von Petra Maier, €uro am Sonntag
Nicht kleckern, sondern klotzen“ lautet die Maxime von Caterpillar. Vier Meter hoch sind allein die Reifen des Monstertrucks 797, den der US-Konzern seit Jahren baut. 380 Tonnen Nutzlast befördert das Fahrzeug, das im Bergbau eingesetzt wird, mühelos.
Der Preis für ein solches Megavehikel beläuft sich je nach Ausstattung auf 40 bis 50 Millionen Dollar. Und die Nachfrage ist dank der hohen Rohstoffpreise ungebrochen. Die nächsten zehn Megatrucks hat der Minenkonzern Vale für eine Mine in Mosambik geordert. Die guten Geschäfte rund um Bergbau-, Bau- und Landmaschinen spiegeln sich auch in den Zahlen wider. Der Gewinn stieg im abgelaufenen Quartal um 44 Prozent auf 1,141 Milliarden Dollar. Mit 15,7 Milliarden Dollar Umsatz erreichte Caterpillar den höchsten Wert seit Bestehen. Rekordverdächtig entwickelte sich auch der Cashflow im Bereich Machinery and Power Systems. Das eröffnet Vorstandschef Doug Oberhelman finanziellen Spielraum für weitere Expansion über Zukäufe.
Im Vergleich zu den Dimensionen von Umsatz und Gewinn gleicht die jüngste Übernahme eher einem Griff in die Portokasse. Caterpillar legte 887 Millionen Dollar für den chinesischen Bergwerkausrüster ERA Mining Machinery hin. Für weniger als einen Quartalsgewinn sind die Amerikaner nun direkt auf dem chinesischen Markt vertreten. Traditionell vergeben die Chinesen Aufträge gern an heimische Unternehmen.
Davon will Caterpillar künftig profitieren. China steht vor einer Modernisierungswelle, nicht nur im Bergbau. Der Rekordauftragsbestand sowie 30 Prozent höhere Erlöse im Oktober signalisieren, dass der Konzern noch keinen Abschwung spürt. Die Aktie hingegen zeigt einige Blessuren. Im Juli kostete der Anteilschein noch 110 Dollar. Wegen Konjunkturängsten verlor das Papier deutlich, konnte aber einen Teil der Verluste wieder wettmachen. In den vergangenen drei Monaten hat sich eine Handelsspanne von 80 Dollar bis knapp unter 100 Dollar herausgebildet.
Zum aktuellen Kurse ist die Aktie – gemessen an den Gewinnschätzungen – mit einem KGV von zehn bewertet. Analysten wie Ann Duignan von JP Morgan Chase erwarten deshalb, dass die alten Rekordkurse in der Region von 115 Dollar bald wieder erreicht werden können.
Die Chance auf höhere Kurse können Anleger mit einem Knock-out-Call nutzen. Ein Vontobel-Papier etwa hebelt Kurssteigerungen mit dem Faktor 3,3. Steigt die Aktie auf 100 Dollar, legt der Schein – unveränderte Währungsverhältnisse vorausgesetzt – um rund 50 Prozent zu.
Knock-out-Call auf Caterpillar
Emittent Vontobel
ISIN DE 000 VT2 97G 2
Laufzeit endlos
Bezugsverhältnis 0,1
Basispreis variabel 69,98 $
Knock-out-Schwelle variabel 69,98 $
Hebel 3,7
Aufgeld in % 33,22
Produktname Open-End Turbo-Optionsschein