17.02.2013 19:51

Senden
TROTZ EINSPARUNGEN

Spaniens Staatsschulden um Rekordbetrag gestiegen


Trotz drastischer Einsparungen in Spanien sind die Staatsschulden des Euro-Krisenlandes nach Informationen der Zeitung "El País" 2012 um den Rekordbetrag von 146 Milliarden Euro gestiegen.

Nie zuvor in der spanischen Geschichte hätten die Verbindlichkeiten des Staates in einem Jahr so stark zugenommen, berichtete das Blatt am Sonntag unter Berufung auf offizielle Quellen.

    Die Gesamtschulden des Staates beliefen sich damit auf über 882 Milliarden Euro. Dies entspreche 84 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zuletzt sei dies in Spanien im Jahr 1910 so hoch gewesen, schrieb die Zeitung. Im ersten Jahr der Amtszeit der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy seien die Staatsschulden um 400 Millionen am Tag gestiegen.

   Die Zunahme sei vor allem auf das Defizit im Staatshaushalt zurückzuführen. Trotz aller Einsparungen sei die Neuverschuldung nicht abgebaut worden. Daneben spielten nach dem Bericht von "El País" drei weitere Faktoren eine Rolle: die EU-Rettungsaktion für marode spanische Banken, die sich mit 40 Milliarden Euro auf die Staatsschulden niederschlug, die Begleichung unbezahlter Rechnungen staatlicher Institutionen und die spanischen Beiträge zu den EU-Rettungspaketen für Griechenland, Portugal und Irland.

    MADRID (dpa-AFX)

Bildquellen: cla78 / Shutterstock.com

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

DiBoFfm schrieb:
18.02.2013 09:26:33

Die grenzenlose Verteilung der Defizite auf alle Mitglieder der Schicksalsgemeinschaft wird zu einer Gesamtinsolvenz führen.
Interessant wird es, wenn Deutschland dann ganz plötzlich auf die Solidarität der anderen Staaten angewiesen ist.

Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen