von Jörg Bernhard
Defensive Aktien wie zum Beispiel Fresenius Medical Care (FMC) sind bei Investoren derzeit eher "out". Aus charttechnischer Sicht stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Bodenbildung derzeit allerdings nicht schlecht. Im Bereich von 51,00 Euro hat sich nämlich eine massive Unterstützung gebildet, die bis in den März dieses Jahres zurückreicht. Die nächste "Haltezone" verläuft bei 49,00 Euro. Spätestens hier sollte dann aber Schluss sein, da ansonsten aufgrund einer bei 47,00 Euro eingebauten Knock-Out-Barriere der Totalverlust drohen würde.
Unter fundamentaltechnischen Aspekten sehen die Perspektiven bei FMC relativ gut aus, rechnen doch die Analysten im Konsens mit steigenden Unternehmensgewinnen. So soll der Gewinn des laufenden Geschäftsjahres von geschätzten 2,94 Euro pro Aktie im kommenden Jahr auf 3,20 Euro und danach auf 3,57 Euro (2014) gesteigert werden. Vor diesem Hintergrund scheint das Abwärtspotenzial begrenzt zu sein. Und selbst im Falle einer allgemeinen Eintrübung des Marktsentiments, könnte sich der DAX-Wert aufgrund seines defensiven Charakters gegen größere Kurseinbrüche resistent zeigen.
Stay-High-Optionsschein bietet über 30 Prozent
Mit dem von der Société Générale emittierten Stay-High-Optionsschein auf FMC (WKN: SG3CEN) können Anleger im Falle einer unterstellten endfälligen Tilgung von zehn Euro pro Schein maximal 30,6 Prozent verdienen, falls bis zum 15. März 2013 die untere Barriere (47,00 Euro) unverletzt bleiben sollte. Sollte der KO-Level hingegen berührt werden, verfällt der Schein wertlos. Derzeit ist der Risikopuffer mit über acht Prozent recht knapp bemessen. Da die Aktie hinsichtlich der Volatilität aber nicht zu den Highflyern gehört, stehen die Chancen auf eine Auszahlung der zehn Euro dennoch nicht schlecht.
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