26.11.2012 09:30
Bewerten
 (6)

Tipp des Tages: Call auf Stada

Trading-Idee
Immer wieder verhageln Sonderbelastungen dem Generikahersteller Stada die Zahlen. Jetzt fokussiert sich das Management auf Markenprodukte und auf das Ausland.
von Petra Maier, Euro am Sonntag

Bis Ende 2013 laufen in Deutschland Pharmapatente mit einem Umsatzvolumen von drei Milliarden Euro aus. Was in der Branche zu Umsatzverlusten führt, müsste die Kasse bei den Generikaherstellern klingeln lassen – das könnte man zumindest meinen. Doch hierzulande verhageln ihnen Rabattverträge der Krankenkassen das Geschäft. Generikahersteller weiten die Produktion aus, die Gewinne steigen aber nur unterproportional, die Margen sinken.

Das spürt auch Stada. Die Situation in Deutschland kann das Management nicht ändern. Das Unternehmen hat andere Wege gefunden, sein Geschäft auszubauen. Es folgt zwei Pfaden: Zum einen richten die Hessen ihren Fokus gezielt auf Regionen, deren Gesundheitsversorgung noch Nachholbedarf hat. Dabei stehen zum Beispiel Länder wie Russland, Türkei, Indonesien und Vietnam im Fokus. Zum anderen baut Stada seine Aktivitäten mit Markenprodukten aus. Nicht verschreibungspflichtige Mittel wie etwa die Schmerzsalbe Mobilat sind weniger von regulatorischen Eingriffen betroffen und erzielen höhere Margen.

Die Strategie geht auf. Zwar fielen zuletzt hohe Sonderabschreibungen in Serbien an, doch die jüngsten Zahlen zu den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deuten eine Trendwende an. Insgesamt steigerte Stada den Umsatz um sechs Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn erreichte im selben Zeitraum bereits 68,4 Millionen Euro. Im Vorjahr musste wegen Sonderabschreibungen ein Verlust verbucht werden. Angetrieben von den Märkten Russland und Asien stieg der Umsatz in der Sparte Markenprodukte um 25 Prozent auf 437,9 Millionen Euro. Im Sektor Generika verbuchte Stada nur ein kleines Plus von zwei Prozent auf 872,4 Millionen Euro.

Trotz der guten Nachrichten reagierte die Börse bislang verhalten. Im Vergleich zur Konkurrenz notiert Stada mit einem Bewertungsabschlag von 35 Prozent. Seit 2010 pendelt der Aktienkurs zwischen 20 und 30 Euro. Aktuell notiert das Papier am unteren Ende dieser Spanne. Mit einem Call können Anleger eine mögliche Aufwärtsbewegung hebeln.

Sollte die Aktie bis zum kommenden Frühjahr bis auf 25 Euro steigen, würde der Call rund 50 Prozent an Wert gewinnen. Ein Call macht zudem gegenüber einem Direktinvestment einen geringeren Kapitaleinsatz notwendig. Auf die Übernahmegerüchte um den letzten eigenständigen börsennotierten Generikahersteller in Westeuropa setzen Anleger gleich mit.

Call auf Stada

Emittent: HSBC Trinkaus
ISIN: DE000TB3GN64
Laufzeit: 13.12.2013
Bezugsverhältnis: 0,1
Basispreis: 22,00 €
Omega: 4,2
Spread in %: 3,33
Aufgeld p.a. in %: 11,65
Totalverlustwahrscheinlichkeit in %: 57,64

Artikel empfehlen?
Kostenlosen Report anfordern

Nachrichten zu STADA Arzneimittel

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu STADA Arzneimittel

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.04.2015STADA Arzneimittel NeutralJP Morgan Chase & Co.
17.04.2015STADA Arzneimittel HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.04.2015STADA Arzneimittel NeutralJP Morgan Chase & Co.
31.03.2015STADA Arzneimittel HaltenDZ-Bank AG
30.03.2015STADA Arzneimittel HoldHSBC
14.11.2014STADA Arzneimittel buyDeutsche Bank AG
14.11.2014STADA Arzneimittel buyUBS AG
17.09.2014STADA Arzneimittel buyCommerzbank AG
17.09.2014STADA Arzneimittel buyUBS AG
08.09.2014STADA Arzneimittel buyCommerzbank AG
22.04.2015STADA Arzneimittel NeutralJP Morgan Chase & Co.
17.04.2015STADA Arzneimittel HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.04.2015STADA Arzneimittel NeutralJP Morgan Chase & Co.
31.03.2015STADA Arzneimittel HaltenDZ-Bank AG
30.03.2015STADA Arzneimittel HoldHSBC
20.02.2015STADA Arzneimittel SellClose Brothers Seydler Research AG
09.01.2015STADA Arzneimittel SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
16.12.2014STADA Arzneimittel SellClose Brothers Seydler Research AG
04.12.2014STADA Arzneimittel SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.11.2014STADA Arzneimittel SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für STADA Arzneimittel nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr STADA Arzneimittel Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt mit Gewinn -- Wer ist Martin Winterkorn? - Ein Qualitätsfanatiker will bei VW ganz nach oben --US-Börsen in der Gewinnzone -- Tesla, Biotest, Apple, METRO im Fokus

Venezuela will Goldreserven verpfänden. Karstadt-Tarifverhandlungen unterbrochen. IPO: Börsengang von Sixts Leasing-Tochter für 7. Mai geplant. ThyssenKrupp expandiert in Nordamerika. 45-Milliarden-Fusion gescheitert: Comcast bläst TWC-Übernahme ab. Draghi: Die Zeit für Griechenland-Rettung wird knapp.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die schlechtesten Index-Performer

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

Die Lokführergewerkschaft GDL hat nach den gescheiterten Tarifgesprächen am Sonntag offiziell beschlossen, erneut zu streiken. Haben Sie dafür Verständnis?