Der angeschlagene Fernsehhersteller
Loewe will sich nach desaströsen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 wieder aus dem Abwärtssog befreien. Wie Vorstandschef Oliver Seidl am Donnerstag mitteilte, soll eine Kooperation mit dem US-Konzern
Apple die Trendwende bringen.
Anders als von vielen Marktteilnehmern erwartet, ist mit dem US-Riesen, dem man einen geplanten Einstieg in das Geschäft mit Fernsehern nachsagt, aber keine Zusammenarbeit im Bereich TV-Geräte-Herstellung geplant. Vielmehr strebt man eine Kooperation im Audiobereich an, mit dessen Hilfe man sowohl bei den Einnahmen zulegen, als auch wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren will. Vorstandschef Seidl zufolge kommen die neuen Audio-Apparate gut im Markt an. Diese verkauft Loewe neuerdings auch in den deutschen Apple-Läden und im Online-Shop des US-Konzerns.
Neben der geplanten Kooperation will Loewe zudem eine neue TV-Baureihe im mittleren Preissegment anbieten, mit der neue Kunden angelockt werden sollen. Damit gibt der Konzern seine jahrelange Firmenpolitik auf, die darauf abzielte, sich nicht am niedrigeren Preissegment beteiligen zu wollen.
2011 registrierte das Unternehmen ein Minus vor Zinsen und Steuern von 10,5 Millionen Euro - im Jahr zuvor lag das Minus noch bei 5,3 Millionen Euro. Der Umsatz sank laut den vorläufigen Geschäftszahlen um elf Prozent auf 274,3 Millionen Euro.