaltungselektronik und anderen Produkten, die die Kunden vom überschüssigen Einkommen kauften, lasse die Gewinnentwicklung sich schwerer vorhersagen als bei reinen Nahrungsmittelhändlern. Zudem signalisiere die jüngste Gewinnwarnung, dass der Handelskonzern gegen einen Konjunkturabschwung nicht immun sei.
PHILIPS
HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Philips (Philips Electronics) nach einer Gewinnwarnung von 16,00 auf 14,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die Ergebnisse des vierten Quartals in den Sparten Medizin- und Lichttechnik seien enttäuschend ausgefallen, schrieb Analyst Wolfgang Vasterling in einem Kommentar am Dienstag. Da die schwachen Ergebnisse mit der schwierigen Lage in Europa begründet worden seien, könne auch nicht mit einer schnellen Erholung gerechnet werden. Die Fortschritte in der Konsumgütersparte wegen der Restrukturierungsmaßnahmen seien hingegen ein Lichtblick.
PHOENIX SOLAR
LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Phoenix Solar von 5,50 auf 3,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Das Unternehmen befinde sich in einem herausfordernden Marktumfeld, schrieb Analyst Rupesh Madlani in einer Studie vom Dienstag. Die zurückgefahrene Unterstützung der Regierung für größere Solarprojekte in Italien und Deutschland treffe auf ein weniger günstiges Finanzierungsumfeld. Zudem glaube er, dass es weitere Abschreibungen auf Vorräte geben könne, weil Modulpreise sänken und die Profitabilität belasteten. Er rechne nun in seinem Modell für das Kursziel der Aktie mit einem jährlichen Umsatzrückgang von 2,9 Prozent statt zuvor 1 Prozent, schrieb der Branchenexperte weiter.
Q-CELLS
LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Q-Cells von 0,80 auf 0,40 Euro halbiert, aber die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Er habe seine Erwartungen an die Profitabilität des Geschäftsmodells von Q-Cells angepasst, schrieb Analyst Rupesh Madlani in einer Studie vom Dienstag. Der deutsche Solarmarkt zeige Schwäche und daher sehe er nur begrenzt Spielraum für größere neue Solarprojekte. Er erwarte einen weiteren Preisrückgang bei Solarmodulen im laufenden Jahr und dass Q-Cells wohl nicht effektiv werde konkurrieren können.
REPSOL
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Repsol-YPF-YPF (Repsol YPF) von 24,50 auf 26,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Bei der Bewertung berücksichtige er nun auch das Vaca-Muerta-Ölschieferfeld in Argentinien, die Aktienrückkäufe im Dezember sowie die Akquisitionsaktivität des Ölkonzerns, schrieb Analyst Jon Rigby in einer Studie vom Dienstag.
RWE
ZÜRICH - Die UBS hat RWE in die "Most Preferred"-Liste für den europäischen Versorgersektor aufgenommen und die Einstufung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 29,00 Euro belassen. Mit Blick auf die Unternehmensprognosen für 2012 sehe er weniger Risiken als beim Wettbewerber Eon, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Branchenstudie vom Dienstag. Daher ziehe er die RWE-Papiere denen von Eon auf Sicht von drei bis sechs Monaten vor. Die Belastungen durch geringere Strompreise und höhere Verluste im Gasgeschäft dürften durch größere Gewinne bei den Braunkohlekraftwerken sowie zusätzliche Kostensenkungen kompensiert werden.
SYMRISE
DÜSSELDORF - Die WestLB hat Symrise auf die "Mid & Small Cap Focus List" gesetzt und die Einschätzung bei "Add" mit einem Kursziel von 24,20 Euro belassen. Symrise sei stark in außereuropäischen Wachstumsmärkten engagiert, schrieb Analyst Norbert Barth in einer Studie vom Dienstag. Diese Märkte sehe er weiter als Wachstumstreiber der Weltwirtschaft. Zudem habe Symrise es verstanden, Anfang 2011 eine vorausschauende Preispolitik zu betreiben und somit den höheren Rohmaterialkosten zuvorzukommen. Trotz einer Rezession in zahlreichen westeuropäischen Ländern rechne er mit einem Anstieg der EBITDA-Marge im laufenden Jahr, schrieb der Experte weiter. Zudem sehe er Symrise als ernsthaftesten Kandidaten auf der "Mid & Small Cap Focus List" für eine Übernahme. Auch 2012 dürfte demnach das Interesse großer Chemiekonzerne an wachsenden, weniger konjunktursensiblen Branchen groß bleiben.
SYMRISE
LONDON - Merrill Lynch hat Symrise von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel auf 20,00 Euro belassen. Die Papiere des Herstellers von Duftstoffen und Aromen hätten sich 2011 im Vergleich zum gesamten Aktienmarkt und dem Sektor "zu gut" entwickelt, schrieb Analyst Laurent Favre in einer Studie vom Dienstag. Höhere Absatzpreise dürften zu einer Normalisierung der operativen Gewinnmarge (EBITDA-Marge) bei 20 Prozent führen. Mehr Optimismus sei allerdings unangebracht, zumal höhere Verkaufspreise unter anderem die Kapazitätsauslastung mindern könnten. Daher sowie wegen des mittlerweile begrenzten Kostensenkungspotenzials sehe er durchaus weitere Risiken für die Gewinndynamik.
SYNGENTA
LONDON - Merrill Lynch hat das Kursziel für Syngenta von 280,00 auf 320,00 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Andrew Stott hob in einer Studie vom Dienstag die Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 und 2013 um durchschnittlich je sechs Prozent an. Der Schweizer Franken dürfte im Vergleich zum Euro und US-Dollar länger schwächer bewertet bleiben und die Wechselkursbelastungen daher geringer sein. Zudem habe er die Absatzprognose für das Saatgutgeschäft des Agrarkonzerns wegen dessen guter Dynamik nach oben geschraubt.
TESCO
LONDON - Merrill Lynch hat Tesco von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 440,00 auf 420,00 Pence gesenkt. Dem britischen Supermarktbetreiber dürfte es schwer fallen, der Erlösdynamik bis zur erwarteten Strategiepräsentation im April neues Leben einzuhauchen, schrieb Analyst John Kershaw in einer Studie vom Dienstag. Die jüngsten Daten des Marktforschungsinstituts Nielsen signalisierten eine schwächere Geschäftsentwicklung. Zudem impliziere die Stärke der Konkurrenten Aldi und ASDA weiter sinkenden Konsumausgaben der Kunden.
UNICREDIT
HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) nach der Kapitalerhöhung von nominal 1,46 auf 5,22 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das alte Kursziel habe vor der Zusammenlegung von Aktien und der Kapitalerhöhung Bestand gehabt, schrieb Analyst Pedro Fonseca in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Das neue Kursziel läge deshalb de facto unter dem alten Kursziel, vor allem wegen geringerer Gewinnerwartungen und der für den Aktienwert schädlichen Kapitalerhöhung. Das gegenwärtige Kurs-Buch-Verhältnis von 0,29 sei nicht durch fundamentale Risiken gerechtfertigt, sondern könne nur durch die anhaltende Sorge um die Staatsverschuldung Italiens erklärt werden. Seiner Meinung nach seien diese Sorgen aber fehl am Platze, da Italien nicht bankrott gehen werde. Die Unicredit sei nun wegen ihres besseren Wachstumsprofils vor der Intesa SanPaolo sein bevorzugter italienischer Bankentitel.
VEOLIA ENVIRONNEMENT
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Veolia Environnement von 8,00 auf 7,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Aufgrund der Konjunkturrisiken und der Verwässerungseffekte durch angekündigte Beteiligungsveräußerungen habe er die Gewinnschätzung je Aktie für 2012 reduziert, schrieb Analyst Per Lekander in einer Studie vom Dienstag. Bis erste Erfolge der eingeleiteten Restrukturierung sichtbar würden, sei ein Abschlag auf die Sektorbewertung angemessen.
WACKER CHEMIE
LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat Wacker Chemie von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft und das Kursziel von 115,00 auf 75,00 Euro gesenkt. Er glaube, dass die Margen im Polysilicium-Geschäft in den kommenden Quartalen unter die 30-Prozent-Marke sinken könnten, schrieb Analyst Rupesh Madlani in einer Studie vom Dienstag. Im dritten Quartal hätte die Gewinnspanne noch 47 Prozent betragen. In Nachverhandlungen von Lieferverträgen versuche Wacker derzeit, Marktanteile zu schützen und hinzu zu gewinnen. Hersteller böten in Vertragsverlängerungen dazu größere Mengen zu geringeren Durchschnittspreisen an. Der Solarmarkt werde 2012 vermutlich auf dem Niveau von 2011 bleiben und damit nur begrenzte Chancen für Preiserhöhungen bieten, schrieb der Branchenexperte weiter.
WACKER NEUSON
DÜSSELDORF - Die HSBC hat Wacker Neuson (Wacker Neuson SE) in einer Ersteinschätzung mit "Overweight" und einem Kursziel von 14,00 Euro bewertet. Der Titel zähle zu seinen sechs "Top Picks" kleiner und mittelgroßer deutscher Unternehmen, schrieb Analyst Jörg-Andre Finke in einer Strategiestudie vom Dienstag. In einem von makroökonomischen Faktoren bestimmten Aktienmarkt präferiere er Unternehmen wie Wacker Neuson, die strukturelle Wachstumsmöglichkeiten, starke Bilanzkennziffern sowie ein gewisses zyklisches Potenzial kombinierten. Trotz des aggressiven Wachstums überzeuge der Baumaschinenhersteller mit soliden Margen und Finanzen. Der Markt unterschätze unter anderem das strukturelle Wachstumspotenzial, das durch die Kooperation mit Caterpillar entstehe.
YARA
LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für Yara von 370,00 auf 360,00 norwegische Kronen gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Er habe die bereinigten Gewinnprognosen je Aktie für 2011 und 2012 um 14 respektive fünf Prozent reduziert, schrieb Analyst Andrew Benson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Damit sollen den in Europa zuletzt deutlich gesunkenen Preise für Harnstoffdünger Rechnung getragen werden. Zudem hielten sich die Kunden wegen der ungewissen Konjunkturperspektiven mit vorzeitigen Käufen zurück. Für die deutlich unterbewerteten Papiere bleibe es aber beim Kaufvotum.
/he