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19.12.2012 21:40

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TIPPS DER ANALYSTEN

Updates zu Bayer, BMW, Daimler, Eon, SAP und Siemens

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Updates zu Bayer, BMW, Daimler, Eon, SAP und Siemens
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 19.12.2012

 

AIR BERLIN

 

    HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Air Berlin nach der Bekanntgabe des Verkaufs des Vielfliegerprogramms an Etihad von 1,38 auf 1,40 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Verkaufen" belassen. Die Einnahmen könnten der Billigfluglinie bei der Restrukturierung helfen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Mittwoch. Gleichzeitig erinnere der Verkauf an die Veräußerung von Tafelsilber.

 

BAYER

 

    FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Bayer von 68,00 auf 80,00 (Kurs 71,75) Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Chemie- und Pharmakonzern sei mit Blick auf 2013 gut aufgestellt, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Mittwoch. Bayer erscheine mit Blick auf die Vergleichsgruppe fair bewertet. Aufgrund der guten Pharma-Pipeline sei allerdings ein Bewertungsaufschlag von mindestens zehn Prozent angemessen.

 

BMW

 

    LONDON - JPMorgan hat die Aktien von BMW und Volkswagen (VW) mit "Overweight" neu in die Bewertung aufgenommen. Für die Vorzüge der Wolfsburger setzte Analyst Jose Asumendi sein Kursziel in einer Ersteinschätzung der europäischen Autobauer auf 230,00 (Kurs: 171,60) Euro, der BMW-Aktie traut er auf Sicht eines Jahres 95,00 (Kurs: 71,73) Euro zu. Die VW-Aktie setzte er auf die "Analyst Focus List".

 

DAIMLER

 

    LONDON - JPMorgan hat die Aktien von Daimler auf "Neutral" mit einem Kursziel von 46,00 Euro neu in die Bewertung aufgenommen. Der Autobauer verfüge zwar ohne Frage über ein robustes Geschäft, die Risiken dürften im kommenden Jahr jedoch steigen und das Ergebnispotenzial sei begrenzt, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Insgesamt müssten die europäischen Autobauer ihre Kapazitäten noch um 15 Prozent nach unten anpassen. Es brauche bei den jetzigen Plänen der Konzerne wohl noch drei Jahre und einige Rabattschlachten, bis Nachfrage und Angebot ausgeglichen seien.

 

EON

 

    LONDON - JPMorgan hat die Aktien von Eon vor einem Investorentag auf "Underweight" belassen. Die Veranstaltung Ende Januar dürfte noch einmal die erheblichen Herausforderungen unterstreichen, vor denen der Versorger stehe, schrieb Analyst Vincent de Blic in einer Studie vom Mittwoch. Unter anderem sei auf dem deutschen Strommarkt keine Besserung zu erkennen und die Verschuldung des Konzerns mache eine Neuausrichtung schwierig. Zudem sei die Aktie nicht gerade günstig bewertet.

 

FREENET NAMENSAKTIEN

 

    HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Freenet nach dem Kauf der Elektronik-Handelskette Gravis auf "Buy" mit einem Kursziel von 15,50 Euro belassen. Die Übernahme passe perfekt dazu, dass sich der Mobilfunkanbieter ein Standbein im digitalen Lifestyle-Bereich schaffen wolle, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer Studie vom Mittwoch. Er schätzt den Schritt klar positiv ein und sieht seine optimistische Einschätzung der Freenet-Aktien darin bestätigt. Im Gesamtjahr 2012 dürfte Gravis einen Umsatz in Höhe von 200 bis 250 Millionen Euro erzielen.

 

HEIDELBERGCEMENT

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für HeidelbergCement von 50,00 auf 55,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Zementhersteller seien besonders stark von einer zyklischen Erholung in den entwickelten Märkten abhängig, und genau dies sollte die Investoren 2013 positiv zum Sektor stimmen, schrieb Analystin Glynis Johnson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Es gebe Spielraum für eine positive Überraschung bei den Kosteneinsparungen. Daneben dürften verbesserte Bilanzen ebenfalls stützen. HeidelbergCement zählt der Experte zu seinen drei "Top Picks" im Zementsektor.

 

MERCK

 

    FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung der Merck KGaA nach einem Rückschlag für das Krebsmedikament Stimuvax auf "Hold" mit einem Kursziel von 113,00 Euro belassen. Die Entwicklung von Stimuvax sei vom Markt als risikoreiche Forschungsarbeit angesehen worden, schrieb Analyst Edouard Aubery in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts der starken Kursentwicklung in den vergangenen sechs Monaten, der nach wie vor dünnen Medikamenten-Pipeline und da Stimuvax durchaus zu einem starken Produkt hätte werden können, dürfte sich der Rückschlag dennoch bei der Kursentwicklung bemerkbar machen.

 

PORSCHE

 

    LONDON - JPMorgan hat die Vorzugsaktien von Porsche auf "Neutral" mit einem Kursziel von 88,00 Euro neu in die Bewertung aufgenommen. Der Autobauer verfüge zwar ohne Frage über ein robustes Geschäft, die Risiken dürften im kommenden Jahr jedoch steigen und das Ergebnispotenzial sei begrenzt, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Insgesamt müssten die europäischen Autobauer ihre Kapazitäten noch um 15 Prozent nach unten anpassen. Es brauche bei den jetzigen Plänen der Konzerne wohl noch drei Jahre und einige Rabattschlachten, bis Nachfrage und Angebot ausgeglichen seien.

 

QSC

 

    FRANKFURT - Independent Research hat das Kursziel für QSC nach der Kürzung der Terminierungsentgelte von 2,20 auf 2,50 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Aufgrund der damit verbundenen Umsatzbelastungen des IT-Dienstleisters habe er seine Prognosen für das kommende Jahr angepasst, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Mittwoch. Das Jahr 2013 dürfte für QSC ein Übergangsjahr werden. Für das Jahr 2014 ist er bei dem Unternehmen optimistisch.

 

SALZGITTER

 

    ZÜRICH - Credit Suisse hat die Aktien von Salzgitter auf "Outperform" mit einem Kursziel von 42,00 Euro belassen. Im Gegensatz zu den meisten Investoren gehe er nicht davon aus, dass sich die Stahlbranche aus strukturellen Gründen wie dem hohen Verschuldungsgrad der Privatwirtschaft und niedrigerem Wachstums in China nicht von der zu Ende gehenden Rezession erholen könne, schrieb Analyst Michael Shillaker in einer Studie vom Mittwoch. Damit sei die Branche wohl auf Grundlage eines relativ pessimistischen Szenarios bewertet, es bestehe aber eben die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Erholung.

 

SAP

 

    HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für SAP nach Zahlen des Konkurrenten Oracle auf "Buy" mit einem Kursziel von 70,00 Euro belassen. Die Zahlen seien besser als erwartet ausgefallen und so ziehe er positive Rückschlüsse für den Walldorfer Softwarekonzern, schrieb Analyst Andreas Wolf in einer Studie vom Mittwoch. Deshalb und wegen der Anmerkung von Oracle, dass das Geschäftsumfeld intakt sei, bleibe er für das Schlussquartal von SAP optimistisch.

 

SIEMENS

 

    HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für den Industriekonzern Siemens auf "Halten" belassen. In Zeiten hoher konjunktureller Unsicherheiten zeige sich der deutsche Maschinen- und Anlagenbau insgesamt erstaunlich stabil, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die von vielen Unternehmen durchgeführten Restrukturierungen sollten sich in einer wieder anziehenden Konjunktur auszahlen. Sein Branchenurteil für 2013 laute aufgrund der konjunkturellen Risiken und der geringen Berechenbarkeit der Geschäftsentwicklungen aber weiter "Neutral".

 

SUEDZUCKER

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Südzucker (Suedzucker) nach vorläufigen Zahlen der Tochter CropEnergies von 30,00 auf 31,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Zahlen und der deutlich angehobene Ausblick des Ethanol-Ablegers sollten das Ergebnis des Mutterkonzerns stützen, schrieb Analyst Harold Thompson in einer Studie vom Mittwoch. Für die Aktionäre von Südzucker dürfte das Weihnachtsquartal auch im dritten Jahr in Folge gut verlaufen. Wegen der recht hohen, aber recht stabilen europäischen Zucker-Preise und des begrenzten Kurspotenzials bleibe er aber bei seiner Einstufung "Hold".

 

THYSSENKRUPP

 

    ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat ThyssenKrupp von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel auf 25,00 Euro belassen. Die Risiken bei dem Stahlkonzern, die er vor der Zahlenvorlage gesehen habe, gehörten nun der Vergangenheit an, schrieb Analyst Michael Shillaker in einer Branchenstudie am Mittwoch. ThyssenKrupp sei die beste Restrukturierungs-Story im Stahl- und Bergbausektor. Durch den Verkauf von Steel Americas könnten sich die Bilanzqualität und die langfristigen Perspektiven deutlich verbessern.

 

TUI

 

    FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Tui auf "Buy" mit einem Kursziel von 10,30 Euro belassen. Der Reise- und Freizeitsektor bestehe aus vielen unterschiedlichen Unternehmen mit jeweils anderen Shareholder-Value-Treibern, schrieb Analyst Geof Collyer in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Reisekonzern Tui dürfte im kommenden Jahr vom Willen des neuen Vorstandschefs profitieren, den Wert der Investitionen in Geschäfte mit Hotels und Kreuzfahrten besser durchschaubar zu machen. Zudem helfe die generelle Stärke der Reisetochter Tui Travel. Er zählt Tui für das kommende Jahr weiterhin zu seinen "Top-Picks".

 

UBS

 

    FRANKFURT - Independent Research hat das Kursziel der UBS nach der Einigung im LIBOR-Verfahren von 15,00 auf 16,00 Schweizer Franken angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die Strafzahlung liege für die Schweizer Großbank im Rahmen der Erwartungen, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Mittwoch. Signifikante Kursrücksetzer hält er für nicht wahrscheinlich.

 

VOLKSWAGEN

 

    LONDON - JPMorgan hat die Vorzugsaktien von Volkswagen (Volkswagen vz) auf "Overweight" mit einem Kursziel von 230,00 Euro neu in die Bewertung aufgenommen. In der Autobranche seien zur Steigerung der Gewinne nur Volkswagen und BMW in der Lage, Preisdisziplin zu zeigen, Kostensenkungen effizient umzusetzen und in China zu wachsen, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Studie vom Mittwoch. Denn die europäischen Autobauer müssten ihre Kapazitäten noch um 15 Prozent nach unten anpassen. Es brauche bei den jetzigen Plänen der Konzerne wohl noch drei Jahre und einige Rabattschlachten, bis Nachfrage und Angebot ausgeglichen seien./jha/

 

FRANKFURT (dpa-AFX) -

Bildquellen: Julian Mezger

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