Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 19.09.2012
BILFINGER
LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Bilfinger (Bilfinger Berger) von 78,00 auf 75,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Flaute in der europäischen Baubranche dürfte noch im kommenden Jahr anhalten, während die Aussichten für die meisten Schwellenländer solide seien und sich in den USA vereinzelte Wachstumsnischen zeigten, schrieb Analyst Jeff Davis in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Margendruck sei jedoch in vielen Regionen spürbar. In puncto Gewinnpotenzial, Risikoprofil und Aktionärsausschüttungen gehöre Bilfinger Berger zu den besseren Sektorunternehmen, sei allerdings bereits relativ hoch bewertet.
MICROSOFT CORP
LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Microsoft auf "Overweight" belassen. Der Software-Konzern habe die Dividende deutlicher angehoben als gedacht, schrieb Analyst Adam Holt in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts einer Dividendenrendite von drei Prozent und nur geringen Risiken für die Bewertungsmultiplikatoren falle die Entscheidung für ein Investment in die Papiere nicht schwer. Das gelte vor allem mit Blick auf die Markteinführung von Windows 8 und Tablet-PCs/mis/edh/rum
MUNICH RE
LONDON - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) auf "Neutral" belassen. Die steigende Inflation sei nicht zwangsläufig ein Risiko für die Reserven der Versicherer im Nicht-Lebengeschäft, schrieb Analyst Vinit Malhotra in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem sicherten sich Rückversicherer gegen Inflationsrisiken ab.
PROSIEBENSAT1 MEDIA AG
LONDON - Nomura hat ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) auf "Buy" mit einem Kursziel von 24,00 Euro belassen. Die Aktie des Medienkonzerns sei eines seiner bevorzugten Investments im Fernsehgeschäft, schrieb Analyst William Mairs in einer Studie vom Mittwoch. Grund dafür sei die offenbar weiterhin robuste Entwicklung der Werbeerlöse, die dem Unternehmen 2012 und 2013 Wachstum im deutschen Markt bescheren dürfte. Zudem könnte ProSiebenSat.1 von seinem Engagement in Wachstumsbereichen wie dem skandinavischen Fernsehmarkt und dem Digitalgeschäft profitieren.
RWE AG(NEU)
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von RWE nach der Ankündigung der Schließung von Kraftwerken in Großbritannien auf "Reduce" mit einem Kursziel von 28,00 Euro belassen. Das Aus für das Kraftwerk Didcot A und Teile des Kraftwerks in Fawley bis Ende März 2013 komme früher als erwartet, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Mittwoch. Die Stilllegungen hätten aber nur einen minimalen Einfluss auf ihre Ergebnisprognosen sowie ihre Bewertung der Aktie des Versorgers.
STMICROELECTRONICS
LONDON - S&P Equity hat STMicroelectronics von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 4,00 Euro belassen. Er habe die Aktien des Halbleiterherstellers nach der jüngsten Kursrallye herabgestuft, denn diese sei von einer allgemein positiveren Stimmung gegenüber riskanten Anlagen getrieben gewesen, und nicht durch eine Verbesserung des fundamentalen Geschäfts, schrieb Analyst James Crawshaw in einer Studie vom Mittwoch. So habe er seine Umsatzprognosen angesichts der Nachfrageschwäche aus der Autobranche und der Industrie gekürzt. Der angekündigte Rücktritt des Chefstrategen des Konzerns und die geplante neue Strategie deuteten auf weitere Restrukturierungen, das Aus für Produkte und ein enttäuschendes drittes Quartal hin.
UBS AG
LONDON - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat das Kursziel für UBS von 14,60 auf 15,30 Franken angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Da die Risiken für europäische Banken nach den jüngsten Maßnahmen zur Lösung der Euro-Schuldenkrise gesunken seien, habe er seine Bewertungsbasis von 2012 auf 2013 umgestellt, schrieb Analyst Derek De Vries in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Ein Ansturm auf die Kundeneinlagen der Banken oder umfangreiche Anteilsverwässerungen erschienen nun unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund sei auch die Rally der Banken-Aktien seit Juni weitgehend angemessen, wenngleich der Konjunkturausblick für die Eurozone ungewiss bleibe. Auf Zwölfsmonatssicht bevorzuge er Titel mit zusätzlichem Kurspotenzial wie SocGen oder Lloyds (Lloyds Banking Group). Für Papiere aus den Peripheriestaaten sei er nach den jüngsten Kursgewinnen allerdings vorsichtiger./stb
FRANKFURT (dpa-AFX) -
Bildquellen: Julian Mezger