FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 13.02.2012
AURUBIS AG
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Aktien von Aurubis vor der finalen Zahlenvorlage auf "Hold" mit einem Kursziel von 45,00 Euro belassen. Der vorab veröffentlichte Vorsteuergewinn habe über seinen Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Beili Chen in einer Studie vom Montag. Für eine genauere Bewertung müsste allerdings das gesamte Zahlenwerk für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres abgewartet werden. Das Marktumfeld werde aber schwieriger und so dürfte es wohl kaum ein Aufwärtspotenzial für die Konsensschätzungen geben.
AURUBIS AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Aurubis nach vorläufigen Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 37,00 Euro belassen. Die deutlich über seinen Erwartungen liegenden Eckdaten machten einen guten Eindruck, was zum Teil aber auch auf Einmaleffekte zurückzuführen sein könnte, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Montag. Der Kupferkonzern habe möglicherweise von in seinen Schätzungen nicht enthaltenen Sondereffekten bei den Metallpreisen profitiert. So lange keine weiteren Details vorliegen, sieht der Experte die Zahlen als eher neutral an.
BARCLAYS
LONDON - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktien von Barclays nach Zahlen von 289 auf 287 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Wegen eines trüberen Umfelds an den Kapitalmärkten habe er seine Schätzung für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr um 7 Prozent und im Folgejahr um 3 Prozent gesenkt, schrieb der Analyst Jason Napier in einer Studie vom Montag. Die Kapitalausstattung und das Kosten-Management der Bank sei im vierten Quartal allerdings besser ausgefallen als erwartet.
BHP BILLITON PLC
LONDON - Merrill Lynch hat BHP Billiton nach Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr auf "Neutral" mit einem Kursziel von 2.500 Pence belassen. Der Bergbaukonzern habe seine Erwartungen weitgehend erfüllt, schrieb Analyst Jason Fairclough in einer Branchenstudie vom Montag. Angesichts der hohen Cashflows sowie der starken Stellung des Unternehmens auf den internationalen Rohstoffmärkten seien die Managementaussagen aber ernüchternd gewesen. Dieses habe die Investitionserwartungen gesenkt und sich verhalten zur Stahl- und Rohstoffnachfrage geäußert.
BILFINGER BERGER AG
DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat Bilfinger Berger nach vorläufigen Zahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 75,00 auf 78,00 Euro angehoben. In erste Linie dank der besseren Entwicklung der beiden ergebnisstärksten Geschäftsbereiche Industrial Services und Power Services habe der Baukonzern seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Montag. Der Erfolg des Geschäftsmodells sei in einem schwierigen Marktumfeld bewiesen worden. Der Experte hob die Schätzungen für 2012 an und verwies auf die attraktive Bewertung der Aktien.
BILFINGER BERGER AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Bilfinger Berger nach der Zahlenvorlage auf "Buy" mit einem Kursziel von 80,00 Euro belassen. Mit dem Rückenwind des Dienstleistungsgeschäfts hätten sowohl die Leistung als auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Montag. Mit der vorgesehenen Dividende habe er gerechnet, die Konsensschätzungen hätten jedoch darunter gelegen. Der Ausblick auf 2012 klinge zwar vage, untermauere aber seine bisherige Schätzung für das EBIT.
BILFINGER BERGER AG
FRANKFURT - Equinet hat Bilfinger Berger nach Zahlen auf "Buy" mit dem Kursziel 83,00 Euro belassen. Die Ergebnisse des Bau- und Dienstleistungskonzerns seien etwas besser als erwartet ausgefallen und sie bestätigten seine positive Einschätzung, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Montag. Angesichts der Buchgewinne aus dem Verkauf von Betreiberprojekten und Aktivitäten in Nigeria werde er seine Gewinnschätzung für das Jahr 2012 noch nach oben korrigieren.
COMMERZBANK AG
LONDON - Die HSBC hat Commerzbank auf "Overweight" mit einem Kursziel von 3,00 Euro belassen. Bei der Februar-Auktion der dreijährigen, langfristigen Refinanzierungsinstrumente (LTRO) durch die Europäische Zentralbank (EZB) dürften die europäischen Banken sich circa 400 Milliarden Euro leihen, schrieb Analyst Carlo Digrandi in einer Branchenstudie vom Montag. Das sei deutlich weniger als vom Markt erwartet. Insgesamt erlaube die Liquiditätszuführung durch die EZB eine geordnete Verbesserung der Bilanzkennziffern in den kommenden zwei bis drei Jahren. Die Gewinne und Kapitalquoten der Banken dürften dank dieser Maßnahmen etwas steigen. Deutsche, Schweizer und französische Bankenwerte seien auch nach der jüngsten Kursrally attraktiv bewertet.
CREDIT SUISSE GROUP AG
LONDON - Die HSBC hat Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) auf "Overweight" mit einem Kursziel von 39,00 Franken belassen. BBei der Februar-Auktion der dreijährigen, langfristigen Refinanzierungsinstrumente (LTRO) durch die Europäische Zentralbank (EZB) dürften die europäischen Banken sich circa 400 Milliarden Euro leihen, schrieb Analyst Carlo Digrandi in einer Branchenstudie vom Montag. Das sei deutlich weniger als vom Markt erwartet. Insgesamt erlaube die Liquiditätszuführung durch die EZB eine geordnete Verbesserung der Bilanzkennziffern in den kommenden zwei bis drei Jahren. Die Gewinne und Kapitalquoten der Banken dürften dank dieser Maßnahmen etwas steigen. Deutsche, Schweizer und französische Bankenwerte seien auch nach der jüngsten Kursrally attraktiv bewertet.
DEUTSCHE BANK AG
LONDON - Die HSBC hat die Aktien der Deutschen Bank auf "Overweight" mit einem Kursziel von 36,00 Euro belassen. Bei der Februar-Auktion der dreijährigen, langfristigen Refinanzierungsinstrumente (LTRO) durch die Europäische Zentralbank (EZB) dürften die europäischen Banken sich circa 400 Milliarden Euro leihen, schrieb Analyst Carlo Digrandi in einer Branchenstudie vom Montag. Das sei deutlich weniger als vom Markt erwartet. Insgesamt erlaube die Liquiditätszuführung durch die EZB eine geordnete Verbesserung der Bilanzkennziffern in den kommenden zwei bis drei Jahren. Die Gewinne und Kapitalquoten der Banken dürften dank dieser Maßnahmen etwas steigen. Deutsche, Schweizer und französische Bankenwerte seien auch nach der jüngsten Kursrally attraktiv bewertet.
DEUTSCHE TELEKOM
PARIS - Exane BNP Paribas hat Deutsche Telekom auf "Outperform" belassen. Die Aktien-Strategen senkten in einer Branchenstudie vom Montag ihr Votum für den europäischen Telekomsektor von "Outperform" auf "Underperform". Im Vergleich zu anderen Sektoren hätten die Telekomunternehmen die schwächsten Wachstumsperspektiven, wodurch der Anlagehintergrund maßgeblich von den Dividenden bestimmt werde. Daher sorgten sie die jüngst von einigen Unternehmen reduzierten Ausschüttungen. Diese würden durch hohe Ausschüttungsquoten kombiniert mit dem Druck im Mobilfunkgeschäft und kaum möglichen Investitionskürzungen gefährdet. Die Deutsche Telekom zähle allerdings nach wie vor zu den Sektorfavoriten.
HOCHTIEF AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Hochtief (HOCHTIEF) nach Zahlen von Leighton auf "Hold" mit einem Kursziel von 44,00 Euro belassen. Die finalen Zahlen der australischen Tochter für das erste Halbjahr hätten nicht überrascht, der Ausblick sei aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben und zudem wachse die Unsicherheit wegen Bestechungsvorwürfen im irakischen Ölfördergeschäft, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Montag. Die Nachrichten bedrohten die jüngst erst begonnene Erholung bei den Hochtief-Aktien und stützen so sein neutrales Votum zu den Papieren des Baukonzerns.
INFINEON TECHNOLOGIES AG
ZÜRICH - Die UBS hat Infineon (Infineon Technologies) nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 8,50 Euro belassen. Die hohe Qualität des Geschäftsmodells sei untermauert worden, schrieb Analyst Gareth Jenkins in einer Studie vom Montag. Der Chipproduzent besteche mit seiner Technologieführerschaft, einer im Vergleich zu den Wettbewerbern flexibleren Kostenstruktur, soliden Marktanteilen sowie der teilweisen Ausrichtung auf erneuerbare Energien-Trends. Kurzfristig positiv wäre unter anderem ein weiterhin schwacher Euro zum US-Dollar.
METRO AG
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro (METRO) nach Zahlen der Großmarkttochter Real Deutschland auf "Reduce" mit einem Kursziel von 26,50 Euro belassen. Trotz des Anstiegs bei den Nahrungsmittelpreisen habe das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis stagniert, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Montag. Das Ausbleiben von Marktanteilsgewinnen sei umso bedauerlicher, da nach jüngsten Marktforschungsdaten einige Verbraucher den Discountern den Rücken zugekehrt hätten. Der Experte wertet dies als Rückschlag bei der Neupositionierung von Real, für die noch viel zu tun sei.
RWE AG(NEU)
LONDON - Morgan Stanley hat RWE auf "Overweight" mit einem Kursziel von 36,00 Euro belassen. Die Kältewelle in Europa habe die kurzfristigen Gas- und Strompreise steigen lassen, schrieb Analyst Bobby Chada in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Aufgrund der hohen Gaslagerbestände hätten die Terminpreise sich aber kaum bewegt. In der zweiten Jahreshälfte sollten die Lagerbestände sich aber normalisieren. Der Experte blieb mit Blick auf die mittelfristigen Strompreisperspektiven optimistisch. RWE zähle zu den "Top Picks" im Sektor.
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Bildquellen: Julian Mezger