von Petra Maier
Die Erntesaison hat begonnen. Hierzulande ist es der Spargel, auf der anderen Seite der Erde, in Neuseeland, startete vergangene Woche die Jazz-Apfelernte. In der Münchner Konzernzentrale der BayWa wird man sich den Spargel wohl schmecken lassen. Die Manager schauen aber auch sehr gespannt auf die Apfelernte bei den Kiwis.
Seit einigen Monaten ist BayWa Eigentümerin des neuseeländischen Kernobsthändlers Turners & Growers. BayWa, das steht für Bayerische Warenvermittlung, ist ein genossenschaftlich geprägter Handelskonzern mit den drei Standbeinen Agrar, Bau und Energie. An der Börse wurde das Unternehmen immer als eine verstaubte Substanzperle gehandelt. Das hat sich geändert. Zum einen trennte sich das Unternehmen in den letzten Jahren von wenig rentablen Aktivitäten. Die zufließenden Mittel wurden sukzessive in Geschäfte mit höherem Gewinnpotenzial reinvestiert. Zum Jahreswechsel wurden beispielsweise die 56 Bau- und Gartenmärkte an einen Konkurrenten veräußert.
Zweitens hat sich die BayWa noch mehr auf die eigenen Stärken besonnen. Das Unternehmen ist in Deutschland und Österreich führender Agrar- und Baustoffhändler. Besonders die fundierten Kenntnisse als Vollsortimenter im Landwirtschaftssektor gilt es zu internationalisieren. Die Akquisition in Neuseeland dient auch dazu, den asiatischen Markt für die eigenen Obsthandelsaktivitäten zu erschließen.
Genauso operiert der Konzern im Bereich Energie. BayWa ist Lieferant von Öl und Benzin, plant, baut, betreibt und verkauft aber auch Wind- und Solarparks. Die Politik der kleinen Verbesserungen macht sich auch in den Ergebnissen bemerkbar. In den vergangenen zwei Jahren ist das Betriebsergebnis um mehr als zehn Prozent gestiegen — pro Jahr.
Seit einem Jahr pendelt die Namensaktie zwischen 27 und 31 Euro. Ein Kursrücksetzer im vergangenen Sommer war schnell wieder ausgebügelt.
Gemessen an der aktuellen Bewertung ist die Aktie sehr preiswert. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ist höher als die Marktkapitalisierung.
Die relativ niedrigen Notierungen sind eine günstige Gelegenheit für Optionsscheinanleger, zu säen. Sollte die Aktie sich den alten Höchstkursen wieder nähern, zahlt sich ein Kurshebel aus. Der vorgestellte Optionsschein ist sehr konservativ gewählt. Der Basispreis liegt unterhalb der aktuellen Notiz. Das Aufgeld ist vertretbar. Würde die BayWa-Aktie in sechs Monaten ihr altes Hoch bei 32,50 erreichen, legte der Schein um 58 Prozent zu.
Call auf BayWa Namensaktie
Emittent: Commerzbank
ISIN: DE000CK3TFY6
Laufzeit: 13.3.2013
Bezugsverhältnis: 0,10
Basispreis: 25,00 €
Totalverlustwahrscheinlichkeit: 44,95
Omega: 3,8
Aufgeld in %: 7,35
Spread in % des Briefkurses: 2,0