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10.12.2012 09:30

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Tipp des Tages: Call auf Eon

EON zu myNews hinzufügen Was ist das?


Der Versorger Eon gibt erst im März eine Prognose für 2013. Die Aktie wurde deshalb abgestraft. Eine gute Tradinggelegenheit für spekulative Anleger.

von Petra Maier, Euro am Sonntag

Optionsscheine lohnen auch bei kleinen Bewegungen - wenn Hebel und Preis stimmen. Große Sprünge sind von der Eon-Aktie zwar nicht zu erwarten, fundamental ist das Papier derzeit unattraktiv. Gleichwohl bietet sich eine Hebelspekulation an.

Der größte deutsche Versorger segelt gegen den politischen Wind der Energiewende. Zwei Atomkraftwerke wurden abgeschaltet. Ehemals profitable Gaskraftwerke stehen still, weil Strom aus erneuerbaren Quellen bei der Einspeisung Vorrang hat. Spitzenpreise an der Energiebörse werden durch Solarstrom geglättet. Das drückt die Erlöse zusätzlich.

Eon steuert dagegen. Beteiligungen stehen zum Verkauf, die Kosten werden gesenkt. Zudem konzentriert sich der Konzern stärker auf Wachstumsmärkte im Ausland. Aktuell stieg Eon in den türkischen Energiemarkt ein. Die Düsseldorfer tauschen vom österreichischen Verbund dessen Beteiligung am Stromerzeuger Enerjisa gegen Wasserkraftwerke in Deutschland.

Anfang November hat der Stromerzeuger die Börsianer verschreckt. Der Konzern legte mit mehr als drei Milliarden Euro Überschuss zwar akzeptable Zahlen für die ersten drei Quartale vor und bestätigte das Gewinnziel für das Gesamtjahr. Einen Ausblick für 2013 wollte der Konzern indes nicht geben und vertröstete auf März. Bei Aktionären und Analysten kam das nicht gut an. Sie trennten sich von der Aktie und schickten den Kurs zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Talfahrt. Bereits im März sank der Kurs von über 18 Euro auf 14,30 Euro. Bis September war die Delle ausgebügelt. Die vermeintliche Gewinnwarnung ließ innerhalb von nur wenigen Tagen den Kurs erneut auf ein neues Jahrestief einbrechen. Bei Kursen um 14 Euro bildet sich nun ein Boden.

Zudem sind Calls auf die Aktie recht günstig. Eon zahlt für das laufende Geschäftsjahr eine hohe Dividende. Die ist im Optionsscheinkurs enthalten. Das Aufgeld ist dadurch geringer, als bei Scheinen auf Aktien mit einer niedrigen Dividendenrendite. Im Fall von Eon antizipiert der Markt allerdings eine drastische Kürzung künftiger Dividenden. Sollte die Kürzung geringer ausfallen als erwartet, erhöht sich das Potenzial des Scheins entsprechend.

Sollte sich der Rauch nun ein wenig legen und die Aktie wieder in Richtung 18 Euro marschieren, sind hohe Gewinne möglich. Der vorgestellte Optionsschein beispielsweise würde mit jedem Euro Kurssteigerung der Aktie um rund 40 Prozent zulegen.

Call auf Eon

Emittent: Citigroup
ISIN: DE000CT6A4A6
Laufzeit: 16.12.2013
Bezugsverhältnis: 0,1
Basispreis: 13,00 €
Call-Kurs am 6.12.2012: 0,15 €
Spread: 6,25 %
Omega: 5,8
Aufgeld p.a. in %: 3,35
Break-Even: 14,55

Bildquellen: E.ON AG

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