20.02.2013 13:36
Bewerten
(0)

Lufthansa schließt Zentrale und streicht Dividende - Aktie sackt ab

Trotz Ausnahmegewinn: Lufthansa schließt Zentrale und streicht Dividende - Aktie sackt ab | Nachricht | finanzen.net
Lufthansa will trotz Milliardengewinn Dividende streichen
Trotz Ausnahmegewinn
Die Lufthansa geht trotz eines knappen Milliardengewinns ans Eingemachte. Der Vorstand will bis zum Jahr 2017 die Kölner Konzernzentrale schließen. Die Dividende wird gestrichen.
Auch ein Standort in Schleswig-Holstein steht vor dem Aus, und die Regionaltochter Cityline soll mit ihrer Zentrale möglicherweise nach München umziehen. Rund 1.200 Mitarbeiter wären insgesamt von dem Umbau betroffen, wie die Deutsche Lufthansa am Dienstagabend mitteilte. Zugleich sollen die Aktionäre auf eine Dividende verzichten. Statt dessen will die Lufthansa Milliarden in mehr als hundert neue Flugzeuge von Airbus und Boeing stecken.

    An der Börse wurde die Nachricht mit Bestürzung aufgenommen. Die Lufthansa-Aktie sackte am Mittwoch um zuletzt 4 Prozent auf 15,35 Euro ab und war damit Schlusslicht im Dax (DAX).

 ZENTRALE WIRD GESCHLOSSEN

   Angesichts hoher Treibstoffpreise und der Konkurrenz durch Billigflieger wie Ryanair und der wachsenden Fluglinien vom Persischen Golf sieht Lufthansa-Chef Christoph Franz zum weiteren Sparen keine Alternative. "Um den Veränderungen in der Luftfahrtbranche erfolgreich begegnen zu können, brauchen wir deutlich bessere Ergebnisse." Ein hoher Konzerngewinn, der auf Einmaleffekten beruhe, dürfe darüber nicht hinwegtäuschen.

     Auf der Streichliste steht nun auch die Konzernzentrale in Köln mit 365 Mitarbeitern. Längst hat die Lufthansa einen Großteil der Konzernfunktionen an den Frankfurter Flughafen verlagert, jetzt soll auch das formelle Hauptquartier in Köln wegfallen. Außerdem soll der Standort der Lufthansa Revenue Services im schleswig-holsteinischen Norderstedt mit 350 Beschäftigten geschlossen werden, wo bisher die Erlös- und Leistungsdaten aus dem Passagiergeschäft aufbereitet und ausgewertet werden.  CITYLINE-UMZUG NACH MÜNCHEN

 Von den 200 Stellen in Hamburg, die sich mit Finanzdienstleistungen befassen, sollen 80 Prozent in ein Dienstleistungszentrum verlagert werden. Zudem denkt die Regionalflugtochter Lufthansa CityLine darüber nach, ihre Zentrale von Köln nach München zu verlagern, wo der Hauptteil ihres Geschäfts abgewickelt wird. Eine Entscheidung dazu gibt es den Angaben zufolge jedoch noch nicht.

 Im Zuge des Sparprogramms will die Lufthansa ihre jährlichen Kosten bis 2015 um 1,5 Milliarden Euro senken. Eine halbe Milliarde davon sollen durch Einsparungen beim Personal erreicht werden. Dabei müsse der Vorstand "auch schwierige Entscheidungen treffen, mit denen wir tief in die Lebenssituation von Mitarbeitern eingreifen", sagte Franz. Insgesamt sollen alleine in der Verwaltung des Konzerns nach bisherigen Angaben 3.500 Arbeitsplätze wegfallen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte an, den Jobabbau mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen.

 AUSNAHME-GEWINN

   Im abgelaufenen Jahr profitierte die Lufthansa überraschend stark von Beteiligungsverkäufen. Unter dem Strich verdiente der Dax-Konzern daher 990 Millionen Euro, nachdem er ein Jahr zuvor noch einen Verlust von 13 Millionen Euro eingeflogen hatte. Commerzbank-Analyst Frank Skodzik führte den Gewinnsprung auf den Verkauf der Anteile am Reisebuchungsabwickler Amadeus zurück.

  Im operativen Geschäft lief es allerdings deutlich schlechter. Während der Umsatz um rund fünf Prozent auf 30,1 Milliarden Euro wuchs, ging der operative Gewinn um 36 Prozent auf 524 Millionen Euro zurück. Ihren kompletten Jahresabschluss will die Lufthansa am 14. März veröffentlichen.

 MILLIARDEN FÜR FLUGZEUGE

    Die Aktionäre sollen leer ausgehen, nachdem bereits die Dividende für 2011 von 60 auf 25 Cent je Anteilsschein geschrumpft war. Stattdessen will Franz zusätzlich 100 moderne Kurz- und Mittelstreckenmaschinen sowie acht Langstreckenjets kaufen. Die Maschinen von Boeing und der EADS-Tochter Airbus sollen die Flotte weiter auf Spritsparen trimmen und zwischen 2015 und 2025 ausgeliefert werden. Laut Preisliste kämen die Maschinen den Angaben zufolge auf einen Gesamtwert von rund neun Milliarden Euro. Bei Flugzeugbestellungen sind allerdings Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

    Für welche Modelle sich die Lufthansa entscheidet, ist der Mitteilung zufolge noch nicht entschieden. Allerdings hatte der Konzern zuletzt die Umstellung der Mittelstreckenflotte auf die Modelle Airbus A320 und A320neo eingeleitet. Vom Konkurrenzmodell Boeing 737 wollte sich die Gesellschaft dagegen verabschieden.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Dividenden für 2012: Das schütten die DAX-Riesen vermutlich aus:

 

Platz 30: ThyssenKrupp

Bereits am 18. Januar 2013 fand die Hauptversammlung bei ThyssenKrupp statt. Eine Dividendenzahlung wird 2013 nicht ausgeschüttet.

Quelle: Reuters Bild: ThyssenKrupp AG
Bildquellen: Robert Sarosiek / Shutterstock.com
Anzeige

Nachrichten zu Lufthansa AG

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09:21 UhrLufthansa UnderperformBernstein Research
18.08.2017Lufthansa buySociété Générale Group S.A. (SG)
18.08.2017Lufthansa HaltenIndependent Research GmbH
16.08.2017Lufthansa NeutralCredit Suisse Group
16.08.2017Lufthansa HoldCommerzbank AG
18.08.2017Lufthansa buySociété Générale Group S.A. (SG)
15.08.2017Lufthansa kaufenDZ BANK
10.08.2017Lufthansa OutperformRBC Capital Markets
03.08.2017Lufthansa buyHSBC
02.08.2017Lufthansa kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.08.2017Lufthansa HaltenIndependent Research GmbH
16.08.2017Lufthansa NeutralCredit Suisse Group
16.08.2017Lufthansa HoldCommerzbank AG
16.08.2017Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
11.08.2017Lufthansa HoldCommerzbank AG
09:21 UhrLufthansa UnderperformBernstein Research
16.08.2017Lufthansa UnderperformBernstein Research
15.08.2017Lufthansa UnderperformBernstein Research
14.08.2017Lufthansa UnderweightJP Morgan Chase & Co.
10.08.2017Lufthansa UnderweightMorgan Stanley

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt mit Mini-Minus -- US-Börsen mit Rücksetzer -- BVB-Aktie auf 16-Jahreshoch -- Vorerst keine Zerschlagung von Air Berlin -- Salesforce, Tesla, Bayer, RWE, E.ON, Uniper, innogy, K+S im Fokus

Ströer-Aktie im Minus: Umsatzwarnung von WPP belastet. Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar. Siemens dementiert Aus für Gasturbinenwerk Berlin. Spotify-Börsengang: US-Börsenaufsicht prüft ungewöhnlichen Antrag des Börsenkandidaten. Bundesbank holt Goldbestände früher als geplant nach Frankfurt.

Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten
Die ärmsten Länder der EU
Hier ist das BIP schlechter als im Durchschnitt
Vor diesen Berufen macht die Digitalisierung keinen Halt
Diese Jobs sind besonders stark bedroht
mehr Top Rankings

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
K+S AGKSAG88
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
Amazon906866
AlibabaA117ME
Allianz840400
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
BASFBASF11