von Jörg Bernhard
Innerhalb Europas gehört die Deutsche Lufthansa beim Blick auf die fundamentalen Kennzahlen zweifellos zu den Besten. Das hat ihr in den vergangenen 12 Monaten zwar nicht geholfen - die Aktie verlor in diesem Zeitraum rund 40 Prozent - könnte sich auf dem gedrückten Kursniveau aber nun als erheblicher Wettbewerbsvorteil erweisen. Bedingung hierfür: Eine weltweite Konjunkturschwäche muss vermieden werden. Derzeit prognostizieren die Analysten für 2013 im Durchschnitt einen Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,00 Euro, was auf Basis des aktuellen Aktienkurses einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von lediglich 8,8 entspräche. Zum Vergleich: Beim Konkurrenten Air France KLM droht im nächsten Jahr pro Aktie ein Verlust in Höhe von 0,85 Euro.
Die Charttechnik macht ebenfalls Hoffnung, schließlich drehte der DAX-Wert im Juni bei acht Euro wieder nach oben. Auch die Abwärtstendenz der 200-Tage-Linie scheint zum Erliegen gekommen zu sein. Sie verläuft derzeit im Bereich von 9,70 Euro, also unweit des aktuellen Aktienkurses. Ein Überwinden der 200-Tage-Linie könnte charttechnisch orientierte Anleger zu Käufen motivieren. Die kommenden Tage und Wochen versprechen daher ausgesprochen spannend zu werden.
Stopp-Loss bei 8,50 Euro setzen
Zur Begrenzung potenzieller Kursverluste bietet sich das Setzen einer Stopp-Loss-Marke im Bereich der bei 8,50 Euro verlaufenden Unterstützungszone an. Mit dem von der Commerzbank emittierten Best Unlimited Turbo Zertifikat auf Lufthansa (WKN: CK4FHN) können Anleger bei einer unbegrenzten Laufzeit derzeit eine Hebelchance von 4,1 erzielen. Sowohl der Basispreis als auch der Knock-Out-Level ist bei 7,2294 Euro angesiedelt. Von dieser Marke ist die Aktie derzeit über 22 Prozent entfernt.
Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.