NEW YORK (dpa-AFX) - Die Tornadoserie in den USA hat dem amerikanischen Schadenversicherer Travelers (
St Paul Travelers Cos) im vergangenen Jahr einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 1,4 Milliarden US-Dollar und damit weniger als halb so viel wie ein Jahr zuvor. Auch wenn das vierte Quartal weitaus glimpflicher verlief als die Tornadosaison im April und Mai, reichten die Beitragseinnahmen im Gesamtjahr nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die
Aktie des Unternehmens reagierte mit einem Abschlag von 2,97 Prozent auf 58,50
Dollar und war damit schwächster Wert im
Dow Jones Industrial Index.
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag im Gesamtjahr mit 105,1 Prozent deutlich über der kritischen 100-Prozent-Marke, wie Travelers am Dienstag in New York mitteilte. Dabei konnte das Unternehmen seine Netto-Beitragseinnahmen um drei Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar steigern. "Angesichts der Tatsache, dass 2011 das kostenträchtigste Katastrophenjahr für die weltweite Versicherungsbranche war", zeigte sich Travelers-Chef Jay Fishman dennoch stolz auf den erzielten Gewinn. Die Quartalsdividende soll sich auf 41 US-Cent belaufen.
Insgesamt musste Travelers im vergangenen Jahr fast 2,6 Milliarden Dollar für Katastrophenschäden aufbringen, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Netto kamen die Belastungen das Unternehmen mit 1,7 Milliarden Dollar ähnlich viel teurer zu stehen.
Im April und Mai waren hunderte Tornados über zahlreiche US-Bundesstaaten gezogen und hatten zerstörte Häuser, Verletzte und Tote hinterlassen. Alleine in der Stadt Joplin in Missouri kamen bei einem Tornado mehr als 140 Menschen ums Leben. Dem weltweit größten Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) zufolge verursachten Unwetter mit Tornados in den USA 2011 versicherte Schäden von rund 25 Milliarden Dollar./stw/wiz