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18.06.2012 21:44

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Updates zu Deutsche Telekom, Infineon, Lufthansa und Metro

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Updates zu Deutsche Telekom, Infineon, Lufthansa und Metro
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 18.06.2012

 

AIR FRANCE-KLM

 

    LONDON  - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Air France-KLM von 4,00 auf 3,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Equal Weight" belassen. Die Zielrevision reflektiere vorsichtigere Bewertungsmultiplikatoren für die Aktien europäischer Fluggesellschaften, schrieb Analyst David Fintzen in einer Branchenstudie vom Montag. Bisher sei die Nachfrage bemerkenswert stabil geblieben. Allerdings sei es noch zu früh, um davon auszugehen, dass in puncto Nachfrage das Schlimmste überstanden sei. Global orientierte Investoren fänden unter den Aktien von US-Fluggesellschaften attraktivere Anlagemöglichkeiten.

 

DEUTSCHE TELEKOM AG

 

    HAMBURG  - Die Berenberg Bank hat Deutsche Telekom nach Medienberichten über ein mögliches Kaufangebot für das britische Gemeinschaftsunternehmen Everything Everywhere auf "Hold" mit einem Kursziel von 9,60 Euro belassen. Ein Verkauf an den ehemaligen Vorstandschef der britischen Gesellschaft, Tom Alexander, sei unwahrscheinlich, schrieb Analyst Paul Marsch in einer Studie vom Montag. Eine Trennung für den im Raum stehenden Preis von mindestens acht Milliarden Euro wäre negativ. Gegenwärtig berücksichtige er Everything Everywhere im Bewertungsmodell mit einem Wert von 12 bis 13 Milliarden Euro.

 

HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG

 

    HANNOVER  - Die NordLB hat Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft, das Kursziel aber auf 1,20 Euro belassen. Das Kaufvotum begründete Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Montag mit dem gegenwärtigen Kursniveau. Das Effizienzprogramm des Druckmaschinenbauers verlaufe nach Plan. Mit der erfolgten Neuausrichtung der Vertriebsorganisation habe das Unternehmen sich an die veränderten Marktgegebenheiten angepasst. Spätestens mit der Präsentation der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal sollten alle Negativimpulse für die Aktien verarbeitet sein. Er rechne mit einer langsamen, aber stetig positiven Entwicklung.

 

HUGO BOSS STAEMME

 

    FRANKFURT  - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Hugo Boss auf "Buy" mit einem Kursziel von 95,00 Euro belassen. Den Luxusgüterherstellern gehe es so gut wie niemals zuvor, schrieb Analyst Warwick Okines in einer Branchenstudie vom Montag. Zwar gebe es Anzeichen für ein sich abschwächendes Wachstum, die Profitabilität in der Branche sei aber für viele Marken auf einem historischen Hoch. Zudem ergäben sich für längere Zeit potenzielle Wachstumschancen in den Schwellenländern. Hugo Boss sei ein "Top-Pick" in der Branche.

 

INFINEON TECHNOLOGIES AG

 

    FRANKFURT  - Die Commerzbank hat die Einstufung für Infineon (Infineon Technologies) nach der Verdopplung der Schadenersatzklage auf 3,35 Milliarden Euro durch den Insolvenzverwalter der früheren Tochter Qimonda auf "Add" mit einem Kursziel von 8,20 Euro belassen. Die Chancen für Infineon, den Prozess zu gewinnen oder einen Vergleich zu erzielen, hätten sich mit der Klageerweiterung nicht geändert, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Montag. Der Halbleiterhersteller müsste angesichts seiner auskömmlichen Liquidität auch die gegebenenfalls steigenden Rückstellungen gut verkraften.

 

LINDE AG

 

    PARIS  - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Linde-Aktie (Linde) in die "SocGen Premium List" aufgenommen. Gleichzeitig wurde die Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 155,00 Euro belassen. Die Gewinne des Industriegasekonzerns seien unter den großen Branchenvertretern in den vergangenen Jahren besonders krisenfest gewesen, begründeten die Analysten ihre Einschätzung in einer Studie vom Montag.

 

LUFTHANSA AG

 

    LONDON  - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Lufthansa (Deutsche Lufthansa) von 11,00 auf 9,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Equal Weight" belassen. Die Zielrevision reflektiere vorsichtigere Bewertungsmultiplikatoren für die Aktien europäischer Fluggesellschaften, schrieb Analyst David Fintzen in einer Branchenstudie vom Montag. Bisher sei die Nachfrage bemerkenswert stabil geblieben. Allerdings sei es noch zu früh, um davon auszugehen, dass in puncto Nachfrage das Schlimmste überstanden sei. Der Experte zieht die Aktien der US-Fluggesellschaft Delta den Lufthansa-Papieren vor.

 

METRO AG

 

    FRANKFURT  - Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro (METRO) nach neuen Presseberichten über neue Konflikte zwischen dem Handelskonzern und dem Gründer der Unterhaltungselektronik-Tochter Media Markt/Saturn (MSH), Erich Kellerhals, auf "Hold" mit einem Kursziel von 25,00 Euro belassen. Die Pressespekulationen, wonach entweder Kellerhals oder Metro die Anteile an MSH verkauft, seien hochgradig unwahrscheinlich, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Montag. Grund dafür sei die derzeit niedrige Bewertung vieler Händler für Unterhaltungselektronik.

 

RHEINMETALL AG

 

    FRANKFURT  - Equinet hat die Einstufung für Rheinmetall nach einem "Bild"-Bericht über einen Großauftrag aus Saudi-Arabien für Leopard-Kampfpanzer auf "Buy" mit einem Kursziel von 42,00 (Kurs: 37,14) Euro belassen. Trotz des möglicherweise sehr hohen Auftragsvolumens sei der Einfluss auf den Aktienkurs begrenzt, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Montag. Die Diskussionen über eine Aufstockung der Bestellung sowie eine eventuelle Lizenzfertigung durch eine General-Dynamics-Tochter in Spanien seien nicht neu.

 

SIEMENS AG

 

    LONDON  - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Siemens nach einer Branchenkonferenz für europäische Investitionsgüterunternehmen auf "Neutral" belassen. Das Marktumfeld für die Unternehmen verschlechtere sich etwas, schrieb Analyst Andreas Willi in einer Studie vom Montag. Angesichts der jüngsten Konjunkturdaten und der Aussagen der Unternehmensspitzen auf der Konferenz könnten seine Gewinnschätzungen für die Unternehmen etwas zu hoch sein. Die Trendwende bei der Nachfrage in Deutschland und Europa sowie die schwächere Tendenz im Automatisierungstechnikmarkt könnten insbesondere Siemens und ABB belasten. Sein Votum für den Investitionsgütersektor insgesamt lautet weiterhin "Underweight".

 

TELEFONICA SA

 

    LONDON  - Nomura hat das Kursziel für Telefonica von 13,50 auf 11,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die Bewertung der Aktien des spanischen Telefonkonzerns biete keinen ausreichenden Ausgleich für die makoökonomischen Risiken und die Kreditrisiken, schrieb Analyst Frederic Boulan in einer Studie vom Montag. Das Management befinde sich mit seinen Maßnahmen aber auf dem richtigen Weg und so könne weiterer Druck auf den Aktien Chancen mit sich bringen.

 

THYSSENKRUPP AG

 

    FRANKFURT  - Die Commerzbank hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf "Buy" mit einem Kursziel von 24,00 Euro belassen. Nach den Negativschlagzeilen der Konkurrenten POSCO (POSCO (Spons ADRS)) und Vale in den vergangenen Wochen sei das Interesse des brasilianischen Stahlkonzerns CSN an ThyssenKrupps Stahlwerk in Brasilien positiv für den Stahlkonzern, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Montag. Auch habe es Zeitungsberichte gegeben, denen zufolge die brasilianische Regierung die Übernahme des Werks durch einen heimischen Investor befürworte.

 

VESTAS WIND SYSTEMS

 

    ZÜRICH  - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Vestas (Vestas Wind Systems) von 60,00 auf 30,00 dänische Kronen halbiert, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Angesichts der überraschend schwachen Resultate zum ersten Quartal, der Probleme mit der neuen V112-Plattform sowie des deutlich gesunkenen Auftragseingangs sei Vestas mehr denn je in einer schwierigen Situation, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Montag. Er habe seine Prognosen erneut reduziert und gehe davon aus, dass der Hersteller von Windkraftanlagen die kommenden drei Jahre in der Verlustzone bleibt. Wegen einer möglichen Übernahme durch eines strategischen Investor sei es aber beim neutralen Votum geblieben.

 

/stw

 

Bildquellen: Julian Mezger

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