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04.10.2012 21:37

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TIPPS DER ANALYSTEN

Updates zu Air Berlin, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, HP und Metro

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Updates zu Air Berlin, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, HP und Metro
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 04.10.2012

 

AIR BERLIN

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Air Berlin nach Aussagen von James Hogan, Chef des Großaktionärs Etihad auf "Hold" mit einem Kursziel von 2,00 Euro belassen. Mit der Forderung nach einer Kooperation mit der Fluggesellschaft Air France-KLM und der Ablehnung weiterer Finanzspritzen erhöhe Etihad den Druck auf den Billigflieger, schrieb Analyst Frank Skodzik in einer Studie vom Donnerstag. Eine Zusammenarbeit mit Air France wäre strategisch sehr sinnvoll für Air Berlin, glaubt der Experte.

 

BAYWA

 

    HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Baywa (BayWa) nach angekündigten Zukäufen von 35,00 auf 39,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die zum 1. Januar 2013 geplante Akquisition der Agrar-Handelshäuser Cefetra und Bohnhorst sei strategisch sinnvoll und der Kaufpreis vernünftig, schrieb Analyst Oliver Schwarz in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte passte seine Prognosen an die Übernahmen an und erhöhte seine Erwartungen für Umsatz und operativen Gewinn (EBIT) 2013 um 49 respektive 102 Prozent.

 

DEUTSCHE BANK

 

    LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) von 37,00 auf 38,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Der Kostenfokus des Bankhauses sei gut und das Investmentbanking dürfte anziehen, allerdings seien die Aktien des Wettbewerbers Barclays attraktiver bewertet, schrieb Analyst Hubert Lam in einer Studie vom Donnerstag. Die Deutsche Bank müsse ihre Bilanz weiter bereinigen und könnte am stärksten unter den EU-Bestrebungen leiden, das traditionelle Bankgeschäft vom Investmentbanking abzuschirmen. Sollte der Finanzkonzern allerdings die für 2015 gesteckten Ziele erreichen, könnten seine Gewinnerwartungen je Aktie um 10 bis 15 Prozent steigen.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    HANNOVER - Die NordLB hat Deutsche Telekom nach den Fusionsplänen von T-Mobile USA mit MetroPCS von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 10,00 auf 10,80 Euro angehoben. Nach dem Führungswechsel bei der US-Mobilfunktochter sei die angekündigte Transaktion nun ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, schrieb Analyst Jan Christian Göhmann in einer Studie vom Donnerstag. Die Herausforderungen hinsichtlich des weiteren Netzausbaus und der Steigerung der Kundenbasis seien aber gleich geblieben. Vor dem Hintergrund der höheren Bewertung für das US-Geschäft empfiehlt er die T-Aktie fortan zum Kauf.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    LONDON - S&P Equity hat das Kursziel für Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) angesichts der Fusionspläne von T-Mobile USA mit MetroPCS von 10,00 auf 10,50 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Nach dem fehlgeschlagenen Veräußerungsversuch an AT&T sei dies nunmehr die nächstbeste Lösung für die US-Mobilfunktochter, schrieb Analyst Alex Wisch in einer Studie vom Donnerstag. Er rechne sowohl mit einer Zustimmung durch die Aktionäre, als auch der Regulierungsbehörden in den USA, so dass die Transaktion im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen werden könnte. Mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen dürfte ein stärkerer Wettbewerber zu den führenden US-Mobilfunkunternehmen entstehen.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    FRANKFURT - Kepler hat das Kursziel für Deutsche Telekom von 12,50 auf 11,00 Euro reduziert, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Zielsenkung resultiere aus einem Analystenwechsel und einem etwas konservativeren Bewertungsansatz, schrieb der fortan zuständige Analyst Javier Borrachero in einer Studie vom Donnerstag. Bei einem Unternehmenswert von 4,5 im Verhältnis zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2013 erscheine die Deutsche Telekom attraktiver als die Konkurrenz. Das Cashflow-Profil sei robuster und die Dividende sicherer als bei anderen Werten, weshalb die Aktie zu den defensivsten Werten im Telekomsektor gehöre. Die Bilanz sei ordentlich und es gebe nur wenige Risiken mit Blick auf die Ziele für 2012.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Deutsche Telekom nach der angekündigten Fusion von T-Mobile USA und MetroPCS von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 10,20 auf 10,80 (Kurs: 9,566) Euro angehoben. Mit diesem Schritt hätten sich die Berechenbarkeit und die Optionalität der Geschäftsentwicklung im US-Geschäft erhöht, schrieb Analyst Matthew Bloxham in einer Studie vom Donnerstag. Der Schritt sei zwar  klein, aber wichtig und positiv für die Telekom, um sich eine attraktive und langfristige Position auf dem US-Mobilfunkmarkt zu sichern.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Deutsche Telekom nach der angekündigten Fusion von T-Mobile USA und MetroPCS auf "Hold" mit einem Kursziel von 9,00 Euro belassen. Die geplante Transaktion sei positiv, aber nicht bahnbrechend für die Telekom, schrieb Analystin Heike Pauls in einer Studie vom Donnerstag. Optimistisch erschienen vor allem die längerfristigen Telekom-Prognosen für das Umsatzwachstum und die operative Marge (EBITDA-Marge) des künftigen Unternehmens. Die hohen Integrationskosten dürften den Free Cashflow im kommenden Jahr aber um fünf Prozent niedriger ausfallen lassen. Zudem steige das Risiko einer Dividendenkürzung für 2013.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    FRANKFURT - Equinet hat das Kursziel für Deutsche Telekom nach vorgelegten Plänen für einen Zusammenschluss von T-Mobile USA mit MetroPCS von 9,00 auf 10,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Chancen stünden gut, dass die Fusion über die Bühne gehen wird, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Donnerstag. Gegenofferten von Sprint oder Verizon schließe er aber nicht aus. Auch wenn die Transaktion kein allzu großer Schritt sei, überwögen insgesamt die Pro- gegenüber den Contra-Argumenten.

 

DEUTSCHE TELEKOM

 

    ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Telekom nach der angekündigten Fusion von T-Mobile USA und MetroPCS auf "Neutral" mit einem Kursziel von 8,70 Euro belassen. Die Prognosen für das künftige Unternehmen seien aggressiv, vor allem künftiger Kundenschwund und das erwartete Umsatzwachstum gäben Anlass zur Sorge, schrieb Analyst Andy Parnis in einer Studie vom Donnerstag. Die erwarteten Kostensynergien von 6 bis 7 Milliarden US-Dollar seien hoch und dürften einige Zeit brauchen.

 

EVOTEC

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Evotec wegen einer Neubewertung der Aktien von 3,80 auf 4,10 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen (Kurs: 2,78 Euro). Die negative Kursreaktion nach dem angekündigten vorübergehenden Rücktritt von Vorstandschef Werner Lanthaler aus gesundheitlichen Gründen sollten Anleger zum Einstieg nutzen, empfahl Analyst Volker Braun in einer Studie vom Donnerstag.

 

GERRESHEIMER

 

    HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Gerresheimer nach Zahlen zum dritten Geschäftsquartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 46,00 (Kurs: 39,71) Euro belassen. Nach der zuletzt starken Kursentwicklung dürfte es aufgrund der schwächer als gedachten Resultate zu leichten Gewinnmitnahmen kommen, schrieb Analyst Scott Bardo in einer Studie vom Donnerstag. Grund zur Sorge gebe der Quartalsausweis des Verpackungsspezialisten allerdings nicht. Dieser habe die Gesamtjahresziele bestätigt.

 

GERRESHEIMER

 

    FRANKFURT - Kepler hat die Einstufung für Gerresheimer nach Zahlen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. In puncto Profitabilität habe der Spezialverpackungshersteller im dritten Quartal die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Moritz Dullinger in einer Studie vom Donnerstag. Am Margenziel für das Gesamtjahr habe sich zwar nichts geändert. Dullinger sieht es aber in Gefahr.

 

GERRESHEIMER

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Gerresheimer nach Zahlen zum dritten Geschäftsquartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 46,00 Euro belassen. Nach den zwei starken Vorquartalen habe der Verpackungsspezialist im dritten Jahresviertel seine Prognosen verfehlt, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Donnerstag. Die dafür verantwortliche schwache Entwicklung der Sparte Plastic Systems sehe er aber als einmaligen Ausrutscher an. Seine Kaufempfehlung für die Aktie basiere auf der Erwartung eines beschleunigten Gewinnwachstums im Geschäftsjahr 2012/13.

 

HEWLETT PACKARD

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Hewlett-Packard (HP) nach einer enttäuschenden Gewinnprognose für 2013 von 15,00 auf 10,00 (Kurs: 14,91) US-Dollar gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Die Situation beim weltgrößten Computerhersteller sei schlimmer als befürchtet, schrieb Analyst Chris Whitmore in einer Studie vom Donnerstag. Er bleibe wegen der sich eintrübenden Fundamentaldaten, der gesamtwirtschaftlichen Lage und des verschlechterten Cashflows vorsichtig für HP.

 

HEWLETT PACKARD

 

    LONDON - Barclays hat das Kursziel für Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)) (HP) nach einem Analystentag von 21,00 auf 16,00 US-Dollar gesenkt, die Einstufung aber auf "Equal Weight" belassen. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass der PC-Hersteller noch einen schwierigen Weg vor sich habe, schrieb Analyst Ben Reitzes in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Das Gewinnziel je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 liege sowohl unter seiner als auch unter der Erwartung des Marktes und dürfte die Sorgen über die strukturellen Probleme bei HP noch vergrößern. Der Experte kürzte seine Schätzungen für den US-Konzern.

 

METRO

 

    ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat für Metro (METRO) in die "Least Preferred List" der europäischen Nahrungsmitteleinzelhändler aufgenommen, die Einstufung aber auf "Neutral" mit einem Kursziel von 23,00 Euro belassen. Grund für die Aufnahme in die Liste der am wenigsten bevorzugten Aktien sei die schwache Geschäftsentwicklung des britischen Wettbewerbers Tesco in der Periode März bis August, schrieb Analyst Mike Tattersall in einer Studie vom Donnerstag. Sinkendes Verbrauchervertrauen und eine generelle Marktschwäche sollten auch den deutschen Handelskonzern im dritten Quartal belastet haben und - was noch wichtiger sei - könnten sich im Weihnachtsgeschäft fortsetzen.

 

NOBEL BIOCARE

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat Nobel Biocare nach einer Gewinnwarnung des Schweizer Zahnimplantate-Herstellers auf "Hold" mit einem Kursziel von 9,80 Franken belassen. Die schwachen Umsätze in Japan, die die Neunmonatszahlen stark belasteten, und die deshalb gesenkte Prognose für das Jahresergebnis hätten seine zurückhaltende Einschätzung bestätigt, schrieb Analyst Oliver Metzger in einer Studie vom Donnerstag. Der Markt für Dentalimplantate reagiere sehr sensibel auf das wirtschaftliche Umfeld. Er erwäge nun, seine Schätzungen zu senken.

 

PROSIEBENSAT1

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) von 23,00 auf 25,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aktie des Medienkonzerns sei aus vier Gründen ihre einzige Kaufempfehlung in einer derzeit unattraktiven TV-Branche, schrieb Analystin Laurie Davison in einer Studie vom Donnerstag. So zeige sich der deutsche TV-Werbemarkt aktuell relativ krisenresistent. Zudem sei ProSieben im Sektorvergleich am besten positioniert für strukturelles Wachstum. Ferner dürfte der bevorstehende Kapitalmarkttag des Unternehmens zu steigenden Konsensschätzungen führen. Und schließlich sei die Aktie trotz ihres zuletzt überdurchschnittlichen Kursanstiegs im Branchenvergleich immer noch unterbewertet.

 

TELEFONICA

 

    FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler äußerte sich in einer Branchenstudie vom Donnerstag negativ zu europäischen Telekomunternehmen und senkte eine Reihe von Kurszielen. In den Augen des Analysten Javier Borrachero hätten sich die Trends im Sektor im zweiten Quartal weiter verschlechtert. Mit einer spürbaren Erholung in der zweiten Jahreshälfte sei nicht zu rechnen. Neben dem bestehenden Druck durch das Konjunkturumfeld intensivierten sich die regulatorischen Belastungen in Form von sinkenden Terminierungsentgelten und Roaming-Gebühren. Die Wettbewerb im Mobilfunk-Geschäft nehme in einigen Ländern zu und führe zu irrationalen Preisentwicklungen.

 

/he

 

FRANKFURT (dpa-AFX) -

Bildquellen: Julian Mezger

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