FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 11.01.2012
AKZO NOBEL
ZÜRICH - Die UBS hat Akzo Nobel (Ahold) von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 35,00 auf 34,00 Euro gesenkt. Sie habe wegen sinkender Nachfrage und steigenden Rohstoffpreisen ihre Gewinnschätzungen nach unten angepasst, schrieb Analystin Evgenia Molotova in einer Studie vom Mittwoch. Sie sei zudem enttäuscht über die jüngsten Ankündigungen zur Kostensenkung. In den vergangenen zehn Jahren hätten sich Umsätze, Margen, Gewinn je Aktie und der Aktienkurs seitwärts bis abwärts entwickelt. Zwar unterstützten die Bruttomargen von 38 bis 41 Prozent die Ansicht, Akzo Nobel sei tatsächlich ein besonderes Unternehmen. Das Wachstum und der Cashflow hingegen täten dies nicht.
ALCATEL-LUCENT
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Alcatel-Lucent von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 2,00 Euro belassen. Die Liquiditätssorgen um den Telekomausrüster seien übertrieben, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Selbst wenn er für die Netzwerksparte einen Umsatzrückgang von insgesamt 17 Prozent zugrunde lege, sollte das Unternehmen genügend Liquidität für 2012 und 2013 behalten. Selbst ein Zusammenbruch zu den gleichen Bedingungen wie beim Telekomausrüster Nortel deute auf einen Restwert von 2,00 Euro je Aktie hin, was immer noch einem Aufwärtspotenzial von 61 Prozent zum derzeitigen Kurs entspräche. Mit einer besseren Aussicht hinsichtlich der Umsätze und den Kostenreduzierungen zugunsten der Marge hebe er die Empfehlung für die Aktie an.
ALSTRIA OFFICE
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für die Aktien des Alstria Office REIT (alstria office REIT-AG) von 12,20 auf 11,70 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Die Immobilienbranche leide unter einer zu hohen Verschuldung, schrieb Analyst Harm Meijer in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Da die Unternehmen dieses Problem langsamer angingen als gedacht, habe er die Kursziele um durchschnittlich acht Prozent reduziert. Er ziehe die Aktien britischer Immobiliengesellschaften weiterhin denen der kontinentaleuropäischen vor.
BURBERRY
LONDON - Nomura hat Burberry (Burberry Group) von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 1.356 auf 1.530 Pence angehoben. Der Modekonzern habe sich in den vergangenen fünf Jahren gewandelt und hebe sich positiv von anderen Luxusgüterherstellern ab, schrieb Analyst Fraser Ramzan in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Der Produktmix, der Vertrieb, innovatives Marketing sowie hohe Investitionen in die Infrastruktur hätten zu einem starken Wachstum geführt. Die positive Entwicklung dürfte andauern. Daher sei ein Bewertungsaufschlag im Vergleich zu den Wettbewerber-Aktien gerechtfertigt.
COMMERZBANK
TOKIO - Die japanische Großbank Nomura hat Commerzbank nach Aussagen von Finanzchef Eric Strutz auf einer Investorenkonferenz in New York von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 1,00 auf 1,50 (Kurs: 1,251) Euro angehoben. Die von der Bank geplanten Maßnahmen dürften den größten Teil des Fehlbetrags zur Einhaltung der neuen Kapitalanforderungen abdecken, schrieb Analyst Chintan Joshi in einer Studie vom Mittwoch. Der Umfang einer je nach dem Verlauf der Dinge immer noch möglichen Kapitalerhöhung liege nun unter seiner bisherigen Schätzung.
CONTINENTAL
LONDON - GoldmanSachs hat Continental nach Aussagen des US-Reifenherstellers Goodyear über eine Nachfrageschwäche in allen Regionen auf "Buy" mit einem Kursziel von 84,00 Euro belassen. Die vorsichtigen Äußerungen des US-Wettbewerbers sollten nicht unbedingt als negatives Signal für europäische Reifenproduzenten wie Continental interpretiert werden, schrieb Analyst Stephan Putter in einer Studie Mittwoch. Die Absatzschwäche dürfte auf unternehmensspezifischen Gründen basieren.
DEUTSCHE BOERSE
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Deutsche Börse nach Spekulationen über eine immer unwahrscheinlichere Fusion mit der NYSE Euronext von 60,00 auf 56,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe den Wert der geplanten Fusion von bisher fünf Euro je Aktie auf einen Euro je Aktie gesenkt, schrieb Analyst Arnauld Giblat in einer Studie vom Mittwoch. Der Entwurf des Expertenteams der EU-Wettbewerbsbehörde empfiehlt Pressespekulationen zufolge die Ablehnung der Fusion mit der NYSE Euronext. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fusion zustandekomme, sinke damit nun auf 20 Prozent. Bei der geplanten Finanzmarkttransaktionssteuer sei das schlimmste vermieden worden. Auch wenn dies kurzfristig kaum gute Nachrichten seien, schwinde doch die Unsicherheit hinsichtlich eines Investments in die Aktie. Die Deutsche Börse weise im Vergleich zu Mitbewerbern eine hohe Ergebnis-Vorhersehbarkeit auf und sei derzeit dennoch mit einem Abschlag von zehn Prozent bewertet.
DEUTSCHE TELEKOM
DÜSSELDORF - Die WestLB hat Deutsche Telekom nach Aussagen des US-Chefs Philip Humm zur baldigen Fertigstellung einer neuen Strategie für T-Mobile USA auf "Add" mit einem Kursziel von 10,00 Euro belassen. Die neue Strategie für das US-Geschäft der Telekom dürfte nur eine Zwischenlösung werden, schrieb Analyst Wolfgang Specht in einer Studie vom Mittwoch. Das Unternehmen dürfte sich nach einem neuen Partner umsehen, da eine Stand-Alone-Strategie angesichts des Wettbewerbs durch die dominanten US-Mobilfunkanbieter sehr riskant sei.
DEUTSCHE TELEKOM
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für Deutsche Telekom von 9,50 auf 9,30 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er berücksichtige nun die positiven Effekte des gescheiterten Verkaufs von T-Mobile USA an AT&T, aber auch niedrigere Investitionen in Deutschland und eine Verzögerung der Stabilisierung in dem Heimatmarkt bis nach 2014, schrieb Analyst Dominik Klarmann in einer Studie vom Mittwoch. Das regulatorische Umfeld in Deutschland sei nie besser gewesen und der Telekomkonzern könnte wegen Investitionen in den USA eine gute Gelegenheit in seinem Heimatmarkt verpassen. Höhere Investitionen könnten allerdings die Bonitätsbeurteilung gefährden. Im Gegensatz zum Konkurrenten Telefoncia sehe er aber immerhin nicht das Risiko sinkender Dividenden.
DIALOG SEMICONDUCTOR
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Dialog Semiconductor nach vorläufigen Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 14,00 Euro belassen. Die Umsatzzahlen des Halbleiterherstellers seien positiv ausgefallen, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Mittwoch. Das überrasche nicht angesichts des starken iPhone-Absatzes. Allerdings könne in einem Worst-Case-Szenario das Umsatzplus durch den Druck auf die Bruttomarge komplett wettgemacht werden. Insgesamt sei er weiterhin von der Entwicklung des Unternehmens beeindruckt.
EON
ZÜRICH - Die Credit Suisse hat das Kursziel für Eon von 18,50 auf 17,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nach dem Einbruch der CO2-Preise sowie angesichts der schwächeren Energienachfrage in Europa hätten sie die mittelfristigen Strompreisprognosen für Zentraleuropa reduziert, schrieben die Analysten in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Profitabilität des Stromerzeugungsgeschäfts dürfte gering bleiben.
FRAPORT
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung von Fraport nach ihrer Investorenveranstaltung auf "Add" mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Ein Höhepunkt der Präsentation von Vorstandschef Stefan Schulte seien die aktuellen Transportzahlen gewesen, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Mittwoch. Seine Erwartungen seien für den Dezember und das Gesamtjahr 2011 bezüglich des Frankfurter Flughafens übertroffen worden. Nach Angaben von Vorstandschef Schulte sei der Flughafenbetreiber vielversprechend ins neue Jahr gestartet.
FRAPORT
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat Fraport nach vorläufigen Dezember-Verkehrszahlen für den Flughafen Frankfurt auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 51,00 Euro belassen. Die auf das Gesamtjahr 2011 bezogene Wachstumsrate von 6,5 Prozent bewege sich im oberen Bereich des langfristigen Zielkorridors, schrieb Analyst Sebastian Hein in einer Studie vom Mittwoch. Auch wenn mit der Unternehmensprognose für das Jahr 2012 ein etwas ermäßigtes Wachstumstempo in Aussicht gestellt werde, sei die Steigerungsrate beim Verkehrsaufkommen im Vergleich zu anderen inländischen Flughäfen beeindruckend. Wegen der möglichen Verbesserung der operativen Gewinnmarge halte er die Fraport-Aktie als defensiven Wert daher für attraktiv.
FRAPORT
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung von Fraport nach vorläufigen Dezember-Verkehrszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 53,00 Euro belassen. Mit einer Wachstumsrate von 6,5 Prozent sei das Verkehrsaufkommen im Gesamtjahr 2011 am Frankfurter Flughafen deutlich besser ausgefallen als er erwartet habe, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Für das Geschäftsjahr 2012 habe der Flughafenbetreiber eine Wachstumsrate von 4 Prozent als Zielgröße in Aussicht gestellt. Diese eher konservative Prognose sei zwar am unteren Ende der langfristig angepeilten Bandbreite von 4 bis 7 Prozent, aber immer noch im Rahmen seiner Schätzung. Er sehe die Wachstumsaussichten von Fraport positiv.
HANNOVER RUECK
ZÜRICH - Die Credit Suisse hat das Kursziel für Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) von 45,00 auf 49,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Er habe die Kurziele für Rückversicherer teilweise an die Kapitalmarktentwicklung im Schlussquartal 2011 angepasst, schrieb Analyst Richard Burden in einer Branchenstudie vom Mittwoch.
INFINEON
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Infineon (Infineon Technologies) von 6,50 auf 5,90 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Mit dem zu erwartenden Rückgang der Automobilproduktion seien auch zunehmende Risiken für Infineon verbunden, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer Studie vom Mittwoch. Bisher habe das Unternehmen von der erhöhten Nachfrage nach Halbleiterprodukten für Anwendungen besonders in Fahrzeugen der gehobenen Preisklasse profitieren können. Wegen der bevorstehenden Konjunkturabschwächung rechne er für das Segment Automotive mit einem Umsatzrückgang von etwa 15 Prozent und habe seine Gewinnschätzung (EPS) für das Jahr 2012 von 0,36 auf 0,25 Euro je Aktie reduziert.
IVG
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für IVG (IVG Immobilien) Immobilien von 3,00 auf 2,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die Immobilienbranche leide unter einer zu hohen Verschuldung, schrieb Analyst Harm Meijer in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Da die Unternehmen dieses Problem langsamer angingen als gedacht, habe er die Kursziele um durchschnittlich acht Prozent reduziert. Er ziehe die Aktien britischer Immobiliengesellschaften weiterhin denen der kontinentaleuropäischen vor.
KONTRON
LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für Kontron nach dem Verkauf von KDMS von 6,90 auf 7,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Rudolf Dreyer hob in einer Studie vom Mittwoch die Gewinnprognose je Aktie für den Minicomputer-Hersteller für 2012 um 2,2 Prozent auf 0,5 Euro an.
LINDE
PARIS - Die SocieteGenerale hat das Kursziel für Linde nach einem Zukauf von 122,00 auf 130,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Zukauf des kontinental-europäischen Homecare-Geschäfts von Air Products festige Lindes Position als regionale Nummer zwei hinter Air Liquide, schrieb Analyst Peter Clark in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Er habe seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie 2012 und 2013 um rund 2 Prozent angehoben. Allerdings sehe er wegen der von ihm angenommenen Rezession nur ein moderates Ertragswachstum für 2012. Der gegenwärtige Abschlag der Linde-Aktien von rund 10 Prozent zu den Mitbewerbern sei zu deutlich.
LUFTHANSA
LONDON - Nomura hat Lufthansa (Deutsche Lufthansa) nach dem angekündigten Verkauf vom BMI an die International Airlines Group (IAG) auf "Neutral" mit einem Kursziel von 16,00 Euro belassen. Die angestrebte Transaktion wäre positiv für die beiden großen Fluggesellschaften, schrieb Analyst Andrew Evans in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie. Die Lufthansa dürfte froh sein, die verlustträchtige Tochter endlich los zu werden. Die operativen Gewinnprognosen (EBIT) für 2012 und 2013 könnten um 200 respektive 150 Millionen Euro steigen.
MAN
FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für MAN nach ihrer Investorenveranstaltung von 70,00 auf 85,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Add" belassen. Der Finanzvorstand des Nutzfahrzeugherstellers Frank Lutz habe einen positiven Ausblick auf das Jahr 2012 gegeben, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Mittwoch. Die Dezember-Auftragseingänge in der Sparte Truck & Bus seien die höchsten im abgelaufenen Geschäftsjahr gewesen. Das bestätige ihn in seiner Einschätzung, dass sich das Jahr 2012 weniger schlecht entwickeln wird als von manchen Marktteilnehmern befürchtet, so der Analyst.
MARKS & SPENCER
LONDON - Die HSBC hat das Kursziel für Marks & Spencer (M&S)nach einem Zwischenbericht zum dritten Geschäftsquartal von 350,00 auf 335,00 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe die Vorsteuergewinnprognose für 2011/12 aufgrund neuer Erlös- und Bruttomargenerwartungen um zwei Prozent auf 703 Millionen britische Pfund reduziert, schrieb Analyst Paul Rossington in einer Studie vom Mittwoch. Zwar seien die vorgelegten Kennziffern besser gewesen als befürchtet, doch dürfte die anschließende Kurserholung nur von kurzer Dauer sein. Im gegenwärtig herausfordernden Konjunkturumfeld gebe es kaum Kurstreiber für die Aktien des Einzelhändlers.
MARKS & SPENCER
ZÜRICH - Die UBS hat die Einstufung für Marks & Spencer (M&S) auf "Neutral" mit einem Kursziel von 325 Pence belassen. Die Umsätze des dritten Quartals seien großteils im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Andrew Hughes in einer Studie vom Mittwoch. Die Bruttomarge sei dagegen etwas schwächer ausgefallen. Er hebe die Schätzungen für das Vorsteuerergebnis für das Geschäftsjahr 2011/12 um zwei Prozent auf 690 Millionen Pfund an. Den größeren Druck auf die Bruttomarge habe er zwar bereits angenommen, jedoch nicht die bessere Entwicklung bei den Kosten. Für das Geschäftsjahr 2012/13 habe er die Umsatzschätzungen wegen eines schwächeren wirtschaftlichen Umfeld gekürzt, was jedoch teilweise durch weitere Kosteneinsparungen aufgefangen werde.
METRO
ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Metro (METRO) von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 32,00 auf 26,00 (Kurs: 28,440) Euro gesenkt. Als Folge seiner vorsichtigen Einschätzung für die Umsatz- und Margenentwicklung habe er seine Prognosen für den operativen Gewinn (EBIT) und den Gewinn je Aktie (EPS) in diesem Jahr um sechs respektive acht Prozent gekürzt, schrieb Analyst Benjamin Peters in einer Studie vom Mittwoch. Diese lägen nun unter den Konsensschätzungen.
NOKIA
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Nokia von 4,50 auf 4,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Absatzrückgang von Telefonen mit Nokias Symbian-Betriebssystem werde den guten Start der mit Windows betriebenen Smartphones wettmachen, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Im ersten Halbjahr erwarte er einen sinkenden Absatz von Symbian-Telefonen wegen des Verlusts von Marktanteilen an günstige mit Android betriebene Smartphones. Daher rechne er mit einem schwachen Ausblick auf das erste Quartal und kürze seine Schätzungen für das EBIT 2012 deutlich unter das Niveau des Marktkonsenses. Trotzdem sehe er das Smartphonegeschäft des Konzerns mittelfristig auf einem besseren Weg und bleibe daher bei der "Hold"-Einschätzung.
PHILIPS
LONDON - Barclays Capital hat das Kursziel für Philips (Philips Electronics) nach einer Gewinnwarnung von 17,50 auf 16,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Er habe die bereinigten Überschussprognosen für 2011 bis 2013 um acht bis neun Prozent reduziert, schrieb Analyst Allan Smylie in einer Studie vom Mittwoch. Da sich nicht abschätzen lasse, wann die rückläufigen Gewinnerwartungen ein Ende finden, dürfte es kaum zu einer deutlichen Kurserholung kommen. Stützen sollte den Kurs allerdings die attraktive Dividendenrendite von 5,1 Prozent.
R. STAHL
DÜSSELDORF - Die HSBC hat die Aktien des Explosionsschutzexperten R. Stahl (R STAHL) von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel auf 27,00 Euro belassen. Es gebe keinen fundamentalen Grund für den jüngsten Kursanstieg, schrieb Analyst Richard Schramm in einer Studie vom Mittwoch. Die Papiere hätten in den letzten Tagen des Jahres 2011 vermutlich aufgrund der Käufe institutioneller Investoren um circa 30 Prozent zugelegt.
ROYAL BANK OF SCOTLAND GROUP
LONDON - Die HSBC hat das Kursziel für die Aktien der Royal Bank of Scotland (RBS) (Royal Bank of Scotland (RBS))von 45,00 auf 23,00 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die vorgeschlagenen regulatorischen Änderungen - etwa die Wandlung vorrangiger unbesicherter Verbindlichkeiten in Quasi-Eigenkapital - könnten zu dauerhaft höheren Finanzierungskosten führen, schrieb Analyst Peter Toeman in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie. Daher habe er die Gewinnschätzungen für britische Banken reduziert. Ein gewisser Schutz dürfte allerdings durch die Wiederbelebung des Marktes für die kurzfristige Refinanzierung entstehen. Auch seien Renditen im niedrigen zweistelligen Bereich vermutlich nach wie vor erreichbar.
SAP
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für SAP von 55,00 auf 65,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Anbieter für Unternehmenssoftware dürfte auch in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld weiterhin zweistellige Wachstumsraten erzielen, schrieb Analyst Marc Geall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem erwarte er im Geschäftsjahr 2012 mit der innovativen in-Memory-Computing Technologie (SAP-HANA) den Durchbruch auf dem traditionellen IT-Markt für Datenverwaltung. Im Branchenvergleich bleibe die SAP-Aktie für ihn nach wie vor der am meisten bevorzugte Software-Titel.
SIEMENS
ZÜRICH - Die UBS hat Siemens auf "Buy" mit einem Kursziel von 95,00 Euro belassen. Er habe wegen einer leicht negativeren Sicht auf die Profitabilität seine Schätzungen gering verändert, schrieb Analyst Fredric Stahl in einer Studie vom Mittwoch. Die Bewertung mache Siemens für ihn attraktiv. Zudem habe Siemens einen ausgewogenen Mix an Endmärkten und eine starke Bilanz aufzuweisen. Er glaube nach wie vor, dass Siemens den Aktionären Geld zurückzahlen könne, wenn sich das wirtschaftliche Klima stabilisiere. Andere positive Kurstreiber könnten in Zukunft Börsengänge von Nokia Siemens Networks und Osram sein.
SOFTWARE AG
LONDON - Barclays Capital hat das Kursziel für die Aktien der Software AG (Software) nach einer Gewinnwarnung von 30,00 auf 26,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Equal Weight" belassen. Er habe die Überschussprognosen je Aktie für 2011 bis 2013 um zwölf bis 14 Prozent reduziert, schrieb Analyst Gerardus Vos in einer Studie vom Mittwoch. Die geschäftlichen Probleme im US-amerikanischen BPE-Geschäft dürfte das Management lösen, doch werde das nichts an der schwachen Marktstellung in diesem Segment sowie dem schrittweisen Schrumpfen der ETS-Sparte ändern. Vor den Zahlen zum ersten Quartal könnte der Titel interessant werden, doch sehe er kurzfristig kein Kurspotenzial.
SOFTWARE AG
DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für Software AG (Software) von 29,00 auf 22,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Wegen des Risikos eines organischen Wachstumsstopps und der geringen Berechenbarkeit der künftigen Geschäftsentwicklung habe er unter anderem die Prognosen für das Softwareunternehmen reduziert, schrieb Analyst Jonathan Crozier in einer Studie vom Mittwoch. Auch habe die Glaubwürdigkeit des Unternehmens gelitten. Zwar reagiere das Management immer schnell auf Probleme, doch müsse dies recht häufig geschehen.
SOFTWARE AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Software AG (Software) nach ihrer Investorenveranstaltung von "Buy" auf "Add" und das Kursziel von 36,00 auf 28,00 Euro gesenkt. Im vierten Quartal sei angesichts des schwachen US-Geschäfts ein wahrer Sturm über das Software-Unternehmen hinweggefegt, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Mittwoch. Seine werde seine Einschätzungen für den Gewinn pro Aktie im Jahr 2012 nach unten korrigieren. Die Margen dürften im ersten Halbjahr leicht unter Druck geraten. Wegen der überzogenen Marktreaktion auf die Gewinnwarnung des Unternehmens am Vortag (20% Kursverlust) stufe er die Aktie nicht auf "Hold" ab.
SOFTWARE AG
ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Software AG (Software) auf "Buy" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Die vorläufigen Umsatzzahlen zum vierten Quartal seien schwach ausgefallen, schrieb Analyst Marcus Bäumer in einer Studie vom Mittwoch. Das scheine hauptsächlich durch die Produktumsätze der ETS-Sparte verursacht, in der es wenn überhaupt nur einen begrenzten Budgeteffekt zum Jahresende gegeben habe. Auch wenn die Lizenzumsätze der ETS-Sparte typischerweise gut vorhersehbar seien, müsse abgewartet werden, ob das Unternehmen die Lizenzen im Nachhinein noch verkaufen könne.
STRÖER
LONDON - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Ströer in einer Ersteinschätzung mit "Buy" und einem Kursziel von 19,00 (Kurs: 12,450) Euro bewertet. Die Papiere hätten seit dem Börsenstart zu deutlich unter enttäuschenden Ergebnissen in Polen sowie der Türkei gelitten, die die gute Entwicklung des attraktiven Deutschland-Geschäfts überschattet hätten, schrieb Analyst Claus Roller in einer Studie vom Mittwoch. Zudem gebe es in der Türkei und Polen Erholungspotenzial. Der auf Basis der für 2013 erwarteten Gewinne berechnete Bewertungsabschlag von 35 Prozent im Vergleich zu den Aktien des nächsten Wettbewerbers sei nicht gerechtfertigt.
SÜDZUCKER
FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Südzucker (Suedzucker) nach Zahlen der Tochter CropEnergies auf "Buy" mit einem Kursziel von 27,10 Euro belassen. Der Ergebnisrückgang des Biokraftstoffherstellers aufgrund von Einmal-Effekten sei etwas enttäuschend, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings sei der Einfluss von CropEnergies auf die Südzucker-Zahlen gering. Es bleibe deshalb bei seiner Einschätzung.
TUI TRAVEL
LONDON - Barclays Capital hat das Kursziel von Tui Travel von 285,00 auf 220,00 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Das Ziel spiegele die Wertsumme der einzelnen Unternehmensteile wider, schrieb Ed Birkin in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts des Kurspotenzials von 39 Prozent bleibe es aber beim "Overweight"-Votum. Die Papiere hätten unter den Problemen des Wettbewerbers Thomas Cook gelitten, die allerdings keine Rückschlüsse auf Tui Travel zuließen: Das Liquiditätsmanagement der Tui-Tochter sei deutlich überlegen. Auch sehe er keine Dividendenrisiken.
UNICREDIT
LONDON - Nomura hat das Kursziel für Unicredit nach der Aktienzusammenlegung sowie aufgrund der laufenden Kapitalerhöhung von 0,90 auf 3,70 Euro angepasst und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Dank des frischen Eigenkapitals dürfte die Bank auf Basis der Basel-III-Richtlinien, für Ende 2011 berechnet, eine Kernkapitalquote von neun Prozent gehabt haben, schrieb Analyst Domenico Santoro in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Nach der Kapitalmaßnahme sei die Unicredit günstiger bewertet als der Wettbewerber Intesa Sanpaolo. Das mache die Papiere trotz der im Vergleich zu Intesa Sanpaolo niedrigeren Profitabilität attraktiv.
UNICREDIT
DÜSSELDORF - Die WestLB hat Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von vormals 4,50 Euro gestrichen. Nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung sei die Bewertung der Papiere mit dem 0,3-fachen des bereinigten Substanzwertes niedrig und die Kursrisiken nun begrenzt, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings habe er die Überschussprognosen von 2012 an um sieben bis zwölf Prozent reduziert, da die geringeren kurzfristigen Zinsen die Nettozinsüberschüsse schmälern dürften.
UNILEVER
LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Unilever NV von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft, das Kursziel aber auf 28,00 Euro belassen. Es sei an der Zeit, Gewinne einzustreichen, schrieb Analyst Michael Steib in einer Studie vom Mittwoch. Die Konsumgüteraktie habe im vergangenen Jahr mit plus 25 Prozent einen beeindruckenden Kursaufschwung verzeichnet. Das branchenweit deutlichste Wachstum sei aber inzwischen im Kurs eingearbeitet. Die Spielräume für eine Anhebung der Gewinnschätzungen in diesem Jahr hält der Experte für äußerst begrenzt.
/he