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25.05.2012 07:17

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TIPPS DER ANALYSTEN

Updates zu Bayer, BMW, Commerzbank, RWE, SAP und Siemens

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Updates zu Bayer, BMW, Commerzbank, RWE, SAP und Siemens
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 24.05.2012

 

ABB

 

    LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für ABB nach dem zweiten Tag der EPG-Konferenz (Electrical Products Group) auf "Neutral" mit einem Kursziel von 20,00 Franken belassen. Er habe Bedenken, ob die zuletzt verbesserte Preisbildung in Phasen wirtschaftlicher Risiken und zunehmenden chinesischen Wettbewerbs tatsächlich anhalte, schrieb Analyst Andreas Willi in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Der schwache Trend im ersten Quartal setze sich erst einmal fort.

 

ALCATEL-LUCENT

 

    LONDON - Nomura hat die Aktien von Alcatel-Lucent nach einer Produkteinführung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 1,27 Euro belassen. Mit der früher als erwarteten Markteinführung des 7950 XRS Kernrouters könne der Netzwerkausrüster bis Ende 2014 einen Anteil von zehn bis 20 Prozent am Markt für Kernrouter gewinnen, schrieb Analyst Stuart Jeffrey in einer Studie vom Donnerstag. Daher hebe er seine Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie im Jahr 2014 an. Wegen anhaltender Liquiditätssorgen bleibe er aber bei seinem Votum.

 

BAYER

 

    ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Bayer nach einer negativen Empfehlung zu Xarelto in den USA auf "Neutral" mit dem Kursziel 57,00 (Kurs: 50,09) Euro belassen. Eine Zulassung des Gerinnungshemmers zur Behandlung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) ist in den USA nach der ablehnenden Empfehlung eines Beraterausschusses der Gesundheitsbehörde FDA weniger wahrscheinlich geworden, schrieb Analyst Andrew Whitney in einer Studie vom Donnerstag. Auf seine Schätzungen habe die negative Entscheidung zu der Anwendung bei der Herzkrankheit aber nur relativ wenig Einfluss.

 

BHP BILLITON

 

    LONDON - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für BHP Billiton nach der Übernahme neuer Gasfelder in den USA von 2.485 auf 2.445 Pence gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Es sei ein positiver Schwenk des Managements, dass sich der Minenkonzern nun auf die Projekte mit den höchsten Erträgen und den kürzesten Vorlaufzeiten konzentriere, schrieb Analyst Grant Sporre in einer Studie vom Donnerstag. Die beiden neu übernommenen Schiefergas-Felder Eagle Ford und Permian sollten aber erst ab dem Geschäftsjahr 2014 einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis beisteuern. 2017 dürften sie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von zwei Milliarden US-Dollar liefern.

 

BMW

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von BMW nach Eröffnung eines neuen Werks in China auf "Add" mit einem Kursziel von 81,00 Euro Euro belassen. Das Ziel eines diesjährigen Umsatzwachstums in China von 25 bis 30 Prozent liege über seiner eigenen Schätzung, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Donnerstag. Solange die Verkäufe in China und den USA im zweiten Halbjahr nicht deutlich abfielen, biete das gegenwärtige Kursniveau eine gute Kaufgelegenheit für BMW und die anderen deutschen Autobauer.

 

COMMERZBANK

 

    FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Commerzbank auf "Buy" mit einem Kursziel von 2,50 Euro belassen. Die Eurokrise bleibe der wichtigste Einflussfaktor bei der Bewertung der Bankaktien, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Während die französischen und deutschen Banken im ersten Quartal auf ein normales Profitabilitätsniveau zurückgekehrt seien, hätten die südeuropäischen Institute schwach abgeschnitten. Im zweiten Quartal sei allerdings wieder insgesamt mit einem Rückgang der Profitabilität zu rechnen. Die Commerzbank-Aktie habe gutes Aufholpotenzial, sei dafür aber riskanter als andere Titel.

 

DEUTSCHE WOHNEN

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Deutsche Wohnen von 11,80 auf 13,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Immobilienunternehmen sei gut positioniert, um unter anderem von der Konsolidierung der Branche und dem Bevölkerungswachstum in den deutschen Metropolen zu profitieren, schrieb Analyst Markus Scheufler in einer Studie vom Donnerstag. Kursimpulse sollten im zweiten Halbjahr 2012 mögliche Immobilienzukäufe und Portfolioneubewertungen bringen.

 

EON

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktie von Eon von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 17,00 auf 19,00 (Kurs: 15,35) Euro erhöht. Mit der jüngsten Neuverhandlung der Gaslieferverträge und Fortschritten beim Verkauf von Unternehmensteilen hätten sich die Risiken bei dem Versorger reduziert, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Donnerstag. Die Bilanz der Essener sei gestärkt worden und die Stimmung dürfte sich mit dem Blick auf die Aktien zunehmend verbessern.

 

EON

 

    FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler hat die Einstufung für Eon auf "Hold" mit einem Kursziel von 17,00 Euro belassen. Der Aktienkurs des Versorgers habe zuletzt unter den sinkenden Kohlepreisen in Europa gelitten, schrieb Analyst Ingo Becker in einer Studie vom Donnerstag. Die Düsseldorfer seien aber gegen nachgebende Kohlepreise und daraus resultierende günstigere Strompreise nahezu immun. Ein düsterer Ausblick für Kohle treffe andere Versorger mehr, was Eon wiederum attraktiver mache.

 

GDF SUEZ

 

    LONDON - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat GDF Suez von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber von 20,00 auf 16,00 Euro gesenkt. Ihre noch im Januar geäußerten Bedenken bezüglich schwacher Margen und Unternehmensführung dürften inzwischen weitgehend im Aktienkurs eingearbeitet sein und somit die Bewertung nicht mehr belasten, schrieben die Analysten in einer Studie vom Donnerstag. Zudem sei der Risikoausblick des Versorgers mittlerweile etwas ausgewogener.

 

GEA GROUP

 

    LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Gea Group von 29,00 auf 27,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Das Margenwachstum des Anlagenbauers habe sich im ersten Quartal zwar etwas verlangsamt, gleichwohl blieben die Wachstumsperspektiven vor allem wegen der stark angezogenen Nachfrage aus dem Lebensmittelsektor exzellent, schrieb Analyst Jürgen Siebrecht in einer Studie vom Donnerstag. Er habe daher seine Prognosen für den Gewinn je Aktie für die Jahre 2012 und 2013 nur leicht gekappt, gleichzeitig aber die Umsatzprognose für diesen Zeitraum um fünf Prozent angehoben. Vor diesem Hintergrund sei die Gea-Aktie nicht teuer bewertet.

 

HEWLETT PACKARD

 

    LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Hewlett-Packard nach Quartalszahlen auf "Equal-weight" belassen. Diese seien besser als befürchtet ausgefallen, aber der weltgrößte Computerhersteller habe noch nicht die "Kurve gekriegt" schrieb Analystin Kathryn Huberty in einer Studie vom Donnerstag. Dabei habe der Konzern bei seiner Markteinschätzung einen im Vergleich zu den Wettbewerbern ungewöhnlich positiven Ton angeschlagen, den die Expertin aber nicht in Gänze teilt. Das ebenfalls angekündigte Restrukturierungsprogramm mit der geplanten Streichung von 27.000 Stellen bezeichnete Huberty als ambitioniert. Sie hob ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie (EPS)im laufenden Jahr leicht an.

 

KONTRON

 

    FRANKFURT - Equinet hat Kontron von "Accumulate" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 7,00 auf 6,50 Euro gesenkt. Nach dem Einstieg des Finanzinvestors Triton Partners könnte es mittelfristig zu weiteren Zukäufen des neuen Großaktionärs kommen, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Donnerstag. Die Hochstufung begründete er mit der angekündigten Margenverbesserung. Die Gewinnschätzungen und das Kursziel müssten allerdings aufgrund der schlechten Zahlen im ersten Quartal gesenkt werden.

 

KUKA

 

    HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Kuka nach einer Analystenkonferenz und der Vorstellung der neuen Kleinroboterserie "Agilus" von 14,00 auf 15,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Sell" belassen. Er habe auch seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie (EPS) für die Jahre 2012 bis 2014 angehoben, schrieb Analyst Christian Cohrs in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Grund hierfür seien die vom Roboter- und Anlagenbauer geäußerten optimistischeren Margenschätzungen für das Segment Robotics sowie die bisher sehr gute Auftragsperformance. Allerdings sei die Aktie derzeit über Gebühr hoch bewertet.

 

MERCK KGAA

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für die Aktien der Merck KGaA (Merck) von 80,00 auf 81,00 Euro Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Nach der Veröffentlichung von Details zum Effizienzprogramm des Pharmakonzerns hebe er seinen Bewertungsabschlag von 15 Prozent auf die Aktie auf, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Donnerstag. Da aber die Ergebnisse der Phase-III-Tests der Medikamente Stimuvax und Cilengitide erst im nächsten Jahr bekannt würden, hebe er das Kursziel nur leicht an.

 

MLP

 

    HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für MLP nach Zahlen auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Der Finanzdienstleister habe im ersten Quartal sein Ergebnis dank verstärkter Sparanstrengungen deutlich verbessert und peile in diesem Jahr eine EBIT-Marge von 15 Prozent an, schrieb Analyst Constantin Rohrbach in einer Studie vom Donnerstag. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste MLP aber seinen Umsatz weiter deutlich steigern und die Kosten noch mehr drücken. Angesichts des zunehmend schwierigen Umfelds für Finanzvertriebe sehe er hierfür nur wenig Spielraum, begründete der Experte seine Verkaufs-Empfehlung.

 

MORPHOSYS

 

    DÜSSELDORF - Die WestLB hat Morphosys von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und ein Kursziel von 21,80 Euro ermittelt. Die Biotech-Firma habe zur Zeit mit MOR103, MOR202 und MOR208 drei Antikörper aus dem eigenen Programm in klinischer Entwicklung, schrieb Analystin Cornelia Thomas in einer Studie vom Donnerstag. Daten aus Phase I/II für MOR103 zur Behandlung von Patientien mit rheumatoider Arthritis würden im dritten Quartal 2012 erwartet. Ein Geschäftsabschluss im Zuge positiver Phase-II-Daten für MOR103 wäre für Morphosys sehr positiv. Ihr Kursziel könnte dann steigen, so Thomas.

 

PHILIPS

 

    LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Philips Electronics nach dem zweiten Tag der EPG-Konferenz (Electrical Products Group) auf "Neutral" mit einem Kursziel von 17,00 Euro belassen. Wie er bereits nach dem jüngsten Kapitalmarkttag der Gesundheitssparte festgestellt habe, sei das Management zuversichtlicher für das Effizienzprogramm "Accelerate". Allerdings habe der Elektronikkonzern zuletzt eine schwächere Entwicklung in Europa hinnehmen müssen.

 

RHÖN-KLINIKUM

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von Rhön-Klinikum auf "Hold" mit einem Kursziel von 22,50 Euro belassen. Analyst Volker Braun verwies in einer Studie vom Donnerstag auf einen Pressebericht, wonach die Führung des Krankenhausbetreibers das Übernahmeangebot von Fresenius unterstützen wird. Eine offizielle Stellungnahme des Managements werde für spätestens nächste Woche erwartet.

 

RWE

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktie von RWE von "Reduce" auf "Hold" angehoben und das Kursziel von 26,00 auf 29,00 (Kurs: 29,99) Euro erhöht. Sie habe wegen höherer Kosteneinsparungen und des höheren Gewinnpotenzials von RWE Dea ihre Schätzungen für den Betriebsgewinn (EBIT) bis 2014 im Schnitt um fünf Prozent angehoben, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Donnerstag. Das Risiko im Vergleich zum erhöhten Kursziel sei nur noch gering und entsprechend stufe sie die Aktie hoch.

 

RWE

 

    FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler hat die Einstufung für RWE auf "Reduce" mit einem Kursziel von 31,00 Euro belassen. Der Aktienkurs des Versorgers sei zwar inzwischen bis zu seinem Kursziel gesunken, es fehle aber ein wirklich guter Grund für eine Hochstufung auf "Hold", schrieb Analyst Ingo Becker in einer Studie vom Donnerstag. Besonders wegen der düsteren Kohlepreis-Aussichten sei das Papier noch immer nicht attraktiv. Die Dividendenrendite von 6,7 Prozent auf Basis seiner Dividendenprognose von 2,05 Euro für 2012 sei gut, angesichts einer durchschnittlichen Dividendenrendite von sieben Prozent im Sektor aber nichts Besonderes.

 

SABMILLER

 

    LONDON - Das Analysehaus S&P Equity hat das Kursziel für SABMiller nach Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr von 2.340 auf 2.130 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Brauereikonzern habe mit Blick auf das konjunkturelle Umfeld in den etablierten Märkten einen vorsichtigen Ton angeschlagen und erwarte für das laufende Geschäftsjahr wohl lediglich eine geringe Verbesserung bei den bereinigten operativen Margen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Donnerstag. Die jüngst vorgelegten Kennziffern hätten auf bereinigter Basis zwar seinen Erwartungen entsprochen. Für 2013 und 2014 kürzte Short aber seine Prognosen.

 

SALZGITTER

 

    ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Salzgitter von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 45,00 auf 42,00 (Kurs: 35,745) Euro gesenkt. Die gedrückte Stimmung im Stahlsektor habe den Aktienkurs belastet, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Donnerstag. Die Bewertung sei aber nun attraktiver geworden. Unter der europäischen Branchenwerten gehe der Markt bei Salzgitter von dem niedrigsten Wachstum aus. Seiner Ansicht nach ist dies allerdings ungerechtfertigt, denn schließlich agierten die Konkurrenten in den selben Märkten.

 

SAP

 

    PARIS - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für SAP nach dem Übernahmeangebot für die US-Handelsplattform Ariba auf "Neutral" mit einem Kursziel von 52,00 Euro belassen. Nach dem Zukauf von SuccessFactor sei die nun angekündigte Übernahme ein weiterer großer Schritt zum angekündigten Ziel von SAP, ein reiner Zwischenhändler (Vendor) im Cloud-Geschäft zu werden, schrieb Analyst Antonin Baudry in einer Studie vom Donnerstag. Die Aktie sei damit nicht mehr ganz so hoch bewertet wie noch nach den eher enttäuschenden vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal.

 

SAP

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von SAP nach der angekündigten Übernahme von Ariba auf "Hold" mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Der Zukauf des Cloud-Spezialisten mache Sinn, sei aber angesichts des vernachlässigbaren Einflusses auf den Nettogewinn zu einem recht hohen Preis erfolgt, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Donnerstag. Er bewerte die Übernahme daher neutral bis leicht negativ.

 

SIEMENS

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von Siemens nach einem Aktionärstreffen auf "Buy" mit einem Kursziel von 82,00 Euro belassen. Die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher auf einem Treffen zur Entwicklung in den USA, in China und in Europa seien insgesamt recht positiv zu bewerten, schrieb Analyst Ingo Martin Schachel in einer Studie vom Donnerstag.

 

SIEMENS

 

    LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Siemens nach dem zweiten Tag der EPG-Konferenz (Electrical Products Group) auf "Neutral" mit einem Kursziel von 86,00 Euro belassen. Die Geschäfte sowohl in Deutschland als auch in den USA liefen für den Elektrotechnikkonzern besser als ursprünglich gedacht, schrieb Analyst Andreas Willi in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das China-Geschäft sei hingegen etwas schwankungsanfälliger.

 

STADA

 

    FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler hat das Kursziel für Stada von 31,00 auf 32,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Zuschläge für Stada in der achten Ausschreibungsrunde der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zu Rabattverträgen für Medikamente stützten den Marktanteil des Arzneimittelherstellers, schrieb Analyst Martin Voegtli in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte erhöhte seine Gewinnschätzungen.

 

TELEFONICA

 

    HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Telefonica von 10,80 auf 10,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Zwar sei eine Verkaufsempfehlung für den Titel des Telekomkonzerns inzwischen nicht mehr ganz so leicht zu rechtfertigen, er bleibe aber dennoch vorsichtig, schrieb Analyst Paul Marsch in einer Studie vom Donnerstag. Er verwies auf den schwachen Trend im ersten Quartal, auf die ungewissen Aussichten im Heimatmarkt Spanien, auf die Gefahr einer weiteren Bonitätsabstufung sowie auf die negativen Währungseffekte in Brasilien. Zudem sehe sich Telefonica einer wachsenden Bedrohung durch America Movil ausgesetzt, sollte die mexikanische Telekomgesellschaft in Europa stärker Fuß fassen. Nach Ansicht des Experten müsste Telefonica nach der Offerte von America Movil für KPN mit einem Gegenangebot aufwarten, ist dazu aber nicht in der Lage.

 

THYSSENKRUPP

 

    HANNOVER - Die NordLB hat ThyssenKrupp nach Zahlen zum zweiten Quartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 24,00 auf 15,00 Euro gesenkt. Der Stahlkonzern habe zwar die Erwartungen des Marktes übertroffen, allerdings sei die Geschäftsbelebung nicht so dynamisch ausgefallen wie erhofft , schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Donnerstag. Zudem könnten bei dem laufenden Konzernumbau auf das Management Probleme zukommen, nachdem die EU-Kartellbehörden Bedenken gegen den Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum angemeldet hätten. Auch bleibe es fraglich, ob für die Werke in USA und Brasilien ein Partner gefunden wird.

 

THYSSENKRUPP

 

    FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler hat das Kursziel für ThyssenKrupp von 17,00 auf 15,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Sollten die aktuellen Stahlmargen in Europa die Talsohle markiert haben, dürfte die Aktie bei einem Kurs von 15,00 bis 17,00 Euro Unterstützung finden, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in einer Studie vom Donnerstag. Wenn nicht, könnte der Kurs bis auf 12,00 Euro sinken. Das Chance-Risiko-Profil sei weiterhin unvorteilhaft. Brauneiser revidierte deshalb seine Schätzungen für den operativen Gewinn bis 2014 abermals nach unten.

 

VOSSLOH

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Vossloh nach der Hauptversammlung auf "Buy" mit einem Kursziel von 88,00 Euro belassen. Die Wiederaufnahme der Lieferungen von Gleisbefestigungssystemen nach China sei ein gutes Zeichen für den Verkehrstechnikkonzern, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Donnerstag. Würde China mit dem in der Vergangenheit gezeigtem Tempo den Schnellschienenverkehr weiter ausbauen, dürfte dies die Gewinnsituation bei Vossloh deutlich verbessern.

 

VOSSLOH

 

    HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Vossloh nach der Hauptversammlung von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 75 auf 85 Euro angehoben. Vorstandssprecher Werner Andree habe auf dem Aktionärstreffen von ersten Lieferabrufen für seine margenstarken Befestigungssysteme aus China berichtet, schrieb Analyst Frank Laser in einer Studie vom Donnerstag. Damit scheine sich eines der bisherigen Hauptprobleme des Verkehrstechnikkonzerns aufzulösen. Er habe daher seine Schätzungen für die langfristigen Margen erhöht. Für das laufende Jahr gehe er jedoch nicht von einer positiven Ergebnisrevision durch Vossloh aus. Der Lieferabruf dürfte aber eine Neubewertung der Aktie auslösen.

 

VOSSLOH

 

    FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von Vossloh von "Sell" auf "Hold" angehoben, aber das Kursziel auf 68,00 Euro belassen. Nach dem Kursverlust von zwölf Prozent seit Dezember sei das Risiko-Ertrags-Profil der Aktie des Verkehrstechnologiekonzerns jetzt ausgeglichen, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Donnerstag. Auch die erwartete Gewinnsteigerung in den nächsten Monaten und die anhaltenden Übernahmespekulationen dürften den Kurs stützen, wenngleich der Großaktionär Heinz Hermann Thiele keinen Sitz im Aufsichtsrat gefordert und damit entsprechende Erwartungen geschürt habe.

 

VTG

 

    DÜSSELDORF - Bankhaus Lampe hat das Kursziel für die Aktien von VTG nach einer Analystenkonferenz von 18,00 auf 17,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach dem verhaltenen ersten Quartal des Schienenlogistikers habe er seine Gewinnprognosen angepasst, um die Auswirkungen der Insolvenz eines Kunden und das schlechter als erwartete Finanzergebnis zu berücksichtigen, schrieb Analyst Sebastian Hein in einer Studie vom Donnerstag. Das Geschäft des Unternehmens bleibe aber sehr berechenbar. VTG dürfte zumindest den unteren Rand der eigenen Jahresprognose erreichen.

 

XING

 

    HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Xing  mit "Buy" und einem Kursziel von 57,00 Euro in die Bewertung aufgenommen. Investitionen in Produkterweiterungen, Absatz und Marketing hätten im Jahr 2011 die Marge des Karriere-Netzwerks etwas belastet und dürften auch 2012 die Profitabilität hemmen, schrieb Analystin Sarah Simon in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Vom dritten Quartal 2012 an sollten sich diese Investitionen aber auszahlen. Die Expertin schätzt, dass die Konzernmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 34 Prozent im Jahr 2011 auf rund 40 Prozent bis 2015 klettert.

 

/he

 

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Julian Mezger

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