11.12.2012 21:30
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Updates zu Apple, BMW, Deutsche Telekom,ThyssenKrupp und VW

Updates zu Apple, BMW, Deutsche Telekom,ThyssenKrupp und VW
Tipps der Analysten
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.
Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 11.12.2012

 

APPLE INC

 

    LONDON  - Morgan Stanley hat die Einstufung für Apple auf "Overweight" mit einem Kursziel von 714,00 US-Dollar belassen. Eine von der US-Bank durchgeführte Umfrage zur möglichen Einführung des iTVs habe eine hohe Nachfrage für dieses Produkt erkennen lassen, schrieb Analystin Katy Huberty in einer Studie vom Dienstag. Die Kunden seien auch bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Das Interesse am iTV sei sogar doppelt so hoch wie das anfängliche Kaufinteresse für das iPhone und das iPad.

 

BMW

 

    HAMBURG  - Warburg Research hat BMW von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 69,00 auf 84,00 Euro angehoben. Der bislang starke Absatz des Autobauers im vierten Quartal stimme ihn für 2013 und danach noch zuversichtlicher, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer Studie vom Dienstag. Der Experte erhöhte seine Umsattz- und Ergebnisprognosen für die Jahre 2012 bis 2014.

 

DEUTSCHE POST AG

 

    LONDON  - Die US-Bank JPMorgan hat Deutsche Post von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 17,90 auf 16,90 Euro gesenkt. Die langfristig guten Aussichten für den Logistik-Konzern basierten auf einer starken Marktposition der Express-Sparte und dem stabilen Briefgeschäft, schrieb Analyst Christopher Combe in einer Studie vom Dienstag. Dies sei aber bereits eingepreist, weshalb er nun zu Gewinnmitnahmen rate. Größere Kursrückschläge sollten Anleger aber für Zukäufe oder Neuinvestments nutzen.

 

DEUTSCHE TELEKOM AG

 

    LONDON  - Das Analysehaus S&P Equity hat die Einstufung für Deutsche Telekom nach dem Kapitalmarkttag und der Kürzung der Dividende auf "Sell" mit einem Kursziel von 7,50 Euro belassen. Wie von ihm erwartet werde die Auszahlung in den kommenden beiden Jahren auf 50 Cent je Aktie reduziert, schrieb Analyst Alex Wisch in einer Studie vom Dienstag. Am Markt sei die Kürzung aber etwas weniger deutlich erwartet worden. Die Höhe der geplanten Investitionen sei für ihn zwar überraschend, im Konsens aber bereits eingearbeitet. Er passte deshalb seine Gewinnschätzungen je Aktie für die kommenden beiden Jahre etwas nach unten an.

 

EADS(EURO AERONAUTIC DEFENSE SPACE)

 

    FRANKFURT  - Independent Research hat die Einstufung für EADS anlässlich der veränderten Aktionärsstruktur auf "Halten" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. Die Neuordnung des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns vereinfache die operativen Entscheidungsprozesse, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Dienstag. Zudem sollte mit dem erwarteten Anstieg des Streubesitzes auf 70 Prozent das Interesse institutioneller Investoren an dem Papier zunehmen. Im aktuellen Kurs dürften die positiven Aspekte aber bereits eingepreist sein.

 

GERRY WEBER

 

    HAMBURG  - Warburg Research hat Gerry Weber (GERRY WEBER International) von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 39,00 auf 40,00 Euro angehoben. Das Papier des Modeherstellers habe in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 70 Prozent zugelegt und auch den MDAX (MDAX) in nahezu jedem Zeitfenster hinter sich gelassen, schrieb Analyst Jörg Philipp Frey in einer Studie vom Dienstag. Gleichzeitig habe sich aber der deutsche Bekleidungshandel merklich abgeschwächt.

 

HOCHTIEF AG

 

    ZÜRICH  - Die UBS hat die Einstufung für Hochtief auf "Neutral" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Mit dem Wechsel des Vorstandschefs reagiere der Baukonzern wohl auf die unbefriedigende operative Entwicklung der vergangenen eineinhalb Jahre, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Dienstag. Hochtief dürfte nun das investierte Kapital in den Bereichen Concessions und Immobilien reduzieren. Einen möglichen Verkauf des Flughafen-Geschäfts halte er weiterhin für problemtaisch. Daher dürfte der Fokus auf Margenverbesserungen im operativen Geschäft liegen. Entscheidend sei aber nach wie vor das Abschneiden der australischen Tochter Leighton.

 

MERCK KGAA

 

    HANNOVER  - Die NordLB hat Merck KGaA (Merck) auf "Halten" belassen. Obwohl der Gesundheitssektor wegen der demographischen Entwicklung und guter Absatzaussichten in den Schwellenländern attraktive Anlagemöglichkeiten biete, sei er für Pharmaunternehmen noch vorsichtig gestimmt, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die oft niedrige Bewertung und die für forschungsintensive Unternehmen atypisch hohen Dividendenrenditen reflektierten die Skepsis der Anleger. Noch sei unklar, wie die Branche die Belastungen auslaufender Patente und staatlicher Regulierungen meistere.

 

SWATCH GROUP

 

    ZÜRICH  - Die UBS hat das Kursziel für Swatch von 445,00 auf 485,00 Franken angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Zudem wurde die Aktie aufgrund ihrer zuletzt unterdurchschnittlichen Kursentwicklung von der "Least Preferred List" gestrichen und in die "Most Preferred List" für den europäischen Luxusgütersektor aufgenommen. Die Zielerhöhung basiere auf der Verschiebung des Bewertungszeitraums um ein Jahr in die Zukunft, schrieb Analystin Eva Quiroga in einer Branchenstudie vom Dienstag. Das unverändert neutrale Votum resultiere auch aus der im Vergleich zu Richemont höheren Abhängigkeit vom chinesischen Absatzmarkt sowie von der geringeren Berechenbarkeit der weiteren Geschäftsentwicklung. Die Expertin bleibt bei ihrer "konstruktiven" Haltung für "harte" Luxusgüterwerte, also Aktien von Uhren- und Schmuckherstellern.

 

TEXAS INSTRUMENTS INC

 

    FRANKFURT  - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Texas Instruments nach einem Zwischenbericht zum vierten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 27,00 US-Dollar belassen. Der US-Chipkonzern habe seine Erwartungen im Großen und Ganzen erfüllt, schrieb Analyst Ross Seymore in einer Studie vom Dienstag. Der bestätigte Ausblick sei ein Zeichen der Stabilisierung. Texas Instruments scheine sich in der aktuellen Schwächephase der Branche gut zu schlagen und dürfte in wichtigen Absatzregionen langfristig Marktanteile gewinnen. Eine potenzielle Erholung im ersten Halbjahr 2013 sei aber bereits eingepreist.

 

THYSSENKRUPP AG

 

    FRANKFURT  - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für ThyssenKrupp nach Zahlen von 18,50 auf 18,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Unternehmensprognosen für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 implizierten einen weiteren Ergebnisrückgang, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Dienstag. Vor diesem Hintergrund reduzierte der Experte seine Gewinnschätzungen. Derweil seien die Bilanzrisiken nach den milliardenschweren Wertberichtigungen für die Sparte Steel Americas gesunken. Auch sollten sich die Bilanzkennziffern durch die Verkäufe der Edelstahlsparte Inoxum sowie von Steel Americas deutlich verbessern.

 

THYSSENKRUPP AG

 

    FRANKFURT  - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf "Hold" mit einem Kursziel von 18,00 Euro belassen. Die Ergebnisse des Stahlkonzerns zum vierten Quartal hätten operativ die Erwartungen getroffen, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie vom Dienstag. Auch das Streichen der Dividende entspreche seinem Szenario, sei aber etwas drastischer als vom Markt erwartet. Die Kostensenkungen seien positiv, allerdings fehlten wie auch zum Ausstieg in Amerika die Details. Insgesamt seien die Aussagen noch kein Katalysator für die Aktien von ThyssenKrupp.

 

 

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN

 

    NEW YORK  - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für VW-Vorzugsaktien (Volkswagen vz) von 140,00 auf 170,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Market-Perform" belassen. Der Gewinner in der europäischen Autoindustrie scheine nicht zu stoppen zu sein, schrieb Analyst Max Warburton in einer Studie vom Dienstag. Die Frage sei lediglich, wie schnell der Marktanteil der Wolfsburger mittelfristig steigen werde. Frei von Risiken sei aber auch das kapitalintensive Geschäft von Volkswagen nicht. Insofern seien die Geschäftsmodelle der Premiumhersteller Daimler und BMW renditeträchtiger, auch wenn sich die Differenz stetig verringere.

 

/she

 

FRANKFURT (dpa-AFX) -

Bildquellen: Julian Mezger
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