von Jörg Bernhard
Dass dem DAX-Wert Allianz angesichts der europäischen Schuldenkrise ein hohes Maß an Unsicherheit anhaftet, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Gretchenfrage lautet: Sind bei dem Unternehmen die Risiken bereits angemessen eingepreist? Wir meinen: Ja.
Das größte Problem stellt in diesem Zusammenhang die Diskussion um die Bonität Italiens dar. Ein Ausfall der drittgrößten Volkswirtschaft Europas würde den Aktienkurs der größten deutschen Versicherung natürlich extrem belasten. Auf der anderen Seite würde ein Ausbleiben des Worst-Case-Szenarios enormes Kurspotenzial nach oben eröffnen. Im Grunde genommen stellt ein Long-Engagement auf Allianz eine Spekulation auf ein Bewältigen der Schuldenkrise dar. Der fünftschwerste Wert im DAX weist derzeit ein extrem niedriges Kurs/Gewinn-Verhältnis sowie ein ausgesprochen niedriges Kurs/Buchwert-Verhältnis von lediglich 0,77 auf.
Auch die Charttechnik macht Hoffnung. Aktuell hat die Aktie nämlich die obere Begrenzung des seit Sommer 2011 zu beobachtenden Abwärtstrends überwunden. Sollte sich die Eurokrise in dieser Woche nicht verschärfen, könnte dies die Initialzündung für ein Turnaround-Signal sein. Chartinduzierte Käufe könnten auftreten, falls die Widerstandszone im Bereich von 80 Euro nachhaltig überschritten wird. Mit dem nachfolgend aufgeführten Call könnten Anleger in gehebelter Form davon profitieren.
Stopp-Loss bei 72 Euro setzen
Mit dem von HSBC Trinkaus emittierten Open-End-Turbo auf Allianz (WKN: TB71NE) können Anleger bei unbegrenzter Laufzeit derzeit eine Hebelchance von 4,5 erzielen. Sowohl der Basispreis als auch der Knock-Out-Level ist bei 62,5795 Euro angesiedelt. Von dieser Marke ist der Finanzwert aus dem DAX derzeit über 21 Prozent entfernt.
Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.
Bildquellen: Allianz SE