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21.01.2013 09:30

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Tipp des Tages: Call auf Fresenius

Fresenius zu myNews hinzufügen Was ist das?


Stetiges Wachstum zeichnet den Gesundheitskonzern Fresenius aus. Und da die Volatilität niedrig ist, ist ein Call mit langer Laufzeit besonders spannend.

von Petra Maier, Euro am Sonntag

Optionsscheine sind riskant und eigentlich kurzfristige Investments. Schon kleine Bewegungen des Basiswerts lösen hohe prozentuale Veränderungen des Scheins aus. Weil der Basiswert nicht immer in die gewünschte Richtung marschiert, sind dicke Verluste möglich. In Phasen mit geringer Volatilität können Optionsscheine aber auch ganz ausgezeichnet für Langfrist-Wetten verwendet werden, die sogar ein besseres Chancen-Risikoprofil aufweisen als ein Direktinvestment in Aktien.

Den Wert eines Optionsscheins bestimmt neben der Laufzeit und dem Basispreis auch die Volatilität. Mit der Schwankungsbreite wächst die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Niveau erreicht wird. Entsprechend hoch sind die Aufgelder, die Anleger für den Erwerb eines Basiswertes über einen Call zu zahlen bereit sind. In den vergangenen Monaten sind die Börsen stetig gestiegen, die Rückschläge waren gering. Die Volatilität ist auf ein niedriges Niveau gefallen. Anleger erwarten somit, dass Aktien auch künftig nicht stark schwanken werden. Deshalb sind auch die Aufgelder gering.

In dieser Lage bietet es sich an, mit Optionsscheinen auch langfristig auf solide Werte zu setzen. Ein Beispiel ist die Aktie von Fresenius. Der Gesundheitskonzern profitiert weltweit von der demographischen Entwicklung. Immer mehr ältere Menschen brauchen Dienstleistungen wie Dialyse, Infusionstherapie oder Klinikaufenthalte. Das Unternehmen erwirtschaftet EBIT-Margen von mehr als 15 Prozent. Umsatz und Ertrag legen kontinuierlich zu.

Dieser Entwicklung folgt die Aktie. Die Investmentbank HSBC Trinkaus hat das Kursziel für die Aktie auf 100 Euro festgelegt. Mit dem vorstellten Schein erwirbt der Anleger das Recht, Fresenius-Aktien zu einem Kurs von 80 Euro bis Dezember 2014 zu erwerben. Das jährliche Aufgeld beträgt rund vier Prozent. Theoretisch muss die Aktie um diesen Betrag zulegen, damit der Schein in die Gewinnzone kommt. Die Chance ist hoch, dass das in den nächsten 23 Monaten gelingen kann. Es gab in der vergangenen Dekade kaum Zeiträume, in denen keine zweistelligen jährlichen Kurszuwächse erreicht wurden. Würde die Aktie beispielsweise das Kursziel der HSBC-Analysten im Dezember 2013 erreichen, verdient der Anleger mehr als 75 Prozent. Besonders spannend: Sollte der Aktienkurs einbrechen, baut der Schein Aufgeld auf. Damit sind die absoluten Verluste – bei einem Investmentverhältnis zehn zu eins – geringer als bei der Direktanlage. Hohes Risiko sieht anders aus.

Call auf Fresenius

Emittent: Deutsche Bank
ISIN: DE000DX0ZW04
Laufzeit: 18.12.2014
Bezugsverhältnis: 0,1
Basispreis: 80,00 €
Totalverlustwahrscheinlichkeit in %: 50,58
Omega: 4,04
Aufgeld p.a. in %: 4,29
Spread in %: 0,75

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