"Die kommenden Quartale werden herausfordernd sein", sagte er zum Abschluss der Investorentage der Deutschen Bank. Zwar habe er zusammen mit den anderen Vorständen genaue Ziele für die nächsten drei Jahre gesetzt. "Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es genauso kommt, liegt bei null", sagte Jain vor Analysten. Dafür gebe es zu viele Fragezeichen, erklärte er mit Blick auf die Turbulenzen an den Finanzmärkten.
Nach hundert Tagen im Amt hatte die Doppelspitze der Bank bei den Investorentagen ihre lang erwartete Strategie enthüllt: Die Bank will riskante Posten in eine interne Bad Bank auslagern, 4,5 Milliarden Euro einsparen und vor allem ohne Kapitalerhöhung die verschärften Kapitalanforderungen nach Basel III erfüllen.
Deutliche Abstriche hatte die Bank bei ihrer Prognose für die Eigenkapitalrendite gemacht. Sie rechnet nunmehr mit mindestens 12 Prozent nach Steuern. Zum Vergleich: Das von dem ehemaligen Vorstandschef Josef Ackermann einst ausgerufene Renditeziel von 25 Prozent vor Steuern entspricht einer Rendite von etwa 18 Prozent nach Steuern. Allerdings hatte sich auch Ackermann schon von seinem als überzogen kritisierten Ziel distanziert, als absehbar war, wie hartnäckig die Finanzkrise anhält.
Kontakt zur Autorin: madeleine.nissen@dowjones.com DJG/maw/jhe Dow Jones Newswires - Von Madeleine Nissen
Bildquellen: Deutsche Bank AG